Donnerstag, 29. September 2016


Landwirtschaft im Mittelpunkt der deutsch-chinesischen Regierungszusammenarbeit

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt startet Agrardialog mit China

(lifePR) (Berlin, ) Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit soll auch in Zukunft weiter verstärkt werden. "Der Agrarsektor ist in den Mittelpunkte der strategischen Zusammenarbeit der Bundesregierung mit der Volksrepublik China gerückt. Mit dem Start des deutsch-chinesischen Agrarzentrums hat diese Zusammenarbeit nun eine Telefonnummer. Wir können hier in fast allen Bereichen vom Acker bis auf den Teller, von der Tierzucht bis hin zu landwirtschaftlichen Technologien, Erfahrungen einbringen. Damit leisten wir einen Beitrag zur Modernisierung und Nachhaltigkeit der Landwirtschaft. Jetzt ist die Zeit hohe Standards für den Verbraucherschutz zu befördern", so Bundesminister Schmidt.

Nach der Eröffnung des deutsch-chinesischen Agrarzentrums am Montag in Peking vereinbarten BM Schmidt und sein chinesischer Kollege Han Changfu die Fortsetzung des agrarpolitischen Dialoges bereits für den Herbst dieses Jahres. Im Mittelpunkt solle dabei die Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung in der gesamten Lebensmittel-Produktionskette stehen.

"Wir wollen mit unserer hervorragend aufgestellten Agrarforschung eng mit unseren Partnern auf chinesischer Seite zusammenarbeiten. Dies betrifft unter anderem den Bereich der Schädlingsbekämpfung." So werde es noch im Sommer ein Expertentreffen zur besseren Bekämpfung der Kirschessigfruchtfliege geben.

"Außerdem werden wir unsere chinesischen Partner mit Erfahrungen und Know-How im Ökolandbau unterstützen. Dabei ist mir die Zertifizierung von Bio-Produkten, die für den Export bestimmt sind besonders wichtig. In diesem Bereich ist Deutschland weit vorangeschritten", betonte der Bundeslandwirtschaftsminister. "Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auch in Zukunft darauf verlassen können, dass ökologische Produkte in dem rasant wachsenden Markt tatsächlich nach den hohen und nachhaltigen Standards produziert wurden."

Auch eine nachhaltige Tierhaltung soll im Rahmen des regelmäßigen agrarpolitischen Austausches thematisiert werden. "Wenn es darum geht, Standards zu etablieren, müssen wir auch über den Tierschutz sprechen." Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland legen großen Wert auf nachhaltige Produktionsweisen, zum Beispiel bei Daunen und Angorawolle. Hier sei China ein relevanter Exportpartner. "Die Seidenstraße ist heute keine Einbahnstraße mehr, das ist gut so, setzt aber auch eine hohe Produktions- und Produktqualität voraus."

Bei der Unterzeichnung eines Abkommens mit dem chinesischen Minister für Lebensmittelsicherheit, Bi Jinquan, betonte Schmidt: "Wir bauen derzeit ein Netzwerk mit den chinesischen Behörden für Lebensmittelsicherheit auf. Hier gibt es in China unterschiedliche Zuständigkeiten und Ansprechpartner, die wir im Rahmen unserer Vereinbarung besser kennenlernen wollen, um schnell reagieren zu können, wenn es Schwierigkeiten geben sollte." Schmidt unterstrich, dass sich speziell beim Babymilchpulver beide Seiten zu höchsten Sicherheitsstandards bekennen und warb für das Offenhalten des chinesischen Marktes für deutsche Anbieter.

Zum ersten Mal seit 2006 hat ein Bundeslandwirtschaftsminister die Volksrepublik China besucht. Anlass der Reise vom 22. bis 24. März in Peking war die Eröffnung des deutsch-chinesischen Agrarzentrums. Das Kooperationsprojekt dient als Dialogplattform und wird Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen und als zentrale Anlauf-, Informations- und Koordinierungsstelle für die bilaterale Kooperation im Agrar- und Ernährungsbereich zwischen Deutschland und China dienen.

Das DCZ wird mit Beratungs- und Vernetzungsangeboten für politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger beider Länder einen Beitrag zur Modernisierung der chinesischen Landwirtschaft und zur Bewältigung von Herausforderungen für die Ernährungssicherung leisten.
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