Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Sylter Woche: "Zahnersatz - Innovation und Tradition"

57. Fortbildungskongress der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein beendet

(lifePR) (Kiel, ) Auch die 57. Fortbildungswoche der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein in Westerland auf Sylt hielt, was versprochen war: hochkarätige Fortbildung und zum Abschluss strahlender Himmel und zufriedene Gesichter. In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro) wurden mehr als 1200 Teilnehmer an vier Tagen auf den neuesten Wissensstand gebracht.

Bereits 1974 seien erste Überlegungen zur digitalen Abformung und Herstellung von Zahnersatz skizziert worden, so Prof. Daniel Edelhoff (München) am letzten Kongresstag. Heute stünden an der Münchner Uni 18 verschiedene Systeme zur Verfügung, die (technische) Herstellung einer Krone sei innerhalb einer Stunde möglich. Dabei konkurrierten inzwischen additive (Drucken, Sintern) mit substraktiven Verfahren (Fräsen, Schleifen, Errodieren). Es gebe aber immer noch analoge Inseln in der digitalen Welt.

In ihrem Schlussvortrag befasste sich die Vizepräsidentin der DGPro, Prof. Meike Stiesch (Hannover) mit der Zukunft der Prothetik und der Prothetik der Zukunft: So werden im experimentellen Stadium bereits neue Zahnkeime gezüchtet, werden Zähne gedruckt und mit biologischen Zellen beschichtet. Die Digitalisierung ermög­licht beeindruckend realitätsnahe Behandlungssimulationen. Wegen der Vielfalt der neuen Möglichkeiten und Materialien seien die Schaffung von Standards und eine zuverlässige Testung von neuen Materialien unerlässlich, so Stiesch. Patientensicherheit und Nach­haltigkeit müssten auch bei Innovationen gewährleistet sein. Die einzelnen Elemente des digitalen Workflows müssten besser verknüpft und die digitale Abformung noch optimiert werden.

Zuvor hatte Prof. Frauke Müller (Genf) die Zukunft der Zahnersatzversorgung im demografischen Wandel mit ihren besonderen Anforderungen beleuchtet. Nachlassende Neuroplastizität und Adaptationsfähigkeit erforderten gelegentlich auch unkonventionelle Kompromisse. Die gute Nachricht aber sei, dass mit dem 50-sten Lebensjahr (jedenfalls statistisch) der Tiefpunkt der Lebenszufriedenheit durchschritten werde. Und die zweite gute Nachricht für Ältere: "Ab 65 ist Übergewicht bei sonst Gesunden kein Risikofaktor mehr für vorzeitiges Sterben".

Dr. Andreas Sporbeck, Vorstand Fortbildung der Kammer und Tagungsleiter stellte abschließend zufrieden fest, dass die Prognose des Eröffnungsvortrages (Prof. Reicherter über Erbeben in Mitteleuropa) eingetroffen sei: Sylt habe nicht gebebt.

Er entließ die Teilnehmer mit Dank an Referenten und Organisationsteam und einem Ausblick auf die Sylter Woche 2016:

Vom 9. - 13. Mai lautet dann das Thema in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKIZ): "Ein Lächeln für die Zukunft".

Online-Buchung wird ab dem 1. Februar 2016 möglich sein.

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