Montag, 05. Dezember 2016


Megatrend Environment: Wie Continental Nutzfahrzeuge umweltfreundlicher macht

(lifePR) (Hannover, ) .
- Sensoren ermitteln Bestandteile von Kraftstoff und Abgas
- AdBlue Injektoren und Schlauchsysteme für saubere SCR-Technologie
- Weniger Gewicht durch Kunststoffkolben in Luftfedersystemen

Mehr Fahrleistung, weniger Kraftstoffverbrauch - Nutzfahrzeuge und Lieferfahrzeuge werden seit Jahren immer umweltfreundlicher. Doch die Anforderungen steigen weiter und fordern die Hersteller und ihre Entwicklungspartner. Der internationale Automobilzulieferer Continental hat schon heute eine Vielzahl von umweltschonenden Komponenten und Systemen im Programm. Und die Entwickler arbeiten an weiteren Technologien, um Fahrzeuge noch sauberer zu machen. Dabei spielen Kraftstoffsensoren und AdBlue Injektoren eine ebenso wichtige Rolle wie beheizbare Leitungen für die Selective Catalytic Reduction-Technologie (SCR), Luftfedersysteme mit Kunststoffkolben oder reibungsoptimierte Antriebsriemen. Auch eHorizon unterstützte Abstandsregeltempomaten, laufleistungsstarke Nutzfahrzeugreifen und clevere Mensch-Maschine-Schnittstellen machen Fahrzeuge umweltfreundlicher. "Continental bietet den Nutzfahrzeugherstellern eine Vielzahl von Lösungen, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen", sagt José A. Avila, Mitglied des Vorstands und Leiter Division Powertrain. "Unsere fünf Divisionen arbeiten dabei eng zusammen, um die einzelnen Systeme optimal miteinander zu vernetzen. Das ist ein klarer Vorteil für unsere Kunden."

Kraftstoffqualitätssensor arbeitet wie eine Art miniaturisiertes Kraftstofflabor

Ein Beispiel dafür ist der Kraftstoffqualitätssensor (Fuel Quality Sensor). Er ermittelt die wesentlichen Bestandteile wie den Schwefelanteil im Kraftstoff. Das ist wichtig, denn die Kraftstoffeigenschaften können den Wirkungsgrad, die Emissionen und die Haltbarkeit moderner Dieselmotoren stark beeinflussen. Continental hat inzwischen Muster seines neuen Kraftstoffqualitätssensors zum Test und zur Fahrzeugintegration an mehrere Nfz-OEM ausgeliefert.

Dieser Sensor bestimmt das veränderliche Diesel-Biokraftstoffgemisch im Tank und seine aktuelle Cetanzahl mit einer angestrebten Genauigkeit von ±5 % Biodiesel. Mit dieser Information kann die Verbrennungsstrategie und die Abgasnachbehandlung so angepasst werden, dass der Motor mit bestmöglicher Effizienz und bei geringsten Emissionen läuft. Um den Kraftstoff auf eine umfassende Liste von chemischen Bestandteilen untersuchen zu können hat Continental den Sensor basierend auf einem optischen Messprinzip entwickelt - eine Art miniaturisiertes Kraftstofflabor, das den optischen Fingerabdruck des Kraftstoffs erkennt und damit eine Feinabstimmung des Motormanagements ermöglicht. Zugleich erfasst der Sensor problematische Substanzen wie Schwefel, Wasser oder Ottokraftstoff im Diesel.

SCR-Kompetenz - vom Sensor bis zum beheizten Schlauchsystem

Eine zentrale Herausforderung ist die weitere Absenkung des NOx-Ausstoßes. Viele OEM setzen dabei auf SCR, denn damit lassen sich bis zu 97 % NOx-Reduktion erreichen. Bei SCR wird eine wässrige Harnstofflösung (AdBlue) in den Abgasstrom eingespritzt, um die Stickoxide in einem Katalysator in harmlosen Wasserdampf und natürlichen Stickstoff umzuwandeln. Continental liefert dafür wichtige Bausteine wie Software-Module für Ansteuerfunktionen im Rahmen des Katalysator-Managements. Ab 2013 gehen neu entwickelte AdBlue Injektoren mit Luftkühlung für den Light Duty-Einsatz in Serie. Parallel dazu entwickelt Continental eine wassergekühlte Ausführung für den LKW-Einsatz. Ebenfalls in der Entwicklung befindet sich ein Harnstoffsensor auf Ultraschallbasis, der den Harnstoffgehalt sowie den Füllstand im AdBlue Tank misst. Auch beheizbare Schlauchleitungsmodule gehören zur SCR-Systemkompetenz von Continental. Die von der Division ContiTech eigens für das SCR-Verfahren entwickelten beheizten Hochleistungsschläuche sorgen dafür, dass die Lösung nicht einfriert und bei jeder Temperatur sicher vom Tank zum Katalysator transportiert wird.

