Samstag, 10. Dezember 2016


Handeln, bevor etwas passiert

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und NRW-Innenminister Ralf Jäger besuchen Projekt zur Radikalisierungsprävention

(lifePR) (Berlin, ) Heute (Montag) haben Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und NRW-Innenminister Ralf Jäger gemeinsam das Modellprojekt "Extremismus - nicht mit UNS" des Sportvereins Genc Osman in Duisburg besucht.

Im Fokus steht hierbei der Austausch mit den Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren. Der SV Genc Osman betreibt ein Jugendzentrum. Hier werden im Rahmen der freizeitpädagogischen Arbeit mit den Jugendlichen auch Themen wie Extremismus und Radikalisierung bearbeitet.

Das Modellprojekt "Extremismus - nicht mit UNS" beschäftigt sich mit Radikalisierungsprävention bei Jugendlichen. Der Träger bietet zudem religiöse und politische Bildung sowie Sozialkompetenztrainings mit freizeitpädagogischen Angeboten, die die Jugendlichen auffangen und stärken. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit".

"Das Projekt 'Extremismus - nicht mit UNS' ist ein Beispiel, wie Radikalisierungsprävention funktioniert: Indem man mit Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe spricht. Mit ihnen diskutiert und sie ernst nimmt. Wir müssen dafür sorgen, dass sich junge Menschen gar nicht erst radikalisieren", erklärte Bundesjugendministerin Schwesig.

"Aufgeklärte und informierte Menschen sind der beste Schutz vor Extremismus. Wir müssen die Jugendlichen immun machen gegen die Einflüsterungen extremistischer Fanatiker", ergänzt NRW-Innenminister Jäger.

Bundesministerin Schwesig und Landesinnenminister Jäger haben vereinbart, sich bei der Präventionsarbeit auch weiterhin eng abzustimmen. Wichtig dabei ist die Vernetzung des Bundesprogramms "Demokratie leben" mit den in NRW bestehenden Programmen wie "Wegweiser" und "Ausstiegsprogramm Islamismus".

"Gemeinsames Ziel ist es, zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Vielfalt bei jungen Menschen zu unterstützen. Das soll durch umfassende Angebote wie Bildungs-, Aufklärungs-, Beratungs- und Aussteigerprojekte passieren, um so dem gewaltbereiten Islamismus präventiv entgegen zu treten", so Manuela Schwesig.

"Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern ist elementar, wenn es um die Radikalisierungsprävention geht. Alle müssen an einem Strang ziehen, um diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu meistern."

Minister Jäger erklärt: "Prävention ist ein Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit dem extremistischen Salafismus. Genau hier wirkt unser Präventionsprogramm.

Mit "Wegweiser" sind wir auf dem richtigen Weg. Die hohe Nachfrage zeigt: Das Konzept hat sich voll bewährt".

Damit bekräftigen die Bundesjugendministerin und der Landesinnenminister ihre enge Zusammenarbeit. Sie setzen dabei auf die Stärkung lokaler Akteure, die Ausweitung und Verbesserung individuell zugeschnittener Ausstiegsangebote und auf eine umfassende Koordination und Vernetzung. Besonders wichtig ist dabei die Stärkung und Einbindung der muslimischen Zivilgesellschaft sowie die Förderung praxisrelevanter Forschung.
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