Donnerstag, 27. November 2014


5. Weltverkehrsforum in Leipzig vom 2. - 4. Mai

Ramsauer: Verkehr der Zukunft - sicher und innovativ

(lifePR) (Berlin, ) Antworten auf aktuelle Herausforderungen in der Verkehrspolitik suchen Verkehrsminister aus den 54 Mitgliedsstaaten des Weltverkehrsforums von 2. bis 4. Mai auf ihrem 5. Gipfeltreffen in Leipzig.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer eröffnet den Kongress am 2. Mai:

"Für mein Haus stehen insbesondere zwei Prämissen an - Der Verkehr der Zukunft muss sicher und innovativ sein."

So beraten die Teilnehmer unter anderem über die Sicherheit von Kreuzfahrtschiffen, neue Richtlinien zur Pirateriebekämpfung und das Krisenmanagement im Luftverkehr.

"Gefahren für den Personen- und Güterverkehr enden nicht an Ländergrenzen, sondern erfordern ein international abgestimmtes Vorgehen. Deshalb werde ich den Schwerpunkt auf dem Weltverkehrsforum in diesem Jahr ganz klar auf das Thema Sicherheit legen", kündigte Ramsauer im Vorfeld an.

In Leipzig wird Ramsauer ein Maßnahmenpaket zur Sicherheit von Kreuzfahrtschiffen vorstellen und bei den Verkehrsministern um Unterstützung für die deutschen Vorschläge werben. Internationale Richtlinien für die Sicherheit auf hoher See wurden erstmals nach dem Untergang der Titanic vor einhundert Jahren eingeführt.

"An Bord der Titanic waren 2200 Menschen. Heute bieten die größten Kreuzfahrtschiffe Platz für bis zu 10.000 Personen und fahren auch in entlegene Gebiete wie polare Regionen. Je größer die Schiffe und der Abstand zur Küste, desto schwieriger wird im Notfall die Rettung der Passagiere", begründete Ramsauer seinen Vorstoß.

Durch die Einführung verpflichtender Simulationen solle sichergestellt werden, dass eine Evakuierung der Ozeanriesen so optimal wie möglich durchgeführt werden kann und sowohl neue als auch bereits in Betrieb befindliche Schiffe in kürzester Zeit von den Passagieren und Besatzungen verlassen werden können - ohne dass dazu gefährliche Übungen durchgeführt werden müssen.  Auch die zuletzt vor 30 Jahren überarbeiteten Vorschriften für Rettungsmittel müssten an den Stand der Technik und an eine eher zielorientierte als starre Vorgehensweise angepasst werden

"So ist auch eine schnellere Umsetzung von innovativen Lösungen möglich. Notwendig sind auch die verstärkte Nutzung digitaler Seekarten sowie die Bereitstellung von grundsätzlich mehr Rettungswesten als Passagieren an Bord. All diese Vorschläge möchte ich auf dem Weltverkehrsforum meinen Ministerkollegen vorstellen, um möglichst schnell zu einem noch besseren internationalen Sicherheitsstandard für Kreuzfahrtschiffe zu kommen", so Ramsauer.

Die Verkehrsminister der Alpenländer kommen ebenfalls am 2. Mai zu einer Konferenz zusammen. Seit zehn Jahren verfolgen die Staaten mit ihrer Zusammenarbeit im sogenannten Zürich-Prozess das Ziel, den Verkehrsfluss im Alpenraum zu verbessern und die Straßenverkehrssicherheit insbesondere in Tunneln zu erhöhen. In Leipzig wird sich die Zürich-Prozess-Gruppe neue Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Umwelt und Schienenverkehr setzen und Liechtenstein als neues Mitglied aufnehmen.

Turnusgemäß übernimmt Deutschland für die nächsten zwei Jahre die Präsidentschaft von der Schweiz.

Zu den Workshops und Podiumsdiskussionen, die zum Thema "Nahtloser Verkehr - Verknüpfungen schaffen" stattfinden, werden rund 1000 Teilnehmer in Leipzig erwartet; unter anderem geht es dabei um die Zukunft des Reisens im Zeitalter von Internet und Smartphones. Bundesverkehrsminister Ramsauer wird am Donnerstag gemeinsam mit der Sächsischen Energieagentur den Startschuss für eine neue Aktion in der Elektromobilität-Modellregion Sachsen geben:

"Mit dem Smartphone vom Hybridbus zum Elektro-Mietwagen."

Neben den Ministergesprächen am Runden Tisch stehen in Leipzig auch bilaterale Gespräche mit einer Reihe von Staaten auf dem Programm; außerdem werden Deutschland und Korea ein Abkommen zur Zusammenarbeit im Schifffahrtsbereich unterzeichnen. Mit einer feierlichen Aufnahmezeremonie werden China und Chile als neue Mitglieder im Kreis der Gipfelteilnehmer begrüßt. Die Zahl der Mitglieder steigt damit auf 54 Staaten. Zusätzlich kommen als Gäste noch Vertreter aus Asien, Südamerika und dem arabischen Raum nach Leipzig. Am letzten Veranstaltungstag übernimmt Norwegen turnusgemäß die einjährige Präsidentschaft von Japan.
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