Mittwoch, 07. Dezember 2016


Elektrosmog am Arbeitsplatz und zuhause - messbar und vermeidbar!

Tipps zum Vermeiden von Elektrosmog an Büroarbeitsplätzen

(lifePR) (Lügde, ) Viele Menschen haben zu Hause schon Schlafplätze ohne Elektrosmog, sie haben Netzabkoppler installieren lassen, vielleicht Abschirmfarben gegen hochfrequente Mobilfunkstrahlungen an die Wände gestrichen oder andere sinnvolle Möglichkeiten genutzt.

Aber stark belastende Computerarbeitsplätze daheim und an ihren Büroschreibtischen nehmen sie oft hin, weil ihnen unbekannt ist, dass man auch hier etwas dagegen tun kann.

Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, auch den Arbeitsplatz zu optimieren und die elektrischen und magnetischen Wechselfelder, die hochfrequenten Belastungen sowie die elektrostatische Aufladungen zu minimieren oder ganz zu vermeiden.

Michael Hetkamp, ein Baubiologe aus Greven, gibt folgenden Ratschlag:

"Am Besten lässt man durch einen erfahrenen Baubiologen am entsprechenden Arbeitsplatz ausmessen, ob solche Felder vorhanden sind, wie stark sie sind und vor allem, aus welchen Richtungen sie kommen bzw. welche Geräte oder Umstände die Quellen sind."

Eine einfache, wenngleich wenig genutzte Möglichkeit der Feld-Minimierung ist die, jedes Gerät nur dann mit dem Stromnetz zu verbinden, wenn man es braucht - dafür wird der Stecker nur dann in die Steckdose eingesteckt, wenn das Gerät benutzt werden soll.

Komfortabler geht das mit einem zweipolig schaltenden Zwischenschalter. Auch eine abgeschirmte Steckdosenleiste mit zweipolig schaltendem Schalter ist eine bewährte Methode, elektrische Felder zu verringern.

Hetkamp ist Mitglied von BIOLYSA e.V., einem bundesweit aufgestellten Baubiologenverein, und er sagt weiter:

"Nutzbringend ist es auch, wenn man sich nicht rundherum mit Elektrogeräten umgibt, sondern den Schreibtisch so gestaltet, dass man wenigstens im Rücken keine Geräte und Wandflächen mit eingebauten Kabeln und Steckdosen hat. Rückenfrei ist also die Devise ! Wenn auch die Flächen neben dem Nutzer frei von Elektrogeräten sind, so ist das nahezu optimal."

Von Baubiologen werden oft spezielle, abgeschirmte Produkte empfohlen. Dabei sind die stromführenden Kabel innerhalb der Kabelhülle von einer metallischen Folie oder einem Metallgeflecht umgeben, welches mit der Erdung in der Steckdose verbunden wird und so die elektrischen Wechselfelder in die Erde ableitet. In konventionellen Kabeln mit den flachen Eurosteckern gibt es nicht einmal mehr den Erdungsanschluß, den sogenannten Potentialausgleich, und so sind die Wechselfelder da entsprechend stark.

Für alle zur Arbeit notwendigen Geräte wie PC und Drucker gibt es abgeschirmte Anschlußkabel und es gibt sogar komplett abgeschirmte Lampen.

Hetkamp: "Man kann sich auch mit einer elektrisch leitfähigen Fläche als Unterlage für die Tastatur behelfen. Diese Fläche muss natürlich auch geerdet werden. Man kann so etwas auch unterhalb der Schreibtischfläche installieren und damit auch die Felder von allen Peripherie-Geräten des PC ableiten. Durch solche einfachen Maßnahmen können die elektrischen Wechselfelder auf einen Bruchteil der Ausgangswerte reduziert werden.

Hetkamp, der auch seinen eigenen Büroarbeitsplatz optimiert hat, kennt noch mehr Tipps: "Gut geeignet sind auch Abschirmungen, bei denen man die normalen Zuleitungskabel für die modernen Bürogeräte weiter benutzen kann, gleich ob es ISDN-Telefonkabel, Netzteilkabel für Peripheriegeräte, USB-Verbindungskabel oder normale Stromkabel an Mehrfachsteckdosen sind. Verlegt man diese Kabel in einem leitfähigen, geerdeten Kabelkanal oder hinter einem geerdeten Lochblech an der Rückseite des Schreibtisches, so kann man auch hier mit einer massiven Reduzierung der Feldbelastungen rechnen.

