Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Demokratisierung durch Kunst? Citizen Art Days market place #6

Künstlerpräsentation in der nGbK / Entwurfs- und Videoworkshop zum Astrogarten

(lifePR) (Berlin, ) Künstlerpräsentation
Donnerstag, 19. März 2015 von 19 - 21 Uhr in der nGbK, 1. OG

Die Veranstaltung stellt die Künstler/innen-Initiativen Arquitectura Expandida und Ojo al Sancocho vor, die 2014 in einem Wettbewerb der Stadt Bogotá und des Goethe Instituts ausgezeichnet wurden. Beide setzen sich für eine Weiterentwicklung der Demokratie durch Integration von marginalisierten Bürgergruppen ein. Am 19. März präsentieren sie ihre Arbeitsansätze mit ihren partizipativen und sozialen Strategien, die interessante Vergleiche zur Kunstpraxis in Berlin und der Bundesrepublik ermöglichen.

Kunst-Projekte aus Kolumbien präsentieren sich in Berlin:
  • Arquitectura Expandida ist ein Kollektiv von Architekt/innen, Künstler/innen und Soziolog/innen, das u. a. in der Favela San Christóbal Projekte realisiert. Neben Workshops zur sicheren Bauweise der Häuser oder der Schaffung von Sportplätzen, initiierten sie das allegale Regenhaus, ein Community-Projekt, das hohe künstlerische Qualitäten im Miteinander sowie in der Ausführung des Gebäudes aufweist. Gast: Felipe Gonzalez
  • Ojo al Sancocho ist ein interdisziplinäres Kollektiv aus Filmschaffenden und sozial engagierten Bürger/innen, die in der Favela Ciudad Bolívar mit Anwohner/innen, aber auch internationalen Fil-memacher/innen ein alternatives Filmfestival - das Festival internacional de cine y video alternativo y comunitario »Ojo al Sancocho« - organisiert haben, sowie Workshops zur Filmproduktion auf allen Ebenen anbietet. Die Vermittlung von Film durch das Festival wird in Schulen und Bürgerhäusern durchgängig weitergeführt. Gast: Daniel Bejarano
Podiumsgespräch:

Im Anschluss an die Projektpräsentationen moderiert Elfriede Müller (Büro für Kunst im öffentlichen Raum) ein Podiumsgespräch mit den Gästen, sowie mit Tobias Hering (Filmkurator) und Kerstin Polzin (Künstlerin).

Die Veranstaltung findet in Deutsch und Spanisch (mit Übersetzung) statt.

Veranstalter:
Citizen Art Days (Stefan Krüskemper, María Linares, Kerstin Polzin)
In Kooperation mit: Goethe Institut Bogotá, Büro für Kunst im öffentlichen Raum Berlin.
www.citizenartdays.de/Demokratisierung-durch-Kunst

Entwurfs- und Videoworkshop
Freitag, 20. März, 17 - 19 Uhr, Samstag, 21. März, 14 - 17 Uhr, Sonntag, 22. März, 11 - 14 Uhr

Die Citizen Art Days in Zusammenarbeit mit Ton Stein Gärten e.V. planen einen Nutzgarten am Skalitzerpark und laden zur Konkretisierung eines Astrogarten-Entwurfs ein.
Beim Entwurf und der Visualisierung unserer ganz konkreten Vorstellung eines Nutzgartens unterstützt uns der Architekt Felipe Gonzalez von »Arquitectura Expandida«. Parallel bietet der Filmemacher Daniel Bejarano von »Ojo al Sancocho« einen Videoworkshop an. Es sind keine technischen Vorkenntnisse notwendig.

Was ist der Astrogarten?

Es ergibt schon Sinn, das Gemüse, das wir essen wollen, wenigstens teilweise in unserer direkten Umgebung selbst anzubauen. Die sonnenbeschienene Brandwand der Mariannenstr. 46/Ecke Skalitzer Str. und/oder Bereiche des angrenzenden Parks wären dafür bestens geeignet. Deshalb laden wir Euch, liebe Nachbarinnen und Nachbarn, alle an diesem Ort am Gärtnern Interessierte, zu einem Workshop ein.
Wie könnte ein gestapelter Garten aussehen? Wie bewässern wir ihn? Welche Form der gemeinschaftlichen Nutzung lässt sich denken?

Der Workshop findet in Deutsch und Spanisch (mit Übersetzung) statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich!
Bitte an anmeldung@citizenartdays.de Namen und für Rückfragen eine Telefonnummer senden, sowie genaue Angabe der einzelnen Tage, an denen Sie teilnehmen, oder den Hinweis, dass Sie sich für den gesamten Zeitraum anmelden..

Weitere Infos: www.citizenartdays.de/CAD-market-place-6

Veranstalter:
Citizen Art Days (Stefan Krüskemper, María Linares, Kerstin Polzin)
In Kooperation mit: Goethe Institut Bogotá
www.citizenartdays.de
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Website Promotion

Citizen Art Days

Die Citizen Art Days bieten eine künstlerische Plattform, die Bürger, Künstler und Stadtakteure zusammenbringt, um spezifische, gemeinsame Probleme anhand künstlerischer Strategien zu lösen.

Der öffentliche Raum ist der Ort des Miteinander-­Seins, der Ort an dem soziale Kommunikation und Demokratie im Konkreten stattfinden. Wahrzunehmen ist das zunehmende Interesse der Bürger_innen, weltweit an Gestaltungsprozessen partizipativ teilzunehmen. Dem stehen ein nur eingeschränktes Repertoire an Beteiligungsformen, ein Unverständnis der beteiligten Akteure untereinander, die zunehmende Abschottung von Lebenswelten und das Auseinanderdriften der Milieus gegenüber. Die Citizen Art Days sind von der Überzeugung getragen, dass Kunstprojekte, die in der Zusammenarbeit von Bürgern, Künstlern und städtischen Akteuren verwirklicht werden, ein geeigneter Ansatz sind, diese negativen Entwicklungen in der Stadt kreativ und mit selbstentwickelten Maßstäben entgegenzuwirken.

Die Vision der CAD besteht darin, Bürger_innen anhand künstlerischer Strategien eine Teilnahme und Teilhabe an der Formung des Öffentlichen und dem Umbau unserer Gesellschaft zu eröffnen, so dass diese Mitgestaltung sich für jeden zu einer Selbstverständlichkeit entwickelt und sich in den Alltag jedes Einzelnen weiter entfalten kann. Schwerpunkte sind u.a. Postwachstumsökonomie, Nachhaltigkeit und Miteinander im öffenltichen Raum.

Die CAD bieten in Berlin seit 2012, in einem verdichteten Zeitraum von 5 -10 Tagen, Workshops, Vorträge, Dialogformen, Aktionen und Performances, Diskussionen sowie Stadterkundungen. Erprobt werden neue Beteiligungsformen, die die kreativen Potentiale von Bürger_innen, Stadtakteure und Künstler_innen zur Formung des gemeinsamen Öffentlichen aktivieren.

Die Citizen Art Days wurden initiiert und kuratiert von den Künstler_innen Stefan Krüskemper, María Linares und Kerstin Polzin. Sie entwickeln Projektformate unter Einbeziehung von externen Projektpartnern. Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung und partizipative Ausformung ideeller (Kunst-)Räume, die allen Beteiligten erweiterte Möglichkeiten der Erprobung und Gestaltung bietet.

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