Samstag, 29. November 2014


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Grüne sehen Ökosystem Wald in Gefahr

Reinhold Pix: „Hauk will Holzacker“

(lifePR) (Stuttgart, ) „Nachdem die bestellten Gefälligkeitsgutachten zur von Agrarminister Hauk gewünschten Waldprivatisierung auf dem Tisch liegen, wird deutlich: Die ½ Mio. € dafür hätte der Minister besser in einen vernünftigen EURE-Antrag investiert. Dort gibt es 20 Mio./Jahr für die Regionale Entwicklung. Die anvisierten Kostensenkungs- bzw. die Ertragssteigerungs-potentiale lassen sich langfristig nur durch Raubbau an unseren Wäldern realisieren“, so der forstpolitische Sprecher Reinhold Pix von der Grünen Landtagsfraktion.

Waldbewirtschaftung sei bei weitem mehr als Holzproduktion und Holzvermarktung, sagte Pix, doch scheine Gewinnmaximierung das zentrale Kriterium der Landesregierung zu sein. Damit werde aber ausschließlich der Rohstoffhunger der Holzindustrie, vor allem der Großsägeindustrie, gestillt, welche inzwischen 40 % ihres Holzeinschnittes exportiert. Pix: „Wer die Sozial-, Erholungs- und ökologischen Ausgleichsfunktionen als wichtige politische Stellschrauben ausblendet, der wird den gesellschaftlichen Grundbedürfnissen an unsere Wälder nicht mehr gerecht.“ Pix forderte daher, insbesondere die Waldökosysteme zu ertüchtigen, durch waldbauliche Maßnahmen für stabile und Standort angepasste Mischwälder zu sorgen und dann auch den Erfordernissen der Klimaerwärmung gerecht zu werden. Minister Hauk plane dagegen langfristig Vollerntergerechte Monokulturen und damit die Umwandlung von Wald in einen Holzacker. Dadurch sieht Reinhold Pix das jahrhunderte alte forstliche Nachhaltigkeitsprinzip in Gefahr. Die Grünen lehnen die geplante Aufgabe der staatlichen Waldbewirtschaftung ab.
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