Dienstag, 06. Dezember 2016


Einsetzende Frühjahrsbelebung lässt Arbeitslosenzahlen sinken

Arbeitslosenzahl in Sachsen gesunken - 288.530 Sachsen sind ohne Beschäftigung

(lifePR) (Chemnitz, ) Im März waren im Freistaat Sachsen 288.530 Arbeitslose gemeldet.Das waren 3.435 oder 1,2 Prozent weniger als im Februar. Gegenüber dem Vorjahr gab es 18.888 oder 6,1 Prozent Arbeitslose weniger.Die Arbeitslosenquote lag im März bei 13,4 Prozent (März 2009: 14,2 Prozent).

"Auch wenn sich der Winter Anfang März noch einmal zurück gemeldet hat - der Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt konnte er nichts anhaben.Besonders aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe ging die Zahl der Arbeitslosmeldungen zurück. Gleichzeitig gab es in diesem Bereich die meisten Einstellungen. Das hat zu einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosen in den Bauberufen geführt. Aber auch in den grünen Berufen fanden viele Arbeitslose wieder einen Job", erklärt Ralph Burghart, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA) die aktuelle Entwicklung.

Nach wie vor zeigt sich der sächsische Arbeitsmarkt sehr robust. Mit einem Minus von 3.435 gegenüber Februar ist die Arbeitslosigkeit stärker als jahreszeitlich üblich gesunken. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse liegt die Arbeitslosigkeit im März um 2.000 unter dem Februarwert.Damit ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März nicht ausschließlich der saisonalen Entwicklung zuzurechnen", so Burghart weiter.

Von den 288.530 Arbeitslosen im März wurden 96.795 oder 34 Prozent im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 191.735 oder 66 Prozent im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Die Arbeitslosenzahl ist gegenüber Februar im Rechtskreis SGB III um 3.714 gesunken und im Rechtskreis SGB II um 279 gestiegen.Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen zurück. Im Rechtskreis SGB III nahm die Arbeitslosigkeit um 8.237 oder 7,8 Prozent ab und im Rechtskreis SGB II um 10.651 oder 5,3 Prozent.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosigkeit gegenüber März 2009 ebenfalls - um 19.000.

Vor allem im Bauhaupt- und Baunebengewerbe sowie in den grünen Berufen konnten die Außenarbeiten wieder aufgenommen werden, was zu deutlich weniger Arbeitslosmeldungen und zahlreichen Einstellungen in diesen Bereichen führte. So meldeten sich im März noch rund 2.200 Arbeitnehmer mit Bauberufen und rund 1.600 aus dem Bereich der Landwirtschaft arbeitslos.

"Die aktuellen Hochrechnungen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung weisen mit rund 1,376 Millionen Beschäftigten für den Monat Januar im Vormonatsvergleich einen Beschäftigungsrückgang um rund 19.000 oder 1,4 Prozent aus, der vordergründig saisonbedingt ist. Im Vorjahresvergleich liegt die Beschäftigung auf nahezu gleichem Niveau", bilanziert Burghart.

Zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich.

Nach wie vor verzeichnet das Gesundheits- und Sozialwesen im Vorjahresvergleich den stärksten Beschäftigungsaufbau. Innerhalb eines Jahres sind in diesem Bereich rund 7.900 neue Arbeitsplätze entstanden (plus 4,6 Prozent).

Einen Beschäftigungsaufbau gab es in den vergangenen zwölf Monaten auch im Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen (8.800; 5,3 Prozent), zu dem auch die Arbeitnehmerüberlassung gehört. Mit 35.200 Arbeitnehmern wurden in der Arbeitnehmerüberlassung erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise wieder mehr Arbeitsplätze im Vorjahresvergleich gezählt. Gegenüber Januar 2009 sind allein in diesem Bereich 2.300 neue Beschäftigungsverhältnisse entstanden (6,9 Prozent). Damit hat die Arbeitnehmerüberlassung deutlich an Fahrt gewonnen.Beschäftigungszuwächse gab es auch in der öffentlichen Verwaltung (1.600; 1,7 Prozent) und den sonstigen Dienstleistungen (1.100; 1,7 Prozent).

Von Beschäftigungsverlusten ist das Verarbeitenden Gewerbe noch immer am stärksten betroffen. Hier gingen in den letzten zwölf Monaten fast 13.000 oder 4,4 Prozent der Arbeitsplätze verloren. Eine Entspannung der Situation ist derzeit noch nicht erkennbar, wenngleich sich der Beschäftigungsabbau in den letzten Monaten verlangsamt hat. "Dennoch darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass gerade im Verarbeitenden Gewerbe Kurzarbeit noch immer in hohem Maße entlastend wirkt", erläutert Burghart.

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