Mittwoch, 17. September 2014


Aigner: "Mit der Stiftung Finanztest verbessern wir die Transparenz und Verbraucherinformation bei Finanzprodukten deutlich"

Koalitionsausschuss stärkt finanziellen Verbraucherschutz

(lifePR) (Berlin, ) Verbraucher sollen sich künftig besser vor falscher Beratung und ungeeigneten Finanzprodukten schützen können. Der Koalitionsausschuss hat gestern dem Vorschlag von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner zugestimmt, wonach der Stiftung Warentest ab dem Jahr 2013 eine jährliche Zuwendung in Höhe von 1,5 Millionen Euro gewährt werden soll. Die Mittel sind für die Ausweitung der Arbeit im Bereich der Finanzprodukte vorgesehen. "Das ist ein starkes Signal für den Verbraucherschutz. Mit dieser finanziellen Zuwendung kann die Stiftung Warentest künftig noch intensiver über Finanzfragen informieren. Damit wird die Entscheidung über die am besten geeignete Geldanlagen oder Altersvorsorge und die Bewertung der vielen Finanzprodukte, die es auf dem Markt gibt, für die Verbraucherinnen und Verbraucher erleichtert", sagte Aigner.

Die Finanzmarktkrise 2008 hat gezeigt, dass viele Anleger in der Vergangenheit durch unzureichende Informationen und den Erwerb ungeeigneter Finanzprodukte erhebliche finanzielle Verluste erlitten haben. Für die Auswahl des für sie geeigneten Finanzproduktes benötigen Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch umfassende und zielgerichtete Informationen. Die Stiftung Warentest untersucht und bewertet seit vielen Jahrzehnten Finanzprodukte und ihre Anbieter am Markt. Ihre Ergebnisse werden regelmäßig online und in der eigenen Zeitschrift "Finanztest" veröffentlicht. Die Stiftung Warentest ist eine kompetente Informationsquelle, die ein hohes Verbrauchervertrauen genießt. In Zeiten der Finanzmarktkrise hatte die Stiftung Warentest mit ihrer Zeitschrift "Finanztest" Verbrauchern wertvolle Hilfestellung geboten. "Wir setzen auf diese hohe Kompetenz für Finanzprodukte und unterstützen den Ausbau der Expertise, mit der die Stiftung der Finanzbranche auf die Finger schaut", sagte Aigner. Dazu gehört zum Beispiel die Einordnung von Geldanlageprodukten in bestimmte Anlagekategorien. Aber auch die Vergleichbarkeit der Produkte und die Überprüfung der Aussagen der Anbieter über ihre Finanzprodukte sowie die Qualität der Produktinformationsblätter sind wichtige Bereiche, in denen die Stiftung künftig ebenfalls ihre zuverlässigen Bewertungen abgeben sollte.

Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und FDP vereinbart, die Einrichtung einer unabhängigen Stiftung für Finanzprodukte nach dem Muster der Stiftung Warentest zu prüfen. "Wer sich heute um seine Rente oder eine geeignete Geldanlage bemüht, muss sich auf einem Finanzmarkt mit teilweise sehr komplexen Produkten zurechtfinden. Wir lassen die Menschen bei ihren Entscheidungen für die beste Anlageform und Vorsorge nicht allein", sagte Aigner.
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