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Aktuelle Impfraten: Hohe Akzeptanz der HPV-Impfungen bei jungen Mädchen

Krebsgesellschaft fordert Mädchen weiter zur Teilnahme auf

(lifePR) (Berlin, )
Die Schutzimpfung gegen als besonders gefährlich erkannte Typen der Humanen Papillomviren (HPV) genießt hohe Akzeptanz bei Behandelnden und Behandelten. Die aktuellen Durchimpfungsraten zeigen, dass vor allem die Alterszielgruppe der 12- bis 17-jährigen Mädchen an dem Impfprogramm teilnimmt. In diesem Altersbereich übernehmen die Krankenkassen auch die Kosten.* Die Rate bei den 12- bis 14-Jährigen beträgt dabei 39 %, bei den 15- bis 17-Jährigen sogar 59 % - und das bereits zwei Jahre nach der offiziell ausgesprochenen Impfempfehlung. Zum Vergleich: Bei Hepatitis B dauerte es rund zehn Jahre, bis ähnliche Raten erreicht wurden. Die Umsetzung der HPV-Impfung ist zwar als großer Erfolg zu werten, Ziel künftiger Informationskampagnen muss jetzt aber sein, die Anzahl der verbleibenden, nicht geimpften Mädchen weiter zu reduzieren. Nur dann kann der bestmögliche Nutzen dieser Präventionsmaßnahme erreicht werden.

"Die prozentuale Verteilung der Impfungen auf die Altersgruppen ist nicht verwunderlich. In den älteren Jahrgängen wird die Schutzmaßnahme als dringlicher angesehen, da die Infektion mit HPV in engem Zusammenhang mit Sexualkontakten steht", erklärt Prof. Dr. med. Matthias Beckmann, Direktor der Frauenklinik am UK Erlangen und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft. Bei den jüngeren Mädchen würden sowohl Eltern als auch Ärzte oft noch nicht die Notwendigkeit sehen, so dass die Impfung in ein höheres Alter verschoben wird. Da die Impfung jedoch möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr (der oft auch ohne Wissen der Eltern stattfinden kann) durchgeführt werden sollte, ist eine rechtzeitige Konsultation ratsam. "Die idealen Gelegenheiten dafür sind die J1 oder ein Kontrazeptionsgespräch beim Frauenarzt", so Beckmann weiter.

Nach der Verleihung des Medizin-Nobelpreises an Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen ist die HPV-Impfung noch stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Ihre Wirkung richtet sich gegen die HPV-Typen 6 und 11 sowie 16 und 18, die für die Entstehung von Genitalwarzen bzw. einen Großteil der Gebärmutterhalstumoren verantwortlich gemacht werden. An Gebärmutterhalskrebs erkranken in Deutschland jährlich über 6.000 Frauen und 1.700 sterben daran. Dabei ist zu bedenken, dass ca. 5 bis 10 % der Infektionen chronisch werden. Von diesen chronischen Verläufen wiederum führen 1 bis 5 % zu Tumoren. Beide Entwicklungen können durch eine rechtzeitige Impfung zukünftig weitgehend unterbunden werden.

Die HPV-Schutzimpfung stellt somit eine sehr effektive und sichere primärpräventive Schutzmaßnahme dar. Die Impfung muss jedoch auch weiterhin durch die regelmäßig durchzuführenden Krebsfrüherkennungsmaßnahmen (Vorsorgeuntersuchung) ergänzt werden. Erst die Kombination dieser beiden Präventionsangebote schafft einen optimalen Schutz. Die HPV-Impfung trägt dazu allerdings einen unverzichtbaren Teil bei. Trotz diverser Einwände, die im Laufe der Zeit dagegen erhoben wurden, nach wissenschaftlicher Prüfung aber entkräftet werden konnten, kann es nur einen Appell an Mädchen und junge Frauen geben: Nehmt diese Chance wahr!

Weitere Informationen finden Sie unter www.krebsgesellschaft.de bzw. in der Broschüre "Schneller als das Virus! - Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs". Die Broschüre erhalten Sie über die Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. oder über die Geschäftsstellen der Landeskrebsgesellschaften.

* Einige Kassen übernehmen auch die Impfkosten für die Altersgruppe der 18 bis 26jährigen Frauen.
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