Dienstag, 06. Dezember 2016


Schavan: "Transnationale Projekte von zentraler Bedeutung"

Bundesforschungsministerin Schavan übermittelt der Europäischen Kommission die wichtigsten Forderungen Deutschlands für das 8. EU-Forschungsrahmenprogramm

(lifePR) (Berlin, ) Mit eigenen Strukturvorschlägen treibt die Bundesregierung die Diskussion für das kommende EU-Forschungsrahmenprogramm voran. Noch vor der Veröffentlichung erster Vorstellungen durch die Europäische Kommission hat nun Bundesforschungsministerin Annette Schavan der neuen Kommissarin für Wissenschaft, Forschung und Innovation, Máire Geoghegan-Quinn, die wichtigsten Forderungen der Bundesregierung zum 8. EU-Forschungsrahmenprogramm (FRP) übermittelt. "Dieses Programm ist von großer Wichtigkeit für Wissenschaft und Wirtschaft. Es muss die notwendigen Strukturen und Inhalte liefern, damit der Europäische Forschungsraum eine weltweit sichtbare Erfolgsgeschichte wird", sagte Schavan.

Das 8. FRP soll stärker als bisher einen ganzheitlichen Ansatz in Forschung und Innovation abbilden. Als Vorbild kann hier die High-Tech Strategie in Deutschland genannt werden. Gleichzeitig hob Schavan die Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Exzellenz als weiteres wichtiges Leitmotiv, sowie die Etablierung des Europäischen Forschungsrats als Leuchtturm weltweiter Spitzenforschung hervor. Eine Vereinfachung und Beschleunigung der Verfahren der Antragstellung und Durchführung ist erforderlich, um das Programm in Zukunft nutzerfreundlicher und attraktiver für die Forschungsakteure zu machen. "Insbesondere die Förderung von transnationalen Verbundprojekten muss weiter ein Herzstück des Forschungsrahmenprogramms sein", sagte Schavan.

Im Herbst 2010 möchte die Europäische Kommission erste Ausblicke auf das 8. FRP geben. Mit der Verabschiedung des 8. FRP durch das Europäische Parlament und den Rat ist ab Mitte 2013 zu rechnen; erste Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen werden somit frühestens gegen Ende 2013 ausgeschrieben.
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