Montag, 05. Dezember 2016


Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Peter Koch

Am 13. April 2015 überreichte die baden-württembergische Arbeits- und Sozialministerin Katrin Altpeter Peter Koch das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. „Sie haben Herausragendes für die Allgemeinheit geleistet.“

(lifePR) (Stuttgart, ) Im Rahmen einer Feierstunde im Sinzheimer Rathaus, an der Familienmitglieder, Vertreter aus Politik und zahlreiche Weggefährten teilnahmen, eröffnete die Ministerin Katrin Altpeter ihre Laudatio auf den Aufgezeichneten mit einem augenzwinkernden Gedicht über die Mühen des Ehrenamtes "Willst Du froh und glücklich leben, lass' kein Ehrenamt Dir geben!" Zum Glück habe der langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende der AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V., Peter Koch diesen "Ratschlag" nicht befolgt. Vielmehr schon früh, mit 28 Jahren, sein Engagement zur Verbesserung der Lebensqualität Multiple-Sklerose-Erkrankter begonnen und dieses fast drei Jahrzehnte beibehalten. Altpeter skizzierte wichtige Projekte, die dank des herausragenden Engagements Peter Kochs für MS-Erkrankte umgesetzt wurden. Darunter vor allem auch Projekte, die jungen Menschen Perspektiven geben.

Sein umfassendes Engagement habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die AMSEL sich von einer kleinen Selbsthilfeorganisation zu einem professionellen Fachverband und Interessenvertretung, die sie heute ist, entwickelt hat. "Ohne Menschen wie Peter Koch, die etwas anstoßen, sich für Schwächere einsetzen, privat zurückstecken und etwas für die Allgemeinheit tun, wäre unsere Gesellschaft ärmer und kälter," lobte die SPD-Politikerin und fügte hinzu: "Das herausragende Engagement Peter Kochs hat die besondere Stellung, die die AMSEL heute innehat, ermöglicht."

Diagnose als Herausforderung angenommen

Prof. Dr. Horst Wiethölter, Vorsitzender der AMSEL, würdigte die Willensstärke, Sachkenntnis, Begeisterungsfähigkeit und Beharrlichkeit, mit der sich Peter Koch für die AMSEL und für die MS-Kranken eingesetzt habe. "Sie haben die eigene Diagnose als Herausforderung angenommen, um für die MS-Kranken Rahmenbedingungen und ihre Lebensqualität zu verbessern." Trotz eigener gesundheitlicher Rückschläge und Einschränkungen habe der Sinzheimer sein Engagement fortgeführt, sei damit zum Garanten für stabile Verhältnisse in der AMSEL geworden. "Sie haben 1984, zehn Jahre nach der Gründung des Landesverbandes, viele Ideen in die AMSEL gebracht, was getan werden muss, damit MS-Kranke mit ihren Familien ein weitgehend normales Leben führen können." Heute sei dies dank der AMSEL, einer geänderten Wahrnehmung der Erkrankten durch Politik und Öffentlichkeit und nicht zuletzt dank verbesserter Therapiemöglichkeiten weitgehend Realität geworden.

Sichtlich bewegt bedankte sich Peter Koch für die Ausführungen in Laudatio und Grußwort, "sie haben mich gefreut und mir auch gut getan", und unterstrich, dass die erfolgreiche Arbeit der AMSEL eine Gemeinschaftsleistung sei. Er dankte allen Mitstreitern in der AMSEL, die den Weg mit ihm gemeinsam gegangen seien und hob ganz besonders das Engagement der AMSEL-Schirmherrin Ursula Späth hervor, das nicht hoch genug eingeschätzt werden könne.

Der Bürgermeister der Gemeinde Sinzheim, in der auf Wunsch Kochs die Feierstunde stattfand, gratulierte persönlich und im Namen der Gemeinde zu der bedeutenden Auszeichnung. Umrahmt wurde die Feierstunde vom Querflötentrio des Musikvereins Sinzheim.
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AMSEL e.V., Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V.

AMSEL - wer ist das?

Die AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden- Württemberg e.V. ist Fachverband, Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung für MS-Kranke in Baden-Württemberg. Die Ziele der AMSEL: MS-Kranke informieren und ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern. Der AMSEL-Landesverband hat über 8.600 Mitglieder und 60 AMSEL-Kontaktgruppen in ganz Baden-Württemberg. Mehr unter www.amsel.de

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen wahllos und an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile gut behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus.

MS in Zahlen
15.000-16.000 MS-Kranke in Baden-Württemberg
1,5-1,6 MS-Kranke pro 1.000 Einwohner in Baden-Württemberg
350-400 Neuerkrankungen pro Jahr in Baden-Württemberg
1 Diagnose täglich in Baden-Württemberg
130.000 MS-Kranke deutschlandweit
500.000 MS-Kranke europaweit
2,5 Mio.MS-Kranke weltweit

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