Samstag, 10. Dezember 2016


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ZAMG: März ein Monat im Zeichen des Übergangs

-16,0 °C am 8. März in Linz , -14,0 °C am 9. März in Salzburg: Diese tiefen Temperaturen werfen bei vielen Menschen die Frage auf, ob dies Anfang März denn normal sei

(lifePR) (Wien, ) Von klimatologischer Seite her lässt sich sagen, dass gerade der März ein Monat ist, in welchem man mit großen Temperaturschwankungen rechnen muss. Diese großen Temperaturschwankungen haben mehrere Ursachen:

Im März beginnt sich auf der Nordhemisphäre langsam die Winter- auf die Sommerzirkulation umzustellen. Einerseits sind weite Teile der nördlichen Regionen noch mit Schnee oder Eis bedeckt, andererseits macht sich im Tiefland Mittel- und Südeuropas schon zusehends der Frühling bemerkbar. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd und je nach Wetterlage gelangt der Alpenraum in den Einflussbereich frühlingshaft-milder Luft aus dem Süden oder bitterkalter Luft arktischen Ursprungs aus dem Norden. Während bei Südströmungen die Lufttemperatur bereits verbreitet über +10 und in der zweiten Märzhälfte sogar über +20 °C steigen kann, kommt es im Zuge von Kaltluftvorstößen aus dem Norden oder Nordosten nochmals zu Dauerfrost und Tiefstwerten unter -10 bzw. in den Alpen auch unter -20 °C.

Durch die zunehmende Tageslänge und die stetig zunehmende Sonneneinstrahlung steigen aber die Temperaturen im März tagsüber trotz strengen Nachtfrösten oft in den positiven Bereich. Durch diese beiden Faktoren werden im März die Regionen mit kalten Luftmassen allmählich weiter nach Norden zurückgedrängt, wodurch es im Verlauf des Monats immer seltener zu massiven Kaltluftvorstößen bis in den Alpenraum kommt. Dadurch ergeben sich im März teils sehr große Temperaturunterschiede; ein Bespiel hierfür ist der März 2005:

Am 1.3.2005 wurden z.B. in Pörtschach -19,2 °C gemessen, nur knapp zwei Wochen später wurden am Wörthersee hingegen fast 24 °C registriert! Aber auch im nordöstlichen Flachland sind ähnliche Temperaturunterschiede möglich. In Wien zum Beispiel liegt die größte Temperaturspanne im März bei 39,2 °C und stammt aus dem Jahr 1890, damals begann der Monat mit Temperaturen bis -16,0 °C und endete mit +23,2 °C.

Auch im Bezug auf den Schnee kommt es im März regelmäßig zu weißen Überraschungen, weshalb man eigentlich gar nicht von Überraschungen sprechen kann. Durchschnittlich fallen z.B. in Wien im März 8 cm Neuschnee, im Vergleich dazu sind es im schneereichsten Monat (Jänner) in der Bundeshauptstadt auch nur 18 cm Neuschnee. Der schneereichste März wurde in Wien 1958 registriert, damals wurden insgesamt 79 cm Neuschnee gemessen. Gerade in den letzten Jahren traten besonders in den Alpen aber auch im Flachland teils sehr massive Schneefallereignisse auf. Im März 2006 schneite es im Zuge eines Italientiefs in Kärnten bis zu 80 cm innerhalb von 24h, aber auch im oberösterreichischen Zentralraum oder im Rheintal fielen bis zu 40 cm der weißen Pracht. In den Alpen zählt der März also durchaus noch zu den winterlichen Monaten. In den höher gelegenen Tallagen wie Kötschach-Mauthen (K), Seefeld (T) oder auch Saalbach (S) liegt im Schnitt noch an knapp 20 Tagen im März eine geschlossene Schneedecke.

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