Donnerstag, 21. August 2014


Regierung will Fernbuslinien freigeben - ARCD fordert bessere Ausstattung mit moderner Sicherheitstechnik

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Mit einem Gesetzentwurf will die Bundesregierung den Bus- Fernverkehr weitgehend liberalisieren. Bisher waren nur wenige Busfernlinien erlaubt. Damit erfüllt die Regierungskoalition die im Koalitionsvertrag angekündigte Abschaffung der Genehmigungspflicht. Verbraucherverbände begrüßen das Vorhaben als umweltfreundliche Alternative zum Autoverkehr und als preiswerte Wahlmöglichkeit zum Bahnverkehr.

Busunternehmen erwarten laut Focus online, dass Fahrten mit den geplanten Fernbuslinien mindestens ein Drittel günstiger werden als mit einem Bahnticket.

Kritik kommt hingegen von der Opposition: Bei einer Konkurrenz auf der gleichen Strecke dürfte die Bahn weniger frequentierte Etappen den Bussen überlassen und ihr Schienennetz ausdünnen, kritisieren die SPD-Verkehrspolitiker Uwe Beckmeyer und Martin Burkert. Die Bahn selbst rechne bereits mit 10 bis 20 Prozent weniger Kunden und wolle künftig selbst im Fernbusgeschäft mitmischen. Die Busfernlinien müssten mit einer Autobahnmaut belegt werden, fordern die Politiker. Der Bahnverband Allianz pro Schiene verweist auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach das Unfallrisiko im Bus 27-mal höher sei als bei Reisen mit der Bahn. Für den Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer BDO zählen Autobusse aber zu den sichersten Verkehrsmitteln.

Der ARCD befürchtet, dass eine wachsende Zahl von Bussen auf Fernstrecken die schon vorhandenen großen Sicherheitsprobleme mit schweren Fahrzeugen auf den Autobahnen künftig noch weiter verschärfen wird. Der Club fordert, dass Fernbussen eine Ausstattung mit modernsten Fahrerassistenz- und Fahrerwarnsystemen und mit neuesten passiven und aktiven Sicherheitstechniken zwingend vorgeschrieben wird. ARCD
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Über ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

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