Samstag, 10. Dezember 2016


Notruf 112: Italien ist Europas Nachzügler

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Italien hat nach wie vor kein flächendeckendes Kommunikationssystem eingerichtet, das den Standort eines Anrufers übermittelt, wenn er die kostenfreie europäische Notfallnummer 112 gewählt hat. "Zu wissen, wo sich der Hilfesuchende befindet, ist wichtig für das wirksame Funktionieren des einheitlichen europäischen Notrufs 112, vor allem wenn Mobiltelefone benutzt werden. Ich fordere Italien daher auf, dringend alle Voraussetzungen für diesen lebenswichtigen Dienst zu schaffen", erklärte die für Telekommunikationsfragen zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Die Kommissarin richtete eine Stellungnahme an Italien und leitete damit den letzten Verfahrensschritt ein, bevor Klage beim Europäischen Gerichtshof erhoben und entsprechende Sanktionen ausgesprochen werden können. Nach den Niederlanden ist mittlerweile auch Litauen in der Lage, eine flächendeckende Ortung zu gewährleisten. Reding konnte daher die Einstellung der Verfahren gegen diese beiden Länder bekanntgeben. Die entsprechende EU-Vorschrift schreibt seit sechs Jahren verbindlich vor, dass 112-Anrufe durch Kooperation von Telekombetreibern und Rettungsdiensten auf dem gesamten Staatsgebiet lokalisierbar sein müssen, um die Einsatzzeit der Rettungsfahrzeuge entscheidend zu verkürzen. Nächstes Jahr könnte die EUKommission eine verpflichtende Regelung zur Einführung von eCall erlassen. Behörden, Fahrzeughersteller und Mobilfunkbetreiber hatten ursprünglich versprochen, dieses vollautomatische Notrufsignalsystem, das bei einem Aufprall Notfallzentralen unmittelbar alarmiert, ab 2009 in Neufahrzeugen zu installieren. Bislang ist diese Neuanwendung des 112-Systems jedoch noch in keinem EU-Mitgliedsstaat in Betrieb. ARCD
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer