Samstag, 03. Dezember 2016


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Architekten der Lüfte - neue Webervögel im Zoo Basel

(lifePR) (Basel, ) Nur wenige Vogelarten beherrschen den Bau eines Nestes so perfekt wie jene aus der Familie der Webervögel. Nun sind im Zoo Basel zwei weitere Arten dieser Baukünstler eingezogen: Neu lebt eine Gruppe von Dorfwebern im Vogelhaus und im Haus Gamgoas sind Napoleonweber auf die Anlage der Nilkrokodile gezogen. Während die Dorfweber-Männchen vor allem mit ihren kunstvollen Kugelnestern auf sich aufmerksam machen, versuchen, die Napoleonweber mit spektakulären Balzflügen bei den Weibchen zu landen.

Zurzeit leben vier Webervögel-Arten im Zoo Basel. Seit der Eröffnung des Etoschahauses 2001 bauen dutzende Siedelweber unermüdlich an ihrem riesigen Gemeinschaftsnest. Die Kapweber im Vogelhaus sind auf Einfamilienhäuser spezialisiert, genau wie ihre neu eingetroffenen Verwandten die Napoleonweber und die Dorfweber.

Neu zu sehen: Naopleonweber und Dorfweber

Die Gruppe von Dorfwebern ist erst Mitte Mai im Vogelhaus eingezogen, deshalb befindet ihr Nestbau sich noch in den Anfängen. Aufmerksame Besucher können den gelbschwarzen Vögeln jetzt beim Bau ihres Kunstwerkes zuschauen. Dorfweber sind etwas grösser als ein Spatz und kommen ursprünglich im südlichen Afrika vor.

Im Gamgoas-Haus hat im April eine kleine Gruppe Napoleonweber auf der Anlage der Nilkrokodile und Zwergmangusten ein Zuhause gefunden. Bei dieser Art ist die Balz ausgesprochen amüsant: Die fast knallgelben Männchen plustern sich während ihrer Balzflüge auf und schiessen wie kleine Tennisbälle über die Anlage. Da ihre Nester nicht ganz so auffällig sind wie die der Dorfweber, ist anzunehmen, dass sie mit dieser Balz die Weibchen mehr beeindrucken können, als dies mit dem Nest der Fall ist. Wer diesem Spektakel zuschauen möchte, sollte den Zoo in den Morgenstunden besuchen, dann sind die kleinen schwarz-gelben Vögel besonders aktiv.

Mit Baukünsten auf Partnersuche

Webervögel sind bekannt für ihre Nestbau-Künste. Bei den Arten, welche Einfamlienhäuser bauen, fertigen die Männchen im Frühjahr richtige Kunstwerke, um die Gunst der Weibchen zu gewinnen. Das Nest wird von den Weibchen gründlich untersucht und schon bei kleinsten Mängeln abgelehnt. Findet die Henne aber Gefallen daran, so übernimmt sie die Feinarbeit und stattet es mit Daunen und feinen Gräsern aus. Das Brutgeschäft ist ebenfalls Sache der Henne. Währenddessen beschäftigt der Hahn sich mit dem Bau eines weiteren Nestes, in der Hoffnung, ein weiteres Weibchen mit seinen Künsten zu beeindrucken.

Kunstvoll geflochtene Nester

Von aussen betrachtet sehen die Nester der Webervögel nicht wirklich elegant aus. Es sind geschlossene Kugelnester mit seitlichem oder unten angebrachtem Eingang. Sie hängen entweder an einem Ast oder werden zwischen verschiedenen grösseren Ästen gebaut. Die Machart dieser Nester hingegen ist beachtenswert. Die Männchen suchen Grashalme oder andere filigrane Zweige aus und beginnen an einem geeigneten Ast, einen Kreis zu flechten. Dabei halten sie mit einem Fuss den Halm am Ast fest und biegen ihn dann mit dem Schnabel sorgfältig um den Ast. Anschliessend wird der Halm mit weiteren Halmen verflochten und ein Ring entsteht. Um diesen folgen weitere, die miteinander verwoben werden. Das so geflochtene Konstrukt ist ausgesprochen stabil und bietet Schutz gegenüber Unwetter oder sogar Fressfeinden.

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