Samstag, 20. Dezember 2014


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Wieczorek-Zeul: Afrika ist in Bewegung, wir können helfen, Gutes zu bewirken

Bundesentwicklungsministerin im Bundestag

(lifePR) (Berlin, ) In ihrer Rede zur entwicklungspolitischen Afrikadebatte unterstrich Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul im Bundestag die Herausforderungen, aber auch die großen Chancen für die Entwicklung des Kontinents (es gilt das gesprochene Wort!):

„Afrika ist in Bewegung und wir können helfen, diese Bewegung zu nutzen und Gutes bewirken. Stetiges Klagen und andauernder Afrika-Pessimismus sind fehl am Platz. Die Erfolge in der Entwicklung Afrikas dürfen nicht klein geredet werden und so kann man nicht oft genug daran erinnern: Dank des Schuldenerlasses können nun 20 Millionen Kinder in armen Ländern mehr zur Schule gehen.

Tansania nutzt die Ersparnisse aus dem Schuldenerlass, um Ausgaben für Bildung und Gesundheit zu erhöhen. Die öffentlichen Gesundheitsausgaben des Landes haben sich in vier Jahren mehr als verdoppelt. Durch Abschaffung von Grundschulgebühren, den Bau von knapp 2500 neuen Grundschulen und die Einstellung von 28.000 zusätzlichen Lehrern konnten praktisch von einem Tag auf den andern schätzungsweise 1,6 Millionen zusätzlich Kinder eingeschult werden. Die Einschulungsrate liegt inzwischen bei 95%.

Typisch für Afrikas Zukunft sind nicht Diktatoren im Endstadium, sondern viele kreative Menschen und Persönlichkeiten wie Desmond Tutu, Nelson Mandela oder Kofi Annan oder die neue Politikergeneration wie die erste Präsidentin des afrikanischen Kontinents Ellen Johnson-Sirleaf in Liberia oder der ghanaische Präsident John Agyekum Kufuor.

Gewiss gibt es große Herausforderungen, die in Afrika zu bestehen sind. Vor wenigen Tagen erst bin ich aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt. Diktatur, Krieg, Korruption und Ausbeutung haben dem Land unsägliches Leid gebracht.

Seit letztem Jahr aber hat das Land eine gewählte Regierung. Neue Perspektiven wachsen. Deutschland hat geholfen, die Wahlen zu sichern. Dennoch ist die Demokratische Republik Kongo noch nicht über den Berg. Nun geht es darum, die Menschen in ihren positiven und zukunftsweisenden Anstrengungen zu unterstützen. Ich habe ausdrücklich an Regierung und Opposition appelliert, um der Menschen Willen zu kooperieren und das Land aufzubauen.

Damit die Menschen nach dem Krieg die Dividende des Friedens wirklich und handfest erleben können, habe ich einen „Friedensfonds“ für die DR Kongo in Höhe von 50 Mio. Euro für mehrjährige Maßnahmen in Aussicht gestellt. Damit soll schnell Infrastruktur in den Bereichen Wasser und Gesundheit aufgebaut werden. Damit wird schnell Beschäftigung insbesondere von Jugendlichen geschaffen.

Afrika braucht unsere Unterstützung und wir werden die Versprechen, die wir bereits – nicht zuletzt in Gleneagles - gegeben haben, einhalten. Von Heiligendamm muss das deutliche Signal ausgehen, dass wir – Deutschland und die anderen G8-Staaten – zuverlässige, ehrliche Partner für Afrika sind und bleiben. Geben wir den Menschen in Afrika eine faire Chance – Afrika wird sie nutzen und so können wir zu unser aller Nutzen die globale Partnerschaft stärken.“
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