Freitag, 02. Dezember 2016


Arbeitsmarkt im März

(lifePR) (Karlsruhe, ) .
- Arbeitslosigkeit erneut gesunken
- Mehr Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden


Mit dem kalendarischen Frühlingsbeginn ging im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt die Arbeitslosigkeit erneut zurück.

Zur aktuellen Entwicklung sagt Ingo Zenkner, der Vorsitzende der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt: "Die relativ milden Temperaturen haben den Arbeitsmarkt in den letzten Wochen positiv beeinflusst. Er entwickelt sich weiterhin solide. Ich habe Anlass für einen optimistischen Blick in die Zukunft. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist erneut angestiegen und die Unternehmen der Region setzen mit ihrer stabilen Kräftenachfrage ein bejahendes Signal. Einen wichtigen Ansatzpunkt für unser Handeln in den kommenden Monaten sehe ich darin, die Abgangschancen aus der Arbeitslosigkeit noch weiter zu erhöhen. Unser Ziel ist es, die Zahl der arbeitslosen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung durch gezielte Qualifizierung zu senken. Denn für Geringqualifizierte gibt es nach wie vor nur eine eng begrenzte Nachfrage".

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk

22.787 Frauen und Männer aus dem Bezirk der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt sind derzeit ohne Arbeit - 477 weniger als vor einem Monat. Die Zahl der arbeitslosen Männer ging dabei stärker zurück als die der Frauen. Das liegt daran, dass durch die günstigen Wetterbedingungen wieder stärker in den Außenberufen gearbeitet wird.

Die Arbeitslosenquote veränderte sich positiv. Mit 4,1 Prozent liegt sie um zwei Zehntelprozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Der Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen zeigt, dass die Versicherungskunden stärker vom Rückgang profitierten (- 386).

Ebenfalls rückläufig - wenn auch geringer - die Zahl der Menschen, die Arbeitslosengeld II erhielten. 13.052 Personen - und damit 91 weniger als im Februar - beziehen jetzt die steuerfinanzierten Grundsicherungsleistungen.

Um den Arbeitsmarkt aussagekräftig beurteilen zu können, ist ein Blick auf seine Bewegungen erforderlich.

Im März schafften gut 2.140 arbeitslose Frauen und Männer die Rückkehr ins Erwerbsleben, das sind fast 240 mehr als im Februar. Sowohl die direkte Gegenüberstellung der gesamten Zu- und Abgänge als auch der Vorjahresvergleich lassen erkennen, dass ein optimistischer Blick durchaus berechtigt ist. Dies zeigt auch die stabile Kräftenachfrage.

Die Arbeitgeberteams konnten in den vergangenen vier Wochen 2.130 neue Stellenangebote aufnehmen. Das Gesamtangebot an freien Arbeitsstellen konnte auf 5.954 gesteigert werden.

Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt

Täglich melden die Arbeitgeber ihre freien Ausbildungsplätze - viele Jugendliche suchen noch einen Ausbildungsplatz. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten die Arbeitgeber 5.433 Ausbildungsstellen und damit 235 mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Parallel suchen bisher 3.985 junge Menschen mit Hilfe der Berufsberatung eine Ausbildungsstelle für den kommenden Herbst. Rein rechnerisch kommen damit auf jeden Bewerber rund 1,4 Berufsausbildungsstellen (Vorjahresverhältnis: 1,3).

Hierzu Zenkner: "Unser kontinuierliches Werben um Auszubildende und Ausbildungsstellen zeigt Wirkung. Wir können den Jugendlichen spannende und zukunftssichere Ausbildungsmöglichkeiten anbieten und den Betrieben ein breites Angebot an engagierten jungen Menschen vorschlagen. Ausbildung ist der sicherste Weg, Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz sind weiterhin überdurchschnittlich gut. Alle Schulabgänger, die sich für den diesjährigen Ausbildungsbeginn noch nicht beworben haben, sollten diese Chance nutzen und sich umgehend mit der Berufsberatung in Verbindung setzten. Wir haben noch eine breite Auswahl an freien Ausbildungsstellen".

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neun Geschäftsstellen

Alle Agenturen konnten einen Rückgang zum Vormonat melden. Dabei war die Entwicklung jedoch recht unterschiedlich.

Hauptagentur Karlsruhe:

Im Bezirk der Hauptagentur Karlsruhe waren am Ende des Berichtsmonats 10.489 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das waren 68 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent. Von dem Rückgang profitierten in erster Linie die Männer. Besonders im Baugewerbe und in den grünen Berufen bieten sich für arbeitslose Männer traditionell zahlreiche Einstiegschancen, wenn die für Außenberufe witterungsbedingten Einschränkungen wegfallen.

