Donnerstag, 08. Dezember 2016


Ausbildungsende lässt Arbeitslosigkeit steigen

Der sächsische Arbeitsmarkt im Juli 2015

(lifePR) (Nürnberg, ) Der Arbeitsmarkt in Sachsen entwickelt sich weiter positiv. Im Juli waren 169.000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 2.000 mehr als im Juni aber 8.900 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei acht Prozent. Im Juli 2014 hat sie 8,4 Prozent betragen.

"Von Juni auf Juli ist die Arbeitslosigkeit saisonbedingt gestiegen. Dieser Anstieg ist auf das Schul- und Ausbildungsende sowie auf die verhaltene Einstellungsbereitschaft in den Sommermonaten zurückzuführen. Das ist eine übliche Entwicklung, die häufig nur von kurzer Dauer ist. Nun ist es wichtig, dass die Ausbildungsabsolventen zeitnah eine Anschlussbeschäftigung finden", sagte Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im Juli: 168.942
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (166.968): +1.974 oder +1,2 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (177.836): -8.894 oder -5,0 Prozent
Arbeitslosenquote im Juli: 8,0 Prozent


Arbeitslosigkeit

Im Juli waren in Sachsen 168.942 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.974 mehr als im Juni. Damit befindet sich die Arbeitslosigkeit etwas über dem Vormonatsniveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 8.894 Menschen weniger arbeitslos.

Von den 168.942 arbeitslosen Frauen und Männern wurden 25,4 Prozent (42.942) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 74,6 Prozent (126.000) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind sowohl in den Arbeitsagenturen, als auch in den Jobcentern etwas mehr Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind es aktuell weniger Frauen und Männer.

Die Arbeitslosenquote belief sich im Juli auf acht Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Quote um 0,4 Prozentpunkte. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung lag sie bei zwei und im Bereich der Grundsicherung bei 5,9 Prozent. Geringer war die Arbeitslosenquote bisher nur im Juni 2015. Vergangenen Monat belief sie sich noch auf 7,9 Prozent.

Beschäftigung

Im Mai 2015 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1,522 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 15.400 hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,2 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es in den Bereichen Verkehr und Logistik (plus 3.200) sowie im Sozialwesen (plus 3.000). Auch im Bereich der Zeitarbeit (plus 2.500), im Gastgewerbe (plus 2.400) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (plus 2.100) sind mehr Menschen beschäftigt als noch vor einem Jahr. Einen kräftigen Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz (plus 2.000) sowie im Gesundheitswesen (plus 1.500).

Arbeitskräftenachfrage

Aktuell sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 28.139 freie Stellen gemeldet. Damit lag die Arbeitskräftenachfrage im Juli etwa auf dem Niveau des Vormonats (minus 53 oder minus 0,2 Prozent) und um 4.595 Stellen über dem des Vorjahres.

Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (10.253), im Verarbeitenden Gewerbe (3.166), im Gesundheits- und Sozialwesen (2.358), im Handel (2.081), im Baugewerbe (1.816) und im Gastgewerbe (1.589) zu besetzen.

Allein im Juli haben sächsische Betriebe insgesamt 9.139 freie Stellen gemeldet. Das ist im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang (minus 999 oder minus 9,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Zahl der neu gemeldeten Stellen um 211 Stellen (minus 2,3 Prozent) ab.

In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit - Deutschlands größte Jobbörse - sind über eine Millionen freie Stellen veröffentlicht und können mit der Smartphone-App der Bundesagentur für Arbeit abgerufen werden. Für Sachsen sind aktuell über 46.000 freie Stellen in der Jobbörse veröffentlicht.

Unterbeschäftigung

Im Juli 2015 haben nach ersten Hochrechnungen rund 51.600 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben und Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen oder standen aus anderen Gründen (zum Beispiel Krankheit) dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Damit liegt die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, um rund 11.200 unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Unterbeschäftigung - die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen - belief sich insgesamt auf 220.500 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Juli 2014 um rund 20.100 oder 8,4 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 76,6 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Unterbeschäftigungsquote im Juli bei 10,2 Prozent.
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