Freitag, 28. November 2014


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DFV-Vorstand im Interview: Folgen der Unisex-Tarife in der Pflegezusatzversicherung

Im Interview mit dem Verbraucherportal 1A.NET spricht Dr. Stefan Knoll, Vorstand der Deutschen Familienversicherung Frankfurt, über die Folgen der Unisex-Tarife und die Zukunft der Pflegeversicherung in Deutschland

(lifePR) (Rostock, ) Der Versicherer "Deutsche Familienversicherung" hat als erstes Unternehmen auf dem Markt gleichgeschlechtliche Tarife im Bereich der Pflegezusatzversicherung eingeführt. Gegenüber www.1a.net schildert ihr Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Knoll erste Erfahrungen mit den neuen Kalkulationsvorschriften. Während die Versicherten mit Beitragsanpassungen rechnen müssten, stellt Unisex auch Anbieter und Makler vor neue Herausforderungen. Zudem weist er darauf hin, dass angesichts der demografischen Entwicklungen die individuelle Vorsorge der Versicherten immer bedeutsamer wird. Das vollständige Interview finden Sie unter http://www.1a.net/....

Neue Anreize durch geschlechtsneutrale Tarife

Knoll macht deutlich, dass das Problembewusstsein gerade "bei denen, die eine Pflegezusatzversicherung bräuchten, noch nicht so ausgeprägt ist, wie man sich das wünscht". Aufgrund der höheren Lebenserwartung seien vor allem Frauen von der "Versorgungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung" betroffen. Dennoch hätten sich bisher eher Männer für die zusätzliche Absicherung entschieden. Die neuen Unisex-Tarife und die damit verbundenen niedrigeren Prämien für Frauen können in diesem Bereich aber positive Anreize schaffen.

Herausforderungen durch den demografischen Wandel

Angesichts der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen Geburtenrückgang formuliert Knoll Appelle sowohl an die Politik als auch an Versicherer und Versicherungsnehmer. Während es die Aufgabe der Politik sei, die Bürger über die Konsequenzen fehlender Vorsorge aufzuklären, sollten die Versicherungen ihre Policen dahingehend anpassen, dass sie die "Lebensveränderungen bei der versicherten Person auch im Laufe der Zeit abbilden" können. Versicherte müssten dagegen "dahingehend sensibilisiert werden, dass sie selbst Vorsorge betreiben und nicht auf staatliche Lösungen warten".

2012 beratungstechnisch das Jahr der Pflege

Gleichzeitig erklärt Knoll, dass sich auch Verantwortliche im Vertrieb von Personenversicherungen auf neue Begebenheiten einstellen müssen. Sowohl Frauen als auch Männer müssten auf ihre Rechte und möglicherweise eintretende Kostenbelastungen genauestens hingewiesen werden, um so mögliche Beratungsfehler zu vermeiden. "Die besondere Herausforderung für den Vertrieb bedeutet also, dass das Jahr 2012 beratungstechnisch ein Jahr der Pflege sein muss, weil andernfalls erhebliche haftungstechnische Implikationen entstehen".
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