Montag, 05. Dezember 2016


Bundesminister Schmidt zu Besuch in der Schulmensa

"Schulen sind ein idealer Ort für Ernährungsbildung und gesundes Essen"

(lifePR) (Berlin, ) Bundesernährungsminister Christian Schmidt hat sich heute im niedersächsischen Meinersen einen Eindruck von der Schulverpflegung in einem Ganztagszentrum verschafft. "Neben den Familien sind Schulen der ideale Ort für die Themen Ernährungsbildung und gesundes Essen. Durch den Ausbau zu Ganztagsschulen gewinnen die Schulen als Lebens- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche immer mehr an Bedeutung", sagte Schmidt in der Mensa des Schulzentrums. Die Schulmensa in Meinersen zeige eindrucksvoll, wie eine gute Schulverpflegung funktionieren kann.

Im November hatte Schmidt in Berlin eine neue Qualitätsoffensive für ein gesundes Schulessen ausgerufen und eindringlich für eine gemeinsame Strategie von Bund, Ländern, Kommunen und Schulen geworben. "Vieles hat sich in den letzten Jahren verbessert. Aber unser Ziel muss es sein, dass Deutschland bei der Schulverpflegung im positiven Sinne ein Streber wird und bundesweit Bestnoten erzielt. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in der Schule etwas Vernünftiges zu essen bekommen", betonte Schmidt erneut. Jeder müsse sich fragen, was er wie dazu beitragen kann, damit Schulessen erstklassig wird. Vorrangig gelte es, verbindliche Qualitätsstandards in den Ausschreibungen zu verankern und Mechanismen zur Qualitätskontrolle zu etablieren.

Wie sich diese Anforderungen erfolgreich umsetzen lassen, hat sich Bundesminister Schmidt am heutigen Donnerstag gemeinsam mit Vanessa Albrecht, Leiterin der Vernetzungsstelle Schulverpflegung in Niedersachsen angesehen. "Eine abwechslungsreiche und schmackhafte Schulverpflegung, an der auch die Schülerinnen und Schüler Freude haben, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass junge Menschen sich bewusst und kreativ mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen und Lebensmittel wertschätzen", sagte Schmidt. Auch Vanessa Albrecht und Dr. Katharina Kompe von der Vernetzungsstelle sind von der Arbeit der Mensa in Meinersen überzeugt und haben bereits mehrere Veranstaltungen, unter anderem zum bundesweiten "Tag der Schulverpflegung", in der Mensa durchgeführt. "Nicht überall ist die Qualität des Schulessens so gut wie hier in Meinersen. Die Verpflegung in der Mensa wird von den Schülerinnen und Schülern häufig auch nicht so akzeptiert und angenommen. Aber wir arbeiten daran", sagte Vanessa Albrecht.

Die Vernetzungsstellen wurden vom Bundesernährungsministerium (BMEL) gemeinsam mit den Ländern im Rahmen von "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" in allen Bundesländern eingerichtet, um diejenigen zu unterstützen und zusammenzubringen, die sich für die Verwirklichung einer gesunden Schulverpflegung und deren Verknüpfung mit der Ernährungsbildung in der Schule engagieren. Sie fungieren als zentrale Anlaufstellen für alle Einrichtungen, die Fragen rund um die Verpflegungsangebote in Schulen haben. "Die Vernetzungsstellen sind der Dreh- und Angelpunkt für eine hohe Qualität des Schulessens in Deutschland. Ziel muss es ein, die Vernetzungsstellen fest als Beratungsstellen für Schulträger, Schulen und Verpflegungsanbieter zu verankern", sagte Schmidt und betonte, die Arbeit der Vernetzungsstellen für Schulverpflegung weiterhin unterstützen zu wollen, wenn auch die Länder weiter ihren Beitrag leisten.

Als Dank und Ermunterung, noch mehr Impulse für die Ernährungs- und Verbraucherbildung zu setzen, überreichte Minister Schmidt zwei Gutscheine für jeweils zwei "SchmExperteneinsätze" an Schulleiterin Frauke Heisterhagen. Dabei lernen Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen, unterstützt durch Fachkräfte des Deutschen LandFrauenverbandes, selbstständig einfache, schmackhafte und variierbare Speisen zuzubereiten.

Bei der Schulmensa in Meinersen handelt es sich um eine reine Frischküche, die ein hohes Maß an Flexibilität und Qualität ermöglicht und bereits mehrfach von der Verbraucherzentrale Niedersachsen ("Schule auf EssKurs") ausgezeichnet wurde. Außerdem dürfen die Schüler in Meinersen mitbestimmen, was auf die Teller kommt. Wenn sie eine besondere Idee für den Speiseplan haben, versucht Mensaleiterin Andrea Meyer diese umzusetzen. "Gesunde Ernährung und die Qualität ist besonders für Schülerinnen und Schüler wichtig. Wir versuchen hier in Meinersen zusätzlich im wahrsten Sinne des Wortes alle an einen Tisch zu bekommen. Eine Gemeinsamkeit schaffen, in der sich alle wohlfühlen und alle gut aufgehoben sind, ist gerade in der Schule sehr wichtig", erklärte Andrea Meyer. Das Besondere der Mensa in Meinersen sind auch die Projekte wie etwa der "Härtefalltopf", der das Mittagessen für Schülerinnen und Schüler unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern ermöglicht. Außerdem besteht die Möglichkeit des Essens im Klassenverband, von der vor allem die unteren Jahrgänge Gebrauch machen.

"Ich schätze vor allem die Idee des gemeinsamen Mittagessens. Es stärkt den Zusammenhalt und junge Menschen lernen, wie wichtig es ist, sich Zeit und Muße für den Genuss des Essens zu nehmen. In vielen Familien ist das gemeinsame Essen nicht mehr selbstverständlich. Jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Tagesablauf - da ist es häufig schwierig einen gemeinsamen Termin für das Essen zu finden", sagte Schmidt. In einer aktuellen Umfrage im Auftrag des BMEL geben die Befragten Zeitmangel als Haupthindernis für eine gesunde Ernährung an - 60 Prozent der Befragten fehlt im Alltag die Zeit, sich gesund zu ernähren.

Weitere Informationen zum Thema Schulverpflegung in Deutschland und zu den IN FORM Aktivitäten des BMEL unter www.bmel.de, www.bundeskongress-schulverpflegung.de und www.in-form.de.
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