Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Uni Innsbruck und alpS engagieren Dr. Annegret Thieken vom GFZ Potsdam

(lifePR) (Innsbruck, ) Vor zwei Jahren wurde das in Innsbruck angesiedelte Kompetenzzentrum alpS - Zentrum für Naturgefahren- und Risikomanagement durch eine internationale Kommission evaluiert. Die damalige Empfehlung der Experten: die Einführung einer "wissenschaftlichen Leitung". Geschäftsführer Eric Veulliet erläutert: "Es geht der Evaluierungskommission darum, dass unser Know-How sowohl national als auch international optimal verwertet und weitergegeben wird. Wir wollen auch, dass die Ergebnisse unserer Forschung für den Bildungsbereich und für private Nachfrager attraktiv und verständlich angeboten werden können."

Der Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck, Tilmann Märk: "Alle Synergien nutzen"

Die internationale Ausschreibung dieser wichtigen Funktion erfolgte durch die Universität Innsbruck. Der für die Forschung zuständige Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk möchte "alle Synergien auch für die Grundlagenforschung und Lehre nutzen".

Erfolgreiche Berufung

Mit der Bestellung der Geoökologin Dr. Annegret Thieken vom weltweit anerkannten Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) gelang der Innsbrucker Universität und alpS eine höchst bemerkenswerte Berufung. "Diese Bestellung wird sich sowohl auf den Wissenstransfer der angewandten Forschung von alpS wie auch auf die universitäre Forschung und Lehre sehr positiv auswirken" sind Märk und Veulliet überzeugt.

Thieken: Sozial und wirtschaftlich mitdenken

Die Umweltnaturwissenschaftlerin Dr. Annegret Thieken kann auf einen sehr interessanten wissenschaftlichen und zugleich praxisorientierten Lebenslauf verweisen. Sie ist durch die intensive Befassung mit Hochwasserkatastrophen in Deutschland, Bulgarien und China auch in den Bereich der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hineingewachsen.

"Wenn man nach solchen Katastrophen Schäden in privaten Haushalten und Betrieben aufnimmt, wird man automatisch mit sozialen und wirtschaftlichen Fragen konfrontiert. Durch Naturkatastrophen können Existenzen bedroht sein. Dies gilt es in Zukunft zu vermeiden", so Thieken. Herausgekommen ist - nach umfangreichen Befragungen und naturwissenschaftlich-technischen Überlegungen - ein Modell zur Abschätzung direkter Schäden durch Flussüberschwemmungen. Dieses wird bereits von der Rückversicherungswirtschaft erfolgreich eingesetzt.

Naturgefahren - Wissen auch für Schulen oder Private

Für Dr. Thieken ist auch die Bewusstseinsbildung in Richtung Naturgefahren zentral. Deshalb finden sich ihre Risikoanalysen beispielsweise auch in den Unterlagen für GeographielehrerInnen. Ebenfalls basisorientiert waren die erstmalige Berechnung der Wirksamkeit privater Hochwasserschutzmaßnahmen und die Verwendung hochwasserangepasster Baumaterialien.

Im Wintersemester 2008/2009 wird Frau Univ.-Prof. Dr. Annegret Thieken an der Innsbrucker Universität eine Lehrveranstaltung "Ingenieurhydrologie und Flussgebietsmanagement" anbieten.
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