Freitag, 02. Dezember 2016


Unternehmen wollen familienbewusste Arbeitszeitmodelle weiter ausbauen

Bundesfamilienministerium und Bundesverband der Personalmanager veröffentlichen Ergebnisse einer Umfrage unter 3.000 Personalverantwortlichen

(lifePR) (Berlin, ) Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte setzen Unternehmen in Deutschland immer stärker auf familienbewusste Arbeitszeitmodelle. Das zeigt eine Umfrage, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit dem Bundesverband der Personalmanager im Rahmen des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie" umgesetzt hat. Ergebnis: Fast drei Viertel der befragten Unternehmen wollen ihre familienbewussten Arbeitszeitmodelle ausbauen.

"Familienbewusste Arbeitszeitmodelle sind ein Gewinn für Unternehmen und Beschäftigte", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Für berufstätige Eltern sind sie ein unverzichtbarer Baustein dafür, Beruf und Familie vereinbaren zu können. Unternehmen positionieren sich damit als familienfreundliche Arbeitgeber. Insbesondere der Blick auf die Arbeitszeit-Unterschiede von Frauen und Männern zeigt: Zu oft können nur diejenigen wirklich Karriere machen, denen zuhause jemand den Kühlschrank füllt und den Nachwuchs versorgt. Eine Aufwertung von Teilzeitarbeit im Arbeitsrecht würde vielen Frauen die Vereinbarkeit von Karriere und Familie deutlich erleichtern."

Mit familienbewussten Angeboten reagieren die Betriebe auf eine steigende Erwartungshaltung bei vielen Müttern und Vätern: Neun von zehn Unternehmen bestätigen, dass sich Eltern zunehmend wünschen, die Arbeitszeiten nach ihren Vorstellungen gestalten zu können. Der größte Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Personalverantwortlichen bei flexiblen Arbeitszeitmodellen für Führungskräfte.

Drei Viertel der befragten Unternehmen haben ihre Angebote deshalb bereits deutlich ausgebaut. Auch kleinere Unternehmen setzen immer stärker auf familienbewusste Angebote. 67 Prozent der befragten Personalverantwortlichen aus Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten gaben an, dass sie ihre familienfreundlichen Maßnahmen erweitert haben. Somit besteht beim Angebot familienbewusster Arbeitszeiten kaum noch ein bedeutsamer Unterschied zwischen kleineren und größeren Unternehmen. Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie unter www.erfolgsfaktor-familie.de <http://www.erfolgsfaktor-familie.de>.

Mit dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie" setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)) und dem Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Das Unternehmensprogramm bündelt Informationen rund um das Thema Familienfreundlichkeit in Unternehmen. Es bietet Erfolgsbeispiele und Erfahrungsberichte von Unternehmen, die mit innovativen Maßnahmen eine familienbewusste Personalpolitik praktizieren. Darüber hinaus steht in der Wissensplattform unter www.erfolgsfaktor-familie.de <http://www.erfolgsfaktor-familie.de> eine breite Auswahl an Praxisbeispielen, Studien und Ratgebern zur Verfügung.
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