Samstag, 01. Oktober 2016


Abbau der Vorurteile gegenüber Menschen aus der Grundsicherung

20. Februar 2015: Tag der sozialen Gerechtigkeit

(lifePR) (Nürnberg, ) Aktuell erhalten 379.106 Menschen aus Sachsen staatliche Leistungen aus der Grundsicherung. Ein Viertel davon sind Kinder.

Um die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen aus der Grundsicherung zu erhöhen und die Hilfebedürftigkeit von Familien und damit auch von Kindern zu senken, müssen Vorurteile abgebaut werden. Denn diese erschweren immer noch die Aufnahme einer Beschäftigung.


In Sachsen sind weniger Menschen auf Grundsicherungsleistungen angewiesen

In Sachsen waren im Oktober 2014 insgesamt 379.106 Menschen auf staatliche Grundsicherungsleistungen (Hartz-IV) angewiesen, 19.061 weniger als im Oktober 2013. Auch im Verlauf der letzten Jahre ist die Zahl der Hilfebedürftigen rückläufig. So lebten im Jahr 2005 insgesamt 537.490 Menschen in Bedarfsgemeinschaften (Familien), für die Leistungen der Grundsicherung gezahlt wurden. Bis 2013 (408.775) konnte die Zahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften um 130.716 abgebaut werden. Das entspricht einem Rückgang um 24,3 Prozent.

Ziel der Arbeitsagenturen und Jobcenter ist, den Menschen Zugang zur Arbeitswelt und damit ein eigenbestimmtes Leben zu ermöglichen. "Wir wollen möglichst viele Menschen in reguläre Arbeit bringen und ihnen so gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Dazu müssen wir noch individueller und intensiver mit unseren Kunden zusammenarbeiten. Auf Grundlage von Stärken und Talenten, abgestimmt auf die persönliche Situation, wünsche ich mir für jeden Menschen eine maßgeschneiderte Unterstützung durch die Jobcenter", sagte Dr. Klaus Schuberth, Chef der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Etwa jedes fünfte Kind unter 15 Jahren lebt in Sachsen von Leistungen aus der Grundsicherung (18,7 Prozent).

Unter den 379.106 Menschen sind aktuell 92.611 Kinder, die durch die Hilfebedürftigkeit ihrer Eltern auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Das sind 2.808 weniger als im Oktober 2013. Mit eine aktuellen Hilfequote von 18,7 Prozent ist etwa jedes fünfte Kind in Sachsen auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen. Insgesamt ist die Zahl der Kinder in der Grundsicherung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. So lag deren Zahl im Jahr 2005 insgesamt bei 111.061, 2013 waren es 96.334. Das entspricht einem Rückgang von 14.728 oder 13,3 Prozent.

Um die Kinderarmut weiter abzubauen müssen die hilfebedürftigen Eltern in Beschäftigung unterstützt werden. "Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche und möglichst dauerhafte Integration in den regulären Arbeitsmarkt sind intensive Beratung sowie auf die individuelle Problemlage abgestimmte Maßnahmen", so Schuberth.

Vorurteile gegenüber Menschen aus der Grundsicherung abbauen

Frauen und Männer aus der Grundsicherung sind leider häufig vielen Vorurteilen ausgesetzt. Um das zu ändern und um zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für zu schaffen, ziehen in Sachsen alle Arbeitsmarktpartner an einem Strang. Die Partner aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik werben für die Einstellung von Langzeitarbeitslosen.

"Denn Fakt ist, diese Menschen sind vielfach gut qualifiziert und motiviert. Hier lohnt sich bei der Personalauswahl der zweite Blick", appelliert Schuberth abschließend.

Tag der sozialen Gerechtigkeit

Am 20. Februar 2015 ist Tag der sozialen Gerechtigkeit. Dabei handelt es sich um einen Aktionstag, der 2009 von den Vereinten Nationen (UNO) eingeführt wurde. Der Tag soll an das Leitbild der sozialen Gerechtigkeit in Gemeinschaften erinnern.
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