Sonntag, 11. Dezember 2016


ARCD begrüßt Dauerregelung für Führerschein mit 17

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will das begleitete Fahren ("Führerschein mit 17") nach einem fünfjährigen Modellversuch in den Bundesländern auf Dauer einführen. "Das begleitete Fahren mit 17 ist ein großer Erfolg", sagte Ramsauer gegenüber Journalisten. Es bringe mehr Verkehrssicherheit für junge Fahrer und Fahranfänger. Eine entsprechende Gesetzesregelung will der Minister bis Ende 2010 auf den Weg bringen. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) begrüßt dieses Vorhaben. Der Club hatte sich schon vor sechs Jahren für diese Form der Fahrausbildung eingesetzt. Das Modell sieht vor, dass Jugendliche diese bereits im Alter von 17 Jahren abschließen können und dann bis zum 18. Geburtstag unter Auflagen in Begleitung einer erwachsenen Person ab 30 Jahre ein Auto selbst lenken dürfen. Der damalige Verkehrsminister Stolpe meldete dagegen Bedenken an und lenkte erst ein, als Bayern und Niedersachsen mit einer entsprechenden Initiative im Bundesrat drohten. Polizeivertreter hatten ursprünglich gefordert, dass die entsprechenden Fahrzeuge mit einem "L" gekennzeichnet sein müssten. Auch ein Nachtfahrverbot ab 23.00 Uhr wurde diskutiert. Als erstes Bundesland preschte 2005 Niedersachsen im Alleingang ohne Rücksicht auf Widerstände aus dem Bundesverkehrsministerium vor. Walter Hirche, der damalige Verkehrsminister in Hannover, konnte bald über positive Erfahrungen berichten. Schon nach einem Jahr zeigte sich, dass die beteiligten jungen Fahrer 40 Prozent weniger Unfälle verursachten und 60 Prozent weniger Bußgeldmandate kassierten als eine Vergleichsgruppe.

Auch in Schweden und den USA sanken die Unfallzahlen bei ähnlichen Modellen um rund 40 Prozent. Inzwischen bieten alle Bundesländer das begleitete Fahren mit 17 an. Ein aktuelles Gutachten der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bestätigt die guten Erfahrungen in Deutschland. Sie sind für Verkehrsminister Ramsauer das Signal, um das Modell in den Regelfall zu überführen. Der ARCD hofft auf schnelle Umsetzung durch ein entsprechendes Gesetz noch in diesem Jahr.
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ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Autound Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr - mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassenden Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe gehobenen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift "Auto&Reise" unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.

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