Sonntag, 04. Dezember 2016


Mädchen mit MINT in die Zukunft

(lifePR) (Chemnitz, ) Am 22. April 2010 findet sachsenweit zum zehnten Mal der bundesweite Aktionstag "Girls'Day" statt. An diesem Tag bieten viele Unternehmen insbesondere jungen Mädchen die Gelegenheit, sich vor Ort zu den verschiedensten Ausbildungsberufen zu informieren.

MINT ist keine neue Farbe für die aktuelle Frühjahrsmode, sondern steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. MINT-Berufe bieten nicht nur innovative Berufsfelder sondern auch große Zukunftschancen.

Bereits zum zehnten Mal öffnen in ganz Deutschland Unternehmen im Rahmen des GirlsDay interessierten Mädchen die Türen, um ihnen praktische Einblicke in ihren unternehmerischen Alltag, in spannende Arbeitsabläufe und einzelne Berufsbilder zu ermöglichen. Sie wollen damit insbesondere bei Mädchen das Interesse für zukunftsträchtige Ausbildungs- und Studiengänge, vor allem für Ausbildungen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik wecken.

Sachsenweit hat sich die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in MINT-Berufen in den letzten zehn Jahren positiv entwickelt. Rückläufig entwickelte sich leider die Zahl der Frauen in diesen Berufen. Aktuell liegt der Frauenanteil in den MINT-Berufen in Sachsen zwischen 4,4 Prozent (Kreis Nordsachsen) und 13,3 Prozent (Stadt Dresden). Berücksichtigt man, dass das Verhältnis von Arbeitslosen in MINT-Berufen zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesen Berufen deutlich besser ist als zum Beispiel in den von Mädchen bevorzugten Dienstleistungsberufen wird sehr schnell klar, dass im MINT-Bereich für Frauen zukunftssichere Beschäfti-gungsmöglichkeiten liegen. Deshalb gilt es, Mädchen gerade für technische und naturwissenschaftliche Ausbildungen zu interessieren und zu begeistern.

Die Zeiten, in denen Technik Männersache war, sind schon lange vorbei. Mädchen haben in Fächern wie Mathematik, Physik, Chemie und Informatik nicht selten sogar bessere Noten als Jungs. Was Mädchen und jungen Frauen häufig noch fehlt ist der Mut, sich nach der Schule für technische und naturwissenschaftliche Ausbildungen und Studiengänge zu entscheiden.

Noch eine Überlegung:

Die Begeisterung der jungen Frauen für MINT-Berufe zu wecken und dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken ist nur eine Seite der Medaille. Für die Zukunft ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in technischen Berufen zu schaffen ist mindestens genauso wichtig. Werden Frauen und Männern nicht unterschiedliche Stärken und Schwächen nachgesagt? Was liegt da näher, als die Stärken geschlechterübergreifend zu bündeln und die daraus entstehenden Synergien für den wissenschaftlich-technischen Fortschritt zu nutzen.

Weitere Informationen zum Thema "Geschlechterspezifische Entwicklungen am sächsischen Arbeitsmarkt" enthält ein Genderbericht des IAB-Regional Sachsen, der in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.
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