Dienstag, 06. Dezember 2016


Arbeitslosigkeit sinkt noch einmal

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und Kurzarbeit federn die Krise weiterhin wirksam ab

(lifePR) (Karlsruhe, ) Das Wichtigste auf einen Blick:

- 19.190 Frauen und Männer sind ohne Arbeit - genau 134 oder 0,7 Prozent weniger als vor einem Monat aber auch rund 3.000 mehr als im Vorjahr
- Vom Rückgang profitieren erneut junge Menschen unter 25 Jahren
- Die Arbeitslosenquote blieb unverändert. Mit aktuell 5,1 Prozent liegt sie um ein Zehntelprozentpunkt über dem Landesdurchschnitt
- 5.070 Personen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden, 10,3 Prozent mehr als im November vor einem Jahr. Gleichzeitig mussten sich aber auch 4.930 Menschen neu arbeitslos melden, das sind 550 mehr als im Vorjahr
- Bei den Versicherungskunden (Sozialgesetzbuch III - SGB III) ging die Arbeitslosigkeit zurück, dagegen gab es einen leichten Anstieg bei den Menschen, die jetzt Grundsicherung nach SGB II erhalten
- Arbeitgeber setzen weiterhin auf Kurzarbeit
- Leicht rückgängig die Einstellungsbereitschaft der Betriebe

"Die von vielen erwarteten Konjunkturprobleme haben sich erfreulicherweise nur bedingt auf unserem lokalen Arbeitsmarkt gezeigt. Er ist weiterhin widerstandsfähig und trotz leicht sinkender Kräftenachfrage noch immer aufnahmefähig. Auch im vergangenen Monat konnten wir vielen Betroffenen in relativ kurzer Zeit eine neue Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermitteln. Nach wie vor helfen aber Kurzarbeit und der verstärkte Einsatz der uns zur Verfügung stehenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise abzufedern. So haben wir seit Jahresbeginn rund 2.360 arbeitslosen Personen die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme ermöglicht und diese gefördert.

Besonders hat sich in den vergangen Monaten das Kurzarbeitergeld als Puffer gegen Entlassungen bewährt. Die Unternehmen können auch 2010 die erweiterte Kurzarbeit beantragen und damit weiterhin Phasen mit schlechter Auftragslage besser überstehen. Das Bemühen der Unternehmen, ihre eingearbeiteten Kräfte zu halten und nicht mit Entlassungen zu reagieren, zeigt ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern" sagt Hartmut Pleier, Chef der Karlsruher Arbeitsagentur, bei Vorlage der Novemberdaten.

"Eine Vorhersage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin sehr schwierig", so Pleier weiter. Trotzdem bittet Pleier die Betriebe, ihre Ausbildungsbereitschaft nicht reduzieren. "Ich bin mir sicher, dass sich die Stimmung in der Wirtschaft wieder aufhellt und gut ausgebildete junge Fachkräfte mehr den ja gebraucht werden; melden Sie uns jetzt ihren Ausbildungsbedarf".

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

19.190 Frauen und Männer im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind jetzt ohne Arbeit. Das sind gut 130 weniger als im Oktober auch aber 18.6 Prozent (3.010) mehr als vor einem Jahr. Bei den Jugendlichen, die mindestens 15 aber noch keine 25 Jahre alt sind, ging die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat erneut am stärksten um 6,1 Prozent zurück.

Der Blick auf die beiden Rechtskreise - Sozialgesetzbuch III (SGB III) und Sozialgesetzbuch II (SGB II) zeigt, dass ausschließlich die Zahl der Versicherungskunden (SGB-III) zurückging. Dagegen mussten sowohl im Stadt- als auch im Landkreis mehr Menschen Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II beantragen.

Im November erhielten rund 10.200 Frauen und Männer oder 53,1 Prozent aller Arbeitslosen aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe Leistungen zur Grundsicherung (SGB II), knapp 70 mehr als vor vier Wochen.

In der Stadt Karlsruhe sind jetzt genau 6006 Personen oder 64 Prozent aller arbeitslosen Menschen SGB-II-Kunden. Im Landkreis Karlsruhe erhalten derzeit gut 4.190 Personen die Leistung der Grundsicherung; der Anteil hier: 43,5 Prozent.

Zugänge in Arbeitslosigkeit - Abgänge aus der Arbeitslosigkeit

Es ist weiterhin viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Gut 5.070 Menschen der Region konnten in den letzten vier Wochen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Rund 480 mehr als vor einem Jahr. Sie haben jetzt wieder neue Arbeitsstellen, nehmen an einer beruflichen Weiterbildung teil oder besuchen eine betriebliche oder schulische Ausbildung. Ein Teil hat sich auch in den vergangen vier Wochen aus persönlichen Gründen aus dem Arbeitsmarktgeschehen zurückgezogen.

Gleichzeitig mussten sich im November 4.930 Frauen und Männer neu oder wieder arbeitslos melden und damit 4,7 Prozent oder 240 weniger als im Oktober aber auch 550 (12,5 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Arbeitskräftenachfrage stabil

Die Einstellungsbereitschaft der regionalen Arbeitgeber blieb in den letzten Wochen relativ stabil. Trotz schwieriger Wirtschaftslage konnte der Arbeitgeberservice 1.097 neue ungeförderte Stellenangebote - also ohne die Arbeitsgelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch II, die sogenannten "ein Eurojobs" - aufnehmen. Das Gesamtangebot an freien Stellen liegt aktuell bei rund 2.110.
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