Freitag, 02. Dezember 2016


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Bayer unterstützt Biomarkerforschung im Bereich Krebs in Europa

Europäische Innovative Medicines Initiative (IMI) / Bayer HealthCare und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf leiten internationales Konsortium zur Validierung blutbasierter Biomarker-Technologien

(lifePR) (Leverkusen, ) Bayer HealthCare und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) leiten das neu gegründete internationale Konsortium CANCER-ID zur Entwicklung und Validierung neuartiger blutbasierter Biomarkertechnologien bei Krebs. Schwerpunkt dieses auf fünf Jahre angelegten Projekts ist es, allgemein anerkannte Standards für die Isolierung, Identifizierung und Analyse neuartiger zirkulierender Biomarker festzulegen, um die Entwicklung personalisierter Arzneimittel für Krebspatienten zu verbessern. Bei CANCER-ID handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft, die von der europäischen Innovative Medicines Initiative (IMI) gefördert wird.

Blutbasierte Biomarker wie zirkulierende Tumorzellen (CTC), zirkulierende freie Tumor-DNA (cfDNA) und Mikro-RNAs (miRNAs) sind potenzielle Indikatoren für die Tumorlast von Krebspatienten. Die Gewinnung dieser Marker aus dem Blut könnte ein weiteres wertvolles Instrument für die moderne Krebstherapie darstellen: neben ihrer großen Bedeutung in Fällen, in denen eine Tumorbiopsie nicht durchgeführt werden kann, ließe sich mit einem Bluttest zudem kontinuierlich der Verlauf der Krankheitsmarker kontrollieren. Dadurch wäre eine enge Überwachung des Behandlungserfolgs möglich und der Bluttest könnte bei der Auswahl der geeigneten Therapie unterstützen.

"CANCER-ID ist ein sehr gutes Beispiel für ein Projekt, bei dem eine Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Institutionen die gemeinsame Forschung an neuartigen Konzepten in der modernen Krebstherapie ermöglicht", sagte Dr. Thomas Schlange, Senior Scientist bei Global Biomarker Research, Bayer HealthCare und Koordinator von CANCER-ID. "Das Konsortium bringt ein großes Team erfahrener Biomarker-Experten aus Wissenschaft und Industrie sowie kleineren Unternehmern zusammen. Dadurch schafft es ein europaweites Netzwerk einander ergänzender Ressourcen und Kompetenzen, das weit über den Umfang der eher üblichen Form der Zusammenarbeit hinausgeht, bei der zwei Partner aus der Industrie und akademischen Einrichtungen zusammen arbeiten."

Große Herausforderungen bei der Entwicklung von validen Diagnoseverfahren für Biomarker aus dem Blut sind Sensitivität, Spezifität und Standardisierung der Tests sowie deren Validierung. In der letzten Phase des Projekts sollen die validierten Tests in kontrollierten klinischen Studien eingesetzt werden, um ihre breite Anwendbarkeit und ihren klinischen Nutzen in der Behandlung von Patienten mit Krebs nachzuweisen.

"Blutbasierte Analysen von Zellen und Nukleinsäuren aus Tumorgewebe stellen ein neuartiges Konzept von "Flüssigbiopsien" dar, die es ermöglichen, die relevanten Informationen für die Diagnose und Therapie von Krebs in Echtzeit zu erhalten", sagte Prof. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und akademischer Leiter des CANCER-ID-Konsortiums. "Das CANCER-ID-Projekt schließt damit die Lücke zwischen der Grundlagenforschung, die auf neuartige Methoden für den Nachweis und die Charakterisierung zirkulierender Tumorzellen und Nukleinsäuren ausgerichtet ist, und der Entwicklung robuster validierter Tests, die erforderlich sind, um das Konzept der Flüssigbiopsie in die Klinik zu bringen."

Das CANCER-ID-Konsortium besteht aus pharmazeutischen und nicht-pharmazeutischen Unternehmen, Universitäten und klinischen Forschungsinstituten sowie kleineren Firmen aus ganz Europa. Alle 33 Partner des Konsortiums gehören zu den renommiertesten europäischen Akteuren auf ihren Gebieten und bilden ein einzigartiges Netzwerk in den Bereichen Tumorbiologie, Biomarker-Entwicklung, klinische Wissenschaften und Bioinformatik. Die Industriepartner unterstützen das Projekt mit Sachleistungen im Wert von etwa 8,2 Millionen Euro, welche ergänzt durch die IMI-Finanzierung über das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union ein Gesamtprojektbudget von 14,5 Millionen ergeben.

Über die Innovative Medicines Initiative (IMI)

IMI ist eine Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der europäischen pharmazeutischen Industrie, vertreten durch den Dachverband der europäischen nationalen Verbände forschender Pharmaunternehmen, EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations). Durch das Förderprogramm IMI 2 umfasst IMI ein Budget von 3.3 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014-2024. Die Hälfte erhält es dabei aus Horizont 2020, dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union. Die andere Hälfte bringen große Industrieunternehmen ein, überwiegend aus dem pharmazeutischen Sektor. Die Unternehmen selbst erhalten dabei keine EU-Gelder, sondern unterstützen die Projekte in Form von Sachleistungen, wie Laborkapazitäten, Infrastruktur und Arbeitszeit von Mitarbeitern.

Die Forschung, durch die diese Erfolge zustande kamen, wurde von der gemeinsamen Unternehmung der Innovative Medicines Initiative unter der Förderungsvereinbarung Nr. 115749 unterstützt, deren Ressourcen aus dem 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007-2013) sowie den Beiträgen der EFPIA-Unternehmen bestehen.

Weitere Informationen unter: www.imi.europa.eu.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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