Freitag, 09. Dezember 2016


Verheugen gegen einheitliche Hotelklassifizierungen in Europa

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Gegen EU-weite Hotelklassifizierungen sprach sich Günter Verheugen, EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, bei einem Treffen in Brüssel mit dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages aus. Für ihn stelle sich die Frage, ob man immer mehr Vorschriften und Harmonisierung oder aber Unterschiedlichkeit und Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der Mitgliedsstaaten und Regionen wolle. Bei dem Gespräch der Ausschussmitglieder mit deutschen Europaparlamentariern im europäischen Parlament bestätigte Georg Jarzembowski von der christdemokratischen EVP-ED-Fraktion, dass man die Kommission um Prüfung gebeten habe, ob Europa einheitliche Hotelklassifizierungen braucht und nannte als Beispiel, dass "drei Sterne rumänisch" und "drei Sterne luxemburgisch" gegenwärtig nicht das Gleiche bedeuten müssten. Für Ernst Hinsken, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, ist eine internationale Vereinbarung nur auf der Basis des geringsten gemeinsamen Nenners möglich. Bei einer EU-Harmonisierung müsste der hohe deutsche Qualitätsstandard nach unten korrigiert werden. Für den Hotelverband Deutschland (IHA) wäre nach den Worten eines Sprechers eine europaweite Hotelklassifizierung nicht zum Vorteil der Gäste. Die meisten Beherbergungsmärkte in Europa würden stark von Inlandsreisenden geprägt. Klassifizierungssysteme sollten deshalb nationale und regionale Gegebenheiten berücksichtigen. Die Kriterien für Sternehotels in 25 EU-Ländern kann man auf der Website www.hotelstars.org nachlesen und die festgelegten Standards mit der Wirklichkeit in den Herbergen vergleichen. Nach Auffassung des Auto- und Reiseclubs Deutschland (ARCD) helfen die bestgemeinten Klassifizierungssysteme aber wenig, wenn es an ernst gemeinten Kontrollen und Sanktionen bei Verstößen fehlt.
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