Sonntag, 11. Dezember 2016


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"Es muss nicht immer Grau sein..."

(lifePR) (Zirndorf, ) Mit einer stimmigen Farbkonzeption kann man seine Kunden begeistern - dabei unterstützen auch praktische Schmutzfangmatten. Doch was wirkt auf welche Weise? Und wie gestaltet man ansprechend? Tine Kocourek, Dipl.-Ing. und Dipl. Farbdesignerin aus München, gibt im Interview mit der DBL Antworten.

Frau Kocourek, wie wichtig ist heute ein stimmiges Raumkonzept, damit sich Gäste, Kunden und Mitarbeiter wohlfühlen?

Im Geschäftsumfeld ist es immer wichtiger, dass man sich freundlich und angenehm empfangen fühlt. Doch oft wird in der Architektur in öffentlichen Räumen sehr gradlinig, nüchtern und kühl gestaltet. Zum Einsatz kommen dabei glatte Flächen aus Chrom und Glas, dazu kalte Farben wie weiß, schwarz, grau oder blau. Für eine schöne Raumatmosphäre braucht es aber Gegensätze wie sie uns oft auch die Natur vorgibt. Hell und Dunkel. Kalt und warm. Ein stimmiges Raumkonzept benötigt beide Komponenten - eben spannende Kontraste.

Gibt es bei den Deutschen Farbvorlieben? Wenn ja, welche Farben werden bevorzugt?

Jeder Mensch hat farbliche Vorlieben oder Abneigungen. Insbesondere bei der Raumgestaltung von Geschäftsräumen ist individueller Farbgeschmack jedoch problematisch, da die eigene Lieblingsfarbe in Kombination mit einer anderen Farbe nicht immer den gewünschten visuellen Effekt bringt. Ein Grund, warum man bei der Gestaltung mit Farben diese gerne durch Begriffe wie freundlich, hell oder kühl ersetzt. In Deutschland wird bei der Gestaltung gerne Grau eingesetzt - insbesondere wenn sich gleich mehrere Personen auf eine Farbe einigen sollen... Hier würde ich mir manchmal etwas mehr Mut zur Farbe wünschen.

Welche Farben werden denn auf "dem Boden" gerne eingesetzt? Und warum?

Auch beim Bodenbelag überwiegt die Graupalette - ob nun bei Teppich, Fliesen oder auch bei Schmutzfangmatten. Einmal sicherlich aus praktischen Gründen, denn es soll ja langfristig sauber aussehen und man darf nicht jeden Schritt drauf sehen. Ich finde es jedoch deutlich aparter, wenn man hier auch mit anderen Farbtönen arbeitet. Sicherlich sollten aus praktischen Gründen beim Bodenbelag keine sehr hellen Farben wie Gelb oder Orange verwendet werden. Allerdings gibt es einen Hellbezugswert, ein Maß für die Helligkeit von Oberflächen. Dieser Farbtonskala von hell nach dunkel kann man jeden Farbton zuordnen. Wählt man einen Wert zwischen 20 und 40, dann hat man einen relativ dunklen Farbton, der ebenfalls weniger schmutzempfindlich ist. Das funktioniert gut mit Blau, Grün, Rot. Schmutzfangmatten, die ja sehr häufig eingesetzt werden, wirken übrigens optisch harmonischer, wenn sie eine ähnliche Helligkeit wie der restliche Boden haben.

Thema Schmutzfangmatten, welche Farbkombinationen wirken denn einladend?

Gerade in Eingangsbereichen braucht es manchmal besondere Hingucker - das kann beispielsweise mit Logomatten oder auch gut mit Designmatten gelöst werden. Für mich zählt immer die harmonische Gestaltung. Hier kann fast alles funktionieren, wenn man die Menge der eingesetzten Farben beachtet. Es überrascht mich immer wieder, welche Farbkombinationen sich in der Natur finden. Ein violetter Krokus im weißen Schnee. Zum Grün eine rote Tulpe oder eine gelbe Narzisse - es gilt, solch optisches Highlight als Farbtupfer auch in das Design zu übersetzen. Das schafft auch die gewünschten Kontraste.

Und welches Design passt wohin?

Als Blickfang schlage ich meinen Kunden gerne einen schönen Rotton als Matte im Entree vor. Natürlich hängt der Farbauftritt, der auf dem Boden beginnt, auch immer vom jeweiligen Business ab. Eine liebliche Parfümerie sollte bereits im Eingangsbereich anders gestaltet sein als ein sportliches Autohaus. Während bei ersterer die fröhliche Designmatte punktet, wirkt sie woanders eher deplatziert. Die Frage ist immer: Wie tickt mein Business? Und das tickt doch sicher nicht immer nur grau...
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