Bei Deckenlampen ist das schon etwas schwieriger, aber auch machbar, vorausgesetzt, der Kabelanschluß an der Decke verfügt noch über die Erdungslitze."

Auch bei der Beleuchtung sollte man lieber auf Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren oder LEDs verzichten. Die erzeugen nicht nur schlechtes Licht mit einem mangelhaften Farbspektrum, sondern auch Ultraschall- und Funkemissionen sowie flackerndes Licht, das man zwar nicht bewusst wahrnimmt, das der Körper aber trotzdem als Stressfaktor mitbekommt.

Besser geeignet zur Beleuchtung für Arbeitsplätze sind normale Glühbirnen oder Hochvolt-Halogenlampen. Diese Leuchtkörper geben gleichmäßig helles Licht ohne weitere Emissionen ab, das dem Farbspektrum des Sonnenlichts am ehesten entspricht.

Der Baubiologe warnt auch vor anderen Belastungsfaktoren: "Vorsicht ist auch geboten bei allen Funkanwendungen der modernen Bürogeräte, also bei DECT-Telefonen, WLAN- und Bluetooth-Verbindungen sowie Funkchips in den Laptops und natürlich bei den modernen Smartphones. Alles, was schnurlos funktioniert, erzeugt zumindest in der unmittelbaren Umgebung starke hochfrequente, digital zerhackte Funkimpulse, die vielleicht kurzfristig tolerierbar sind, aber bei täglich acht Stunden Einwirkung auf Körper und Psyche zu starken Belastungsfaktoren werden. Diese Funktionen sollte man ausschalten und wo immer es geht, auf kabelgebundene Verbindungen umsteigen. Nicht genutzte Geräte sollten immer vollständig ausgeschaltet werden. Viele Menschen haben diese schnurlosen Geräte ja nicht nur im Büro, sondern auch zu Hause. Und selbst, wenn sie selber darauf verzichten, so müssen sie doch immer mit der Strahlung aus der Nachbarschaft rechnen..."

Damit nicht genug, gibt es im Herbst und Winter auch noch eine hausgemachte Luftbelastung, zumindest in den Räumen, die durch normale Heizkörper erwärmt werden: Durch die Strömung der warmen Luft über die Kunststoffoberflächen z.B. von Laminat oder synthetischen Bodenbelägen entstehen elektrostatische Felder, die dazu beitragen, dass vermehrt positiv geladene Ionen in der Luft vorhanden sind. Diese heften sich an Staubteilchen an, die dadurch viel länger in der Schwebe bleiben. Beides wird verstärkt eingeatmet und die Ladungen werden an die Schleimhäute der Atemwege abgegeben. Dort bewirken sie mindestens das Gefühl von spürbar schlechter Luftqualität, oft kommt es aber zu Entzündungen der Atemwege und anderen Krankheiten.

Der Rat des Baubiologen aus Greven hierzu lautet: "Das leichteste Mittel zur Reduzierung der Elektrostatik ist regelmäßiges und ausgiebiges Lüften mit Außenluft."

Generell gilt aber immer, dass man genau wissen sollte, was man tut, damit die Situation nicht vielleicht verschlechtert wird, Deshalb ist professionelle Begleitung aller Maßnahmen sinnvoll. Dafür sind Baubiologen da, sie bieten Messungen der Ausgangssituation an und kennen die besten, der Situation angepassten Sanierungsvorschläge. Nach der Sanierung bieten sie zudem Kontrollmessungen an. Nur so kann man sicher sein, dass die Arbeitsbedingungen baubiologisch richtig optimiert wurden.

Viele der Minimierungsmöglichkeiten sind nicht einmal ein großer Kostenfaktor, wohingegen ständige Müdigkeit, Abgespanntheit, Konzentrationsschwächen, Kopf-, Glieder- und Rückenschmerzen und damit verbundene Krankheitstage durchaus für den Arbeitgeber deutlich spürbare und nutzlose Ausgaben sind.

Bei Fragen könne man sich immer an eine örtliche Beratungsstelle von BIOLYSA e.V. wenden, oder sich im Internet unter www.biolysa.de Rat holen.
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