Samstag, 01. Oktober 2016


Auszeichnung für Pioniere der Elektromobilität

Schaufenster-Pilotprojekt zur Zusatzqualifizierung macht sächsische Auszubildende von heute zu Pionieren der Elektromobilität von morgen

(lifePR) (Leipzig, ) Anlässlich der offiziellen Abschlussveranstaltung des Pilotprojekts Zusatzqualifizierung Elektromobilität im bayerisch-sächsischen Schaufenster "ELEKTROMOBILTÄT VERBINDET" kamen heute im BMW Werk Leipzig die Vertreter der Projektpartner BMW Group, Stadtwerke Leipzig, TÜV SÜD und ITW Schindler zusammen. 18 Auszubildende erhielten ihre Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss als "Kaufmann / -frau für Elektromobilität" und "Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik". Die feierliche Übergabe der Urkunden an die Absolventen übernahm Barbara Meyer, Ministerialdirigentin im sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Ziel des Projekts war es, gemeinsam Lösungen und Ausbildungsinhalte für den branchenübergreifend ansteigenden Bedarf an Fachkräften im Bereich Elektromobilität zu generieren. "Deutschland hat die Chance, führender Anbieter für Elektromobilität zu werden. Mit den damit einhergehenden neuen Anforderungen in Produktion und Service verändert sich auch die berufliche Aus- und Weiterbildung. Hier in Sachsen haben wir mit dem Weiterbildungskonzept den Grundstein gelegt, um Fachkräften das notwendige Rüstzeug für den Umgang mit dieser neuen Technologie zu vermitteln. Mit Bildungsprojekten in dem Innovationsfeld Elektromobilität bereiten wir den Weg für ein modernes Bildungssystem und die Sicherung der Arbeitsplätze von morgen im Technik-Land Sachsen", so Ministerialdirigentin Barbara Meyer. Die Inhalte und Ergebnisse aus dem Pilotprojekt sollen Anstöße für den Ausbau des Ausbildungsangebots liefern.

Die BMW Group bietet ihren Fachkräften schon seit einiger Zeit Weiterbildungsangebote im Bereich Hochvolttechnik und festgelegte Tätigkeiten am Hybridfahrzeug an. Zudem hat der Gesetzgeber eine Anpassung des derzeitigen Berufsbildes "Kfz-Mechatroniker" vorgenommen und die Themen der Hochvolttechnik im Fahrzeug hier mit aufgenommen. Die ersten Absolventen der Berufsausbildung der BMW Group beenden Ihre Ausbildung 2017 und starten dann ins Berufsleben. Die Ergebnisse des Schaufensterprojekts Zusatzausbildung sollen in bereits bestehende Angebote integriert werden. Nadja Trassl, Leiterin der Berufsausbildung am Standort München, und Gastgeberin der feierlichen Urkundenübergabe betonte: "Die Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik bringen schon wesentliche Kenntnisse im Bereich der Hochvolttechnik mit. Mit den Zusatzmodulen lernen sie, mit den fahrzeugtechnischen Besonderheiten umzugehen und können damit schon ab jetzt in der Produktion und im Service von Elektrofahrzeugen eingesetzt werden."

Hinter den Absolventen liegt ein Jahr voller Modulprüfungen und praktischer Lerninhalte. In beiden Ausbildungszweigen zusammen wurden in 11 Modulen wichtige Informationen und Kompetenzen in den verschiedensten Bereichen wie Ladeinfrastruktur oder Hochvoltsysteme im Fahrzeug vermittelt. So betont der Projektteilnehmer und mittlerweile geprüfte Elektrofachmann für Fahrzeugtechnik Christian Partecke: "Die verschiedenen Module haben sehr viele interessante Inhalte vermittelt, besonders das Modul 2 zum Thema Fahrzeugtechnik hat mir viel Spaß gemacht." Wie es dem feierlichen Anlass gebührt stehen bei den Absolventen der Stolz auf ihre Leistung und die positive Erinnerung an das gemeinsam Erlebte im Vordergrund: "Die Abschlussprüfung war der spannendste und aufregendste Teil der Weiterbildung, auch weil wir gemeinsam das erste Mal das BMW Werk in München gesehen haben. Wir haben uns gegenseitig motiviert und auf die Prüfung vorbereitet. So etwas schweißt zusammen. Wir sind alle stolz, dass wir die Zusatzqualifikation bestanden haben", so der Absolvent.

