Dienstag, 27. September 2016


IAB: Arbeitsmarkt 2015 weiter auf Erfolgskurs

(lifePR) (Nürnberg, ) Deutschland: Die Arbeitslosigkeit wird 2015 um rund 110.000 auf 2,79 Millionen Personen im Jahresdurchschnitt sinken, geht aus der am Montag veröffentlichten Frühjahrsprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Damit hat sich die Prognose im Vergleich zur Herbstprognose aus 2014 spürbar verbessert.

Sachsen: Für den Freistaat Sachsen liegen aktuell nur die Daten aus der Herbstprognose 2014 vor. Damals wurde ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 5.000 (minus 2,5 Prozent) auf 187.500 Menschen prognostiziert. Mit der Frühjahresprognose 2015, die in den nächsten Monaten auf Länderebene veröffentlicht wird, sollte der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt anhalten.


Positiv wirkt sich die Entwicklung der deutschen Wirtschaft aus. Für das laufende Jahr erwarten die Ökonomen des IAB ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent. „Insgesamt erweist sich die Konsumnachfrage als wichtigste Stütze der Konjunktur“, so die IAB-Forscher. Trotz der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der insgesamt schleppenden Entwicklung in der Eurozone hat sich in Deutschland auch der Export gut entwickelt. Der schwache Eurokurs begünstigt den Absatz deutscher Exportgüter im Ausland.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt 2015 bundesweit um 540.000 Personen und erreicht mit 30,74 Millionen einen neuen Rekordwert. Dieser Anstieg liegt das sechste Jahr in Folge über dem aller Erwerbstätigen. „Eine besondere Rolle für diese Entwicklung spielt die Teilzeitbeschäftigung, die einen beständigen und deutlichen Aufwärtstrend aufweist“, so die IAB-Arbeitsmarktforscher.

In der Herbstprognose 2014 prognostizierte das IAB für Sachsen im Jahresdurchschnitt 2015 eine Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Bei einem damals prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent wird die Beschäftigung im Freistaat voraussichtlich um 1,4 Prozent oder rund 21.000 steigen. Damit würden im Jahr 2015 durchschnittlich etwa 1.530.000 Frauen und Männer einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit in Sachsen nachgehen.

„Die Prognose des IAB bildet eine gute Grundlage für unsere Arbeit. Wir wollen verstärkt Frauen und Männer unterstützen, die bisher nur wenig von der positiven Entwicklung profitieren konnten. Dazu gehören vor allem Langzeitarbeitslose. Durch zielgerichtete und individuelle Qualifizierung sowie eine intensive Betreuung wollen wir für diese Menschen die Chancen auf eine Beschäftigung erhöhen und damit auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung für die sächsische Wirtschaft leisten“, so Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

Die im vergangenen Jahr veröffentlichten IAB-Herbstprognosen für 2015 sind von einem prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent ausgegangen. In der heute veröffentlichten Frühjahresprognose für den Bund wurde das prognostizierte Wachstum auf 1,9 Prozent erhöht. Damit dürften sich - mit der Frühjahresprognose 2015 für Länder - die prognostizierten Werte für die Arbeitslosigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Sachsen verbessern.
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