Dienstag, 30. August 2016


Hamburger Dachdecker: Steife Brise Höhenluft hilft beim Kennenlernen

Mit einem Praktikum das „Handwerk ganz oben“ kennenlernen

(lifePR) (Hamburg, ) Dass die Freiheit über den Wolken wohl grenzenlos ist, hat schon ein bekannter Song beschrieben. Nicht ganz so hoch, aber durchaus mit den besten Aussichten (im wahrsten Sinne des Wortes) arbeitet das Dachdeckerhandwerk. Mal ausprobieren lohnt sich.

„Natürlich haben wir mehr drauf als nur Ziegel auf dem Dach zu verlegen“, klärt Dipl.-Kfm. Walter Wohlert von der Dachdecker-Innung Hamburg auf. „Unsere Arbeitsplätze reichen vom Fundament, das wir abdichten, über die Fassade, die wir energetisch optimieren bis zur Solaranlage auf dem Dach“.

Die beste Möglichkeit, diese Vielfalt kennenzulernen ist, bei einem Praktikum mal die Höhenluft des Dachdeckerhandwerks zu schnuppern. Aber Vorsicht: Es besteht durchaus „Suchtgefahr“, wie der Hauptgeschäftsführer der Dachdecker-Innung schmunzelnd meint.

Auch wenn ein Praktikum bei einem Dachdeckerbetrieb natürlich nicht gleich am ersten Tag auf dem Hochhausdach startet, ist für viele Schülerinnen und Schüler die „Erstbesteigung“ eines Hausdaches durchaus beeindruckend. Sicherheit ist in diesem Handwerk oberstes Gebot. Das gilt nicht nur bei der Arbeit auf dem Dach, sondern für jede der vielen Tätigkeiten der Dachdecker. Zum Alltag gehört der Umgang mit Gasbrennern, Blechscheren, Sägen, und Schraubern, das Arbeiten mit Kraneinsatz und Schrägaufzug. Auch wenn Sportlichkeit zu diesem Gewerk gehört wie der Schieferhammer – Dachdecker sind nicht unbedingt muskelstrotzende Handwerker, sondern echte Hand- und Kopfwerker. Denn ganz gleich, an welchem Bauteil des Hauses Dachdecker gerade arbeiten: Sie befassen sich mit einem Unikat. Und das muss so individuell bearbeitet wie vorab berechnet werden.

Welche Wärmedämmung ist für das Bauteil am besten geeignet, wie dick muss die Dämmung sein, um die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV zu erfüllen? Wie wird das Dachfenster so eingebaut, dass keine Wärmebrücken entstehen können, die in der Folge die Tauwasserbildung begünstigen? Wie funktioniert die Lastabtragung der Dachunterkonstruktion? Welche Metalle können miteinander kombiniert werden?

Das Praktikum gibt einen ersten Einblick in den Alltag dieses Handwerks, das schon über 800 Jahre alt ist, aber auch die Zukunft der Städte mit Maßnahmen zur Energieeffizienz, mit Solartechnik und mit begrünten Dächern als Kleinbiotope aktiv mitgestaltet. Und vor allen Dingen dafür sorgt, dass dringend benötigter Wohnraum geschaffen wird und lebenswert ist.

Übrigens entscheiden sich auch immer mehr Mädchen für dieses Handwerk „ganz oben“. Denn das Beraten schon in der Planungsphase und das Gestalten eines Hauses, das noch in 50, 80 oder 100 Jahren bestehen soll, fasziniert. Und für so manche Dachdecker-Meisterinnen oder Dachdecker-Meister war die Ausbildung der erste Schritt zum späteren Architektur- oder Ingenieurstudium. Die Dachdecker-Karriere endet eben nicht auf der obersten Lage der Dacheindeckung.

Praktikumsplätze bieten viele Dachdecker-Innungsbetriebe an. Die Adressen dieser Betriebe gibt es bei der Dachdecker-Innung in Hamburg oder im Internet unter www.dachdecker.-innung-hamburg.de

Noch mehr Infos zu Ausbildung und Beruf gibt es über den Link www.DachdeckerDeinBeruf.de
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Über Dachdecker-Innung Hamburg

Der Dachdecker-Innung Hamburg gehören rund 100 Fachbetriebe des Dachdeckerhandwerks an. Sie können die verschiedenen Dienstleistungen im Bereich der Aus- und Fortbildung, der Schlichtung, der betriebswirtschaftlichen und technischen Beratung sowie der arbeitsrechtlichen Beratung in Anspruch nehmen.

Desweiteren gehören der Dachdecker-Innung 39 Gastmitglieder aus Handel und Industrie an.

Obermeister der Dachdecker-Innung Hamburg ist Marco Zahn, Hauptgeschäftsführer ist der Dipl.-Kfm. Walter Wohlert.

Das Verwaltungsgebäude befindet sich am Barmbeker Markt 19 und ist bequem mit der U-Bahn zu erreichen.

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