Auch die Stadtwerke Leipzig haben den steigenden Bedarf an Fachkräften im Bereich Elektromobilität frühzeitig erkannt. "Mit unserer langjährigen Erfahrung in Aus- und Weiterbildung und unserer umfassenden Kompetenz in Sachen Elektromobilität konnten wir die angehenden Kaufleute, Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik gezielt auf zukünftige Tätigkeiten im Bereich der Elektromobilität vorbereiten", erklärt Karsten Rogall, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig. Zudem engagieren sich die Stadtwerke in vielen Projekten für die Elektromobilität. So planen sie beispielsweise - auch gemeinsam mit der BMW Group - die Ladeinfrastruktur in Leipzig und Umgebung weiter auszubauen, um in der Region die Akzeptanz und das Interesse an Elektromobilität zu fördern. Auch im eigenen Fuhrpark setzt der Energieversorger auf Elektromobilität. Mit 15 Elektrofahrzeugen ist die Stadtwerke Leipzig-Gruppe führend in der Region.

Bei dem Projektpartner TÜV SÜD ist das Thema Elektromobilität ebenfalls sehr groß aufgestellt. "Neben der Erarbeitung von Sicherheitskonzepten und Fahrzeugprüfungen rund um die Elektromobilität werden auch unsere Schulungen zu diesem Thema weltweit sehr gut nachgefragt. Umso mehr freut es uns, in so einem Projekt unser Wissen an die Auszubildenden weiter zu geben", so Torsten Merk, Produktmanager der TÜV SÜD Akademie. "Die Teilnehmer waren sehr motiviert und wir sind uns sicher, dass sie das Gelernte optimal in der Praxis umsetzen können."

Die ITW-Schindler GmbH hat das Projekt mit Trainings und Workshops rund um die Elektromobilität begleitet. "Die Schulungen waren stets ein voller Erfolg. Die Azubis waren mit vollem Eifer dabei und haben viel Neues dazu gelernt", unterstreicht Geschäftsführer Oliver Schindler die positive Resonanz. "Die Verantwortung in der Elektrotechnik, die einen wichtigen Baustein im Unternehmen darstellt, konnte den Azubis in den Praxisphasen anschaulich und nachhaltig vermittelt werden", erklärt Schindler weiter.

Die Leiterin der Projektleitstelle des bayerisch-sächsischen Schaufensters ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET bei der Sächsischen Energieagentur SAENA GmbH, Cathleen Klötzing betont den innovativen Charakter der Initiative: "Wir beglückwünschen die Teilnehmer zum erfolgreichen Abschluss der Zusatzqualifikation Elektromobilität und die Projektpartner zur vorbildlichen Durchführung von QualiProzE! Den Akteuren ist es gemeinsam gelungen, ein Bildungsangebot zu entwickeln, das beispielhaft in Deutschland ist und das den Teilnehmern attraktive Karrieremöglichkeiten in dieser Zukunftsbranche bietet."

Das Projekt "Erarbeitung eines Qualifizierungsprozesses aufgrund gestiegener Anforderungen im Rahmen von Elektromobilität für neu zu qualifizierende Fachkräfte" zielt nicht nur auf Kernberufe wie den Kfz-Mechatroniker, sondern auch auf angrenzende Berufsbilder. Darin liegt der entscheidende Vorteil und bildungspolitische Mehrwert des Pilotprojekts.

Hierfür hat die BMW Group als Gesamtprojektleiter die Idee entwickelt, passende Projektpartner ausgewählt, die Koordination der Teilprojekte übernommen. Zudem lag bei dem Automobilhersteller das Teilprojekt "Qualifizierungen von Auszubildenden im Bereich Mechatronik in Richtung Fahrzeugtechnik" für die Auszubildenden. Das Teilprojekt Qualifizierungen von kaufmännischen Auszubildenden für Elektromobilität lag bei den Stadtwerken.

Das Projekt "Erarbeitung eines Qualifizierungsprozesses aufgrund gestiegener Anforderungen im Rahmen von Elektromobilität für neu zu qualifizierende Fachkräfte" ist eines von insgesamt rund 40 Projekten im bayerisch-sächsischen Schaufenster ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird mit rund 267.500 € vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert. Die Bayern Innovativ GmbH und die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH übernehmen gemeinsam als Projektleitstelle die Koordination des Schaufensters.

Die Bundesregierung hat im April 2012 vier Regionen in Deutschland als "Schaufenster Elektromobilität" ausgewählt und fördert hier auf Beschluss des Deutschen Bundestags die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben. Insgesamt stellt der Bund für das Schaufensterprogramm Fördermittel in Höhe von 180 Mio. € bereit. In den groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben wird Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem erprobt.
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Über BMW AG Werk Leipzig

Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI und Rolls-Royce der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von Premium-Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Als internationaler Konzern betreibt das Unternehmen 30 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.

Im Jahr 2014 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von rund 2,118 Millionen Automobilen und 123.000 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2013 belief sich auf 7,91 Mrd. €, der Umsatz auf rund 76,06 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte das Unternehmen weltweit 110.351 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Das Unternehmen hat ökologische und soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, umfassende Produktverantwortung sowie ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen fest in seiner Strategie verankert.

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