In den vergangen vier Wochen war die Zahl der Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten (2.943) höher als die Zahl derjenigen, die sich neu oder wieder arbeitslos melden mussten (2.878).

Der Karlsruher Arbeitgeberservice akquirierte gut 890 neue Arbeitsstellen. Das Gesamtangebot liegt derzeit bei 2.474.

Eine Auswahl der neu gemeldeten Stellen (w/m) in der Hauptagentur:

Fachkräfte Büro und Sekretariat, Fachkräfte Kraftfahrzeugtechnik, Altenpflegefachkräfte, Fachkräfte Reifen- und Vulkanisationstechnik, Fachkräfte Dialogmarketing, Erzieher/Erzieherinnen, Maler und Lackierer, Bauelektrik (Fachkräfte), Fachkräfte Sanitär, Heizung und Klimatechnik, Lagerwirtschaft Fachkräfte und Helfer, Berufskraftfahrer, Verkaufsfachkräfte, medizinische Fachangestellte, Buchhalter (Speziallisten).

Geschäftsstellen in Mittelbaden

In Mittelbaden ist die Arbeitslosigkeit im Monats- und Jahresvergleich deutlich zurückgegangen.

6.132 Frauen und Männer waren zum Stichtag ohne Arbeit. 242 weniger als im Februar. Dadurch ging die Arbeitslosenquote um zwei Zehntelprozentpunkte zurück. Mit 3,9 Prozent hat Mittelbaden jetzt die niedrigste März-Quote seit mehr als 20 Jahren.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern war etwas geringer als im letzten Berichtszeitraum. Die regionalen Arbeitgeber meldeten für den mittelbadischen Raum rund 544 neue Arbeitsstellen. Das derzeitige Gesamtangebot in Mittelbaden liegt aktuell bei 1.744 Vakanzen.

Hier eine Auswahl der neu akquirierten Stellen (w/m) im mittelbadischen Raum:

Friseure, Köche, Lagerwirtschaft Fachkräfte und Helfer, Bediener von Hebeeinrichtungen (Helfer), Fachkräfte Bauelektrik, Fachkräfte für den Gastronomieservice, Helfer in der Metallbearbeitung, Erzieher/innen, Mechatronik-Fachkräfte, Gastronomieservice (Helfer und Fachkräfte), Sozialarbeit Sozialpädagogik (Experte), Fachkräfte für spanende Metallbearbeitung.

In Baden-Baden hat sich die Arbeitslosigkeit um 15 auf 1.658 Personen verringert. Das wirkte sich positiv auf die Arbeitslosenquote aus. Sie ging um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent zurück.

Dabei meldeten sich knapp 330 Personen neu oder erneut arbeitslos, 20 weniger als vor einem Monat. Gleichzeitig konnten 342 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. Seit Jahresbeginn konnten 950 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden - 133 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitgeber aus der Region Baden-Baden meldeten im März 185 neue Arbeitsstellen, das waren genauso viele wie im Vorjahr.

Die Geschäftsstelle Bühl konnte die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat und Vorjahr nochmals senken. Mit 2,7 Prozent (Vj: 2,9 Prozent) hat Bühl mit Abstand die niedrigste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk.

Die Arbeitslosenzahl hat sich in den vergangenen vier Wochen um 32 auf 1.033 Personen verringert.

Ebenfalls rückläufig, die Zahl der Personen, die sich neu arbeitslos melden mussten. Gleichzeitig konnte die Geschäftsstelle einen Anstieg bei den Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit melden. 218 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden; gut 30 mehr als im Februar.

Die Arbeitgeber waren mit der Meldung neuer Stellenangebote, genau wie im Vorjahr, eher zurückhaltend. Trotzdem wurden 111 neue Arbeitsplätze zur Besetzung gemeldet.

In Gaggenau gab es prozentual gesehen den stärksten Rückgang der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat. 930 Frauen und Männer waren im Berichtsmonat ohne Arbeit, das waren 65 weniger als im Februar. Dadurch veränderte sich die Arbeitslosenquote positiv. Sie ging um zwei Zehntelprozentpunkte auf 3,0 Prozent zurück.

Dabei gab es viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 315 Personen - und damit 95 mehr als im Februar - konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. 243 Frauen und Männer mussten sich im gleichen Zeitraum neu oder wieder arbeitslos melden.

Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern ist leicht angestiegen. 54 freie Arbeitsstellen wurden gemeldet.

