Dienstag, 06. Dezember 2016


Maximale Flugsicherheit über Europa durch effizientere Unfallanalysen

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Die EU-Mitgliedsländer sollen bei der Untersuchung und Verhütung von Unfällen und Störungen in der Zivilluftfahrt intensiver zusammen arbeiten. Dies sieht ein neuer Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission vor. Durch die Verbesserung der Qualität der Unfalluntersuchungen will EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani erreichen, dass die Luftfahrt auch weiterhin der sicherste Verkehrsträger in der EU bleibt. Die Kommission hatte erhebliche qualitative wie quantitative Unterschiede bei den zur Verfügung stehenden Untersuchungskapazitäten in den einzelnen Mitgliedsländern und Schwächen bei der Umsetzung von Sicherheitsempfehlungen festgestellt. Die Einführung eines europäischen Netzes von Sicherheitsuntersuchungsstellen in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA soll in Zukunft die Koordinierung von Ausbildungsmaßnahmen sowie die gemeinsame Nutzung der vor allem in westlichen EU-Ländern verfügbaren Untersuchungsressourcen ermöglichen. Die Kommission will damit erwirken, dass Sicherheitsbehörden in der gesamten EU mit den rasanten technischen Entwicklungen im Flugverkehr Schritt halten können. Die Verordnung sieht die Schaffung einer zentralen Datenbank von Sicherheitsempfehlungen vor und zielt längerfristig auf die Einrichtung einer europäischen Agentur für Unfalluntersuchungen in der Zivilluftfahrt ab. Nach Ansicht der Kommissionsexperten müssen außerdem die Rechte von Unfallopfern und deren Angehörigen gestärkt werden. Daten aus Passagierlisten sollen fortan besser geschützt werden, um die Wahrung der Privatsphäre von Fluggästen nach einem Unfall garantieren zu können. Der oft quälenden Ungewissheit von Angehörigen soll durch schnellere und transparente Information unmittelbar nach einem Unfall als auch bei der Klärung der Unfallursachen abgeholfen werden.
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