Samstag, 10. Dezember 2016


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Zeppelin Universität startet Veranstaltungsreihe zur weiteren Entwicklung im Fallenbrunnen

(lifePR) (Friedrichshafen, ) Die Zeppelin Universität (ZU) wird dem Ausbau ihres künftigen Hauptcampus' am Fallenbrunnen 3 und der weiteren Entwicklung im gesamten Areal eine eigene Veranstaltungsreihe widmen. Das ZU-Präsidium gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kulturmanagement laden dazu Architekten, Planer und Experten aus den Urban- & Region-Studies sowie Spezialisten verschiedener Disziplinen zu Vortrags- und Diskussionsabenden ein. Parallel zu den weiteren Planungen sollen die Vorträge als öffentliche Gesprächsplattform und Inspirationsquelle jenseits der Gremienarbeit dienen.

"Gegenwärtig wird die Rolle von Bildungsarchitekturen für gesellschaftliche Entwicklungen neu gewichtet und gewinnt auch im Rahmen der Regional- und Stadtentwicklung zunehmend an Bedeutung. Für heutige Wissensgesellschaften geht es dabei nicht länger nur um errechenbare Optimierungsfragen oder um eine einfache Ökonomie der Aufmerksamkeit durch Prestigearchitekturen. Vielmehr spricht man vom Anlegen komplexer Innovationsökologien", erklärt die Organisatorin der Reihe, Professorin Karen van den Berg, Inhaberin des Lehrstuhls für Kulturmanagement. "Besonders wichtig für die Entwicklung heutiger Formen der Wissensproduktion und -zirkulation scheinen dabei atmosphärische Faktoren zu sein - und Räume, die kennzeichnet sind durch Hybridität", erklärt sie weiter. Deshalb fragt sich, wie man das Entstehen offener Innovationsökologien und die Fabrikation von Wissen durch Architekturen und Raumordnungen befördern könne.

Überlegungen wie diese sind für die ZU ebenso wie für die Stadt Friedrichshafen unmittelbar wichtig, denn der weitgehende Umzug der ZU in das ehemalige Kasernengebäude am Fallenbrunnen 3 nach der bisherigen Unterbringung in den beiden Provisorien im Fallenbrunnen 2 und 18 geht einher mit der Standortentwicklung eines bislang eher randständigen und infrastrukturell wenig erschlossenen Areals. Für die Universität stelle sich - so Geschäftsführerin Katja Völcker - dabei nicht nur die Frage, wie man eine inspirierende Umgebung für offene, dialogische Lehrformen und innovative Forschung schafft. Vielmehr wäre es für die Universität wünschenswert, als Innovationsökotop insbesondere auch für den lokalen Raum wirksam zu werden. Neuere Studien zeigten dabei, so Prof. Karen van den Berg, dass gesellschaftsrelevante Forschung vor allem dort passiert, wo Forschung sich von benachbarten Alltagsnutzern anregen lässt.

Wie aber könnten entsprechende Räume, Häuser und Ordnungen dafür aussehen? Wie müssten sie beschaffen sein? Wie könnte es gelingen, eine ehemalige Kaserne in eine Brutstätte für Wissensproduktion und Innovationskultur zu verwandeln? Fragen wie diese sollen in der öffentlichen Vortragsreihe mit anschließender Diskussion erörtert werden.

Den Auftakt macht am Dienstag, 27. April, der Architekturtheoretiker und Planer Mathias Heyden, der als Mitbegründer des Wohn- und Kulturprojektes K77 in Berlin für ein gemeinschaftsorientiertes und demokratisches Bauen steht. Mit seinem "Institut für Strategien partizipativer Architektur und räumlicher Aneignung" geht es ihm um direkt-demokratisches Planen und Bauen. Vorstellen wird Heyden Möglichkeiten des Umgangs mit baulichem Bestand an verschiedenen Beispielen. Sein Thema: "Verhandlungsräume für heute und morgen! Konzepte partizipativer Architektur für einen wertschätzenden und progressiven Umgang mit dem Bestand."

Fortgesetzt wird die Reihe am Montag, 3. Mai, mit der Architektin Susanne Hofmann, Leiterin der "baupiloten" in Berlin. Die "baupiloten" realisieren seit Jahren gemeinsam mit Studierenden der TU Berlin Schul- und Universitätsarchitekturen und bedienen sich dabei Entwurfsstrategien, die Bedürfnisse der Nutzer herauszuarbeiten. In ihrem Vortrage unter dem Titel "Lehrräume neu denken" wird Susanne Hofmann neue Konzepte von Bildungsarchitekturen beispielhaft vorstellen.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr und finden im ZU-Gebäude am Fallenbrunnen 18 statt. Die Reihe wird nach den Semesterferien im Herbst fortgesetzt, und zwar am Dienstag, 14. September, mit Markus Bader von "raumlabor Berlin", einem interdisziplinären Büro für Architektur und Städtebau, das im Juli auch im Kunsthaus Bregenz zu sehen sein wird. Markus Bader hält einen Vortrag mit Miniworkshop zum Thema "Some ideas for a better city".

Als weitere Referenten sind unter anderen angefragt oder haben bereits zugesagt: Dr. Stefan Köhler, Erster Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Prof. Dr. Simone Strambach von der Philipps-Universität Marburg und Prof. Dr. Gernot Grabher von der HafenCity Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung Hamburg.

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