Samstag, 03. Dezember 2016


Pkw-Maut - Nicht nur bei uns ein Thema

ARAG Experten über verschiedene Mautregeln in Urlaubsländern

(lifePR) (Düsseldorf, ) Im Wahlkampf war die Pkw-Maut für die Kanzlerin noch undenkbar. Nun soll sie nach den Wünschen des Verkehrsministers Dobrindt aber doch kommen. Damit sie nicht so schlimm klingt, heißt die Maut jetzt Infrastrukturabgabe. Eine Konfrontation mit der EU bleibt trotzdem nicht aus, denn Bundesbürger sollen per Steuererleichterung davon faktisch befreit werden. Es zahlen also nur die anderen EU-Bürger. Das ganze Hin und Her wird auch in den kommenden Monaten noch für Gesprächsstoff sorgen. Tatsache ist, dass in vielen Ländern, die auch zu unseren Top-Reisezielen gehören, eine Pkw-Maut verlangt wird - von allen. Auch von deutschen Touristen, die mit dem Pkw unterwegs sind. Damit Sie beim Grenzübergang nicht in die Mautfalle tappen, geben ARAG Experten eine Übersicht über die unterschiedlichen Regelungen.

Frankreich

Einige Brücken, Tunnel und Schnellstraßen sowie die meisten Autobahnen in Frankreich sind gebührenpflichtig. Die Mautstellen (Péage) kassieren bei Auffahrt, Abfahrt oder einem Autobahnwechsel die Nutzungsgebühr. Fahrzeuge werden dabei entsprechend ihrer Höhe in verschiedene Klassen eingeteilt. Dachboxen zählen zwar nicht, unter Umständen kann es an den elektronischen Zahlstellen jedoch zu falschen Höhenmessungen kommen. Wenn Sie mit Dachgepäck unterwegs sind, wird dadurch eventuell das Fahrzeug in eine höhere und somit teurere Kategorie eingestuft. Prüfen Sie die ermittelte Kategorie sofort und rufen Sie im Zweifelsfall über die Gegensprechanlage das Mautpersonal heran, um den Fehler zu klären. Sollte sich das Problem wegen Sprachschwierigkeiten nicht lösen lassen, können Sie die Gebühren-Quittung und eine Kopie des Fahrzeugscheins bei der Autobahnbetreibergesellschaft einreichen, um die fehlerhafte Buchung zu reklamieren.

Österreich
Bei unseren südlichen Nachbarn benötigen Sie eine Vignette. Bestimmte Autobahnverbindungen - z.B. die Brenner Europabrücke und die Tauernautobahn kosten darüber hinaus extra. An allen Autobahngrenzübergängen zu Österreich gibt es zumindest eine Verkaufsstelle, die an sieben Tagen der Woche 24 Stunden geöffnet hat. Grundsätzlich wird jedoch empfohlen, die Vignette bereits vor Fahrtantritt zu erwerben. Das geht zum Beispiel über einen Automobilclub oder im Grenzbereich, an Raststätten, Tankstellen und Autobahnauffahrten. Bitte denken Sie daran, dass nur eine gültige und sichtbar auf der Windschutzscheibe geklebte Vignette den Nachweis der ordnungsgemäßen Mautentrichtung erbringt. Fehlt dieser Nachweis, wird im Zuge einer Vignettenkontrolle durch Beamte der Exekutive, Zollwache und Mautaufsichtsorgane der ASFINAG eine Ersatzmaut vor Ort erhoben. Kommt es - aus welchen Gründen auch immer - nicht zu dieser Zahlung, so wird ein Verwaltungsverfahren eingeleitet.

Slowenien
Auf allen Autobahnen und Schnellstraßen in Slowenien gilt für Fahrzeuge bis 3.5 t Vignettenpflicht. Etwaige freie Routen werden oft durch mobile Straßensperren unterbrochen, die Reisende auf vignettenpflichtige Strecken umleiten. Für die Kosten gibt es verschiedene Kategorien. Die meisten Pkw fallen in die Kategorie 2A (zulässiges Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen, Höhe an der Vorderachse unter 1,30 Meter). Für sie kostet die Maut 30 Euro pro Monat. Ist das Auto an der Vorderachse mehr als 1,30 Meter hoch, fällt es in Kategorie 2B (60 Euro pro Monat). Wohnmobile gehören allerdings wie normale Pkw in die günstigere Kategorie.

Polen
Autobahnen sind hier in der Regel mautpflichtig. Für alle Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen (zulässigem) Gesamtgewicht, Caravan und Gespanne mit Zugfahrzeug wird auch auf Schnell- und Bundesstraßen eine Maut kassiert. Außerdem brauchen diese Fahrzeuge einen Transponder zur elektronischen Erfassung und Bezahlung.

Portugal
Die Autobahnen in Portugal sind überwiegend gebührenpflichtig. Da auf den meisten Strecken nur elektronisch bezahlt werden kann, benötigen die Fahrzeuge einen Transponder. Vorsicht, wenn Sie ein Fahrzeug mieten. Bei Mietwagen ohne Transponder wird das Kennzeichen zunächst gespeichert, bis die Gebühr in einer Postfiliale bezahlt wird. Das ist erst 48 Stunden nach der letzten Fahrt durch ein Mautportal möglich. Wer bereits vorher wieder abreist, hat dann keine Möglichkeit, die Gebühren ordnungsgemäß zu bezahlen. Das kann ein unschönes Nachspiel haben. ARAG Experten empfehlen Portugalreisenden daher dringend, beim Ausleihen eines Mietwagens darauf zu achten, dass dieser einen Transponder hat.
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