Sonntag, 04. Dezember 2016


Motorradhersteller fürchten strenge EU-Vorgaben

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Mehr "Realismus" fordert der europäische Verband der Motorradhersteller ACEM von der europäischen Kommission bei der Ausarbeitung neuer technischer Zulassungsstandards für Fahrzeuge der Kategorie L. Die Richtlinie soll spätestens im Herbst dieses Jahres vorgestellt werden. Beim Jahrestreffen der Motorradindustrie in Brüssel appellierte der Verband an EU-Industriekommissar Antonio Tajani, Rücksicht auf die krisenbedingte Schwächung der europäischen Motorradhersteller zu nehmen und seinen Ingenieuren ausreichend Zeit für die Entwicklung und Umsetzung neuer Umwelt- und Sicherheitsanforderungen für motorisierte Zwei- und Dreiräder zu lassen. Der Richtlinienentwurf wird in erster Linie strengere Emissionsnormen festlegen, die Ausstattung motorisierter Zweiräder mit ABS beschleunigen sowie den freien Zugang zu Reparaturinformationen regeln. Die Kommission erwägt auch die Einbeziehung vierrädriger Quads und elektrischer Fahrräder in die Fahrzeugkategorie L. Neue EU-Auflagen sollten auf Wunsch der ACEM-Mitglieder einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden und dürften nicht zu Wettbewerbsnachteilen auf dem Weltmarkt führen. Um die Marktakzeptanz neuer Antriebssysteme, wie etwa Elektromotoren, in der EU zu erhöhen, müssten in den Mitgliedsländern überdies steuerliche Anreize geschaffen werden. Die politischen Entscheidungsträger hätten dafür zu sorgen, dass die entsprechende Infrastruktur, beispielsweise Ladestellen, rechtzeitig verfügbar wäre. Angesichts billiger Konkurrenz aus Asien forderte ACEM-Generalsekretär Jacques Compagne erneut EU-Maßnahmen gegen qualitativ bedenkliche Fahrzeugimporte. Nach Informationen des ARCD Auto- und Reiseclubs Deutschland sind die europäischen Verkaufszahlen von Motorrädern und Mopeds trotz Abwrackprämien in Spanien und Italien im vergangenen Jahr um 25 Prozent zurückgegangen. Die Branche muss damit im Vergleich zum Pkw-Sektor einen mehr als doppelt so hohen Absatzeinbruch verkraften. Weitere 6,5 Prozentpunkte gingen laut ACEM in den ersten beiden Monaten des Jahres 2010 verloren.
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ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto- und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr - mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassenden Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe gehobenen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift "Auto&Reise" unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.

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