Rastatt konnte im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Minus von 8,4 Prozent den kräftigsten Rückgang innerhalb der mittelbadischen Geschäftsstellen melden. Auch gegenüber Februar hat sich die Arbeitslosigkeit deutlich um 130 auf 2.511 Personen verringert. Weniger Arbeitslose bedeuten in der Regel auch eine günstigere Arbeitslosenquote. Mit aktuell 4,2 Prozent liegt diese jetzt um vier Zehntelprozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

Im Jahresvergleich ebenfalls rückläufig, die Zahl der Personen, die sich neu arbeitslos melden mussten. Sie ging um 25 auf 566 Personen zurück. Fast 700 Frauen und Männer konnten im Gegenzug ihre Arbeitslosigkeit beenden; rund 150 mehr als im Februar.

Der Rastatter Arbeitgeberservice konnte im vergangenen Monat 194 Stellen akquirieren; Das Gesamtangebot liegt derzeit bei 700 Vakanzen.

Geschäftsstellen im Landkreis Karlsruhe

In allen vier Geschäftsstellen gibt es weniger Arbeitslose als im Februar. Gegenüber dem Vorjahr gab es in Bretten und Ettlingen prozentual den stärksten Rückgang.

In Bretten blieb die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Februar nahezu unverändert. Im Jahresvergleich ging sie aber deutlich zurück. Im Berichtsmonat waren 1.029 Frauen und Männer ohne Arbeit; das waren rund 100 oder 8,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb bei 3,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,1 Prozent.

Die Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit lagen mit 291 Personen etwas höher als der Zugang an Neumeldungen (283).

Arbeitgeber meldeten im März 98 neue Arbeitsstellen, 8 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn konnte der Arbeitgeberservice 314 neue Angebote aufnehmen; das bedeutet ein Plus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

In Bruchsal hat sich die Arbeitslosigkeit von Februar auf März um 64 auf 2.519 Personen verringert. Damit gab es praktisch genau so viele Arbeitslose wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um einen Zehntelprozentpunkt auf das Vorjahresniveau von 3,8 Prozent zurück.

Mehr als 1.370 Zu- und Abgänge aus der Arbeitslosigkeit wurden im vergangenen Monat in Bruchsal registriert. Dabei überwog die Zahl der Abmeldungen. 717 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 656 mussten sich im gleichen Zeitraum neu arbeitslos melden.

Positiv, weil überdurchschnittlich, die Anforderung neuer Arbeitskräfte. Fast 300 neu zu besetzende Arbeitsstellen konnte der örtliche Arbeitgeberservice akquirieren; 34 mehr als einen Monat zuvor und knapp 50 mehr als vor einem Jahr.

Ettlingen konnte sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit melden. 1.384 Arbeitslose wurden im Berichtsmonat gezählt; 67 weniger als im Februar und 130 weniger als vor einem Jahr. Dadurch ging die Arbeitslosenquote auf 3,0 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,3 Prozent. Damit hat Ettlingen mit Abstand die niedrigste Quote im Landkreis Karlsruhe. Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern blieb mit rund 210 neuen Stellen stabil.

Aus der nördlichsten Geschäftsstelle Waghäusel kamen gegenüber Februar überwiegend positive Nachrichten.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ging um 31 auf 1.234 zurück. 340 Personen und damit 34 weniger mussten sich neu oder wieder arbeitslos melden. Gleichzeitig konnten sich knapp 370 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Die Arbeitslosenquote fiel auf 3,7 Prozent.

Nur das Angebot an neuen Arbeitsstellen blieb auf den ersten Blick hinter den Erwartungen zurück. 90 Vakanzen wurden gemeldet und damit etwa gleich viele wie vor einem Jahr. Positiv ist aber, dass seit Jahresbeginn dem Arbeitgeberservice 50 Stellen mehr als im letzten Jahr zur gleichen Zeit gemeldet wurden.

Hier eine Auswahl der neuen Stellenangebote (w/m) im Landkreis Karlsruhe:

Holz-, Möbel-, Innenausbau-Fachkräfte, Helfer in der Metallbearbeitung, Mechatronik-Fachkräfte, Maschinenbau- und Betriebstechnik (Fachkräfte), Köche, Lagerwirtschaftshelfer, Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW), Verkaufsfachkräfte für Back- und Konditoreiwaren, Büro- und Sekretariatskräfte, Altenpflegehelfer, Kaufleute für Groß- und Außenhandel, Fachkräfte für spanende Metallbearbeitung, Steuerberatungsfachkräfte, Tänzer, Choreografen (Experten).
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