In künftigen Nutzfahrzeugen wird in vielen Fällen eine Kombination von SCR und Dieselpartikelfilter die Abgase reinigen. Da beide Aggregate vom heißen Abgas durchströmt werden, ist es wichtig, sie vor Überhitzung zu schützen. Continental hat dafür einen aktiven Hochtemperatursensor entwickelt, der besonders schnell und genau auf Temperaturveränderungen reagiert.

Und der neue Rußsensor von Continental überwacht den Abgasstrom nach dem Katalysator, um die korrekte Funktion der Abgasnachbehandlung für die On-Board-Diagnose zu bestätigen.

Weniger Gewicht und weniger Reibung verbessern den Umweltschutz

Für einen Quantensprung in Sachen Gewichtseinsparung sorgen Lkw-Luftfedern mit einem innovativen Kunststoffkolben von ContiTech. Durch den Einsatz eines speziellen Kunststoffs und die Nutzung einer neuen Simulationsmethode konnten bis zu 75 Prozent des Gewichts herkömmlicher Stahlkolben eingespart werden - pro Achse ist das ein Vorteil von bis zu zwölf Kilogramm. Kraftstoffeinsparungen lassen sich ebenso realisieren wie ein größerer Spielraum bei der Installation anderer Komponenten, ohne das Gesamtgewicht zu erhöhen oder die Nutzlast zu verringern. Ein positiver Nebeneffekt: Der Fahrkomfort wird deutlich verbessert. Erstmals kommt diese Innovation an den Antriebsachsen des neuen Actros von Mercedes-Benz zum Einsatz.

ContiLifeCycle macht Nutzfahrzeugreifen noch umweltverträglicher

Wie wichtig Gewicht und Reibung für die Umwelt sind zeigt sich auch bei den Reifen.

95 Prozent aller CO2-Emissionen im Produktlebenszyklus von Reifen entstehen während der Nutzungsphase, nur ca. 5 Prozent während der Herstellung und Bereitstellung. Mit dem ContiLifeCycle-Programm trägt Continental nachhaltig zur Umweltverträglichkeit von Nutzfahrzeugreifen bei. Hochwertige Karkassen machen mehrere Reifennutzungszyklen entweder im Heißrunderneuerungsverfahren mit ContiRe oder mit ContiTread in der Kaltrunderneuerung möglich. Als Ergänzung für dieses Konzept baut Continental in Hannover eine neue Produktionsstätte für runderneuerte Lkw- und Bus-Reifen sowie eine Recycling-Anlage für Gummi aus gebrauchten Reifen. Dafür investiert das Unternehmen mehr als 10 Millionen Euro und schafft mehr als 100 Arbeitsplätze. Continental verfolgt mit der neuen Recycling-Anlage einen neuartigen Ansatz für die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Weiterverarbeitung von Altreifen.

Weitere Bausteine, um Lkw und Busse umweltfreundlicher zu machen sind spezielle Antriebsriemen: Der langlebige Keilrippenriemen CONTI® HEAVY DUTY POWER senkt dank seiner speziellen EPDM-Gummimischung den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen. Durch den Einsatz des hochbiegeflexiblen CONTI® UNIPOWER ECO2-FLEX kann die Verlustleistung im Nebenaggregatetrieb und somit ebenfalls der Kraftstoffverbrauch und der Kohlendioxidausstoß noch weiter reduziert werden.

Nutzfahrzeughersteller, die auch bei der Innenausstattung der Kabinen den Umweltschutzgedanken verfolgen, steht das natürliche Bezugsmaterial Acella® Eco natural der ContiTech-Tochter Benecke-Kaliko zur Verfügung. Es besteht zu 50 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und hat sich im Pkw-Bereich schon bewährt.
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