Donnerstag, 08. Dezember 2016


Ein Hausdach gegen alle Wetter

Wüstenrot Ratgeber

(lifePR) (Stuttgart, ) Wetterextreme sind keine Seltenheit mehr. Mit Stürmen, Starkregen und Hagel muss deutlich öfter als früher gerechnet werden. Am Haus ist davon das Dach am stärksten betroffen; häufig entstehen dort große Schäden. Deshalb rät die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter des Stuttgarter Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), Hausbesitzern, diesen sensiblen Bereich des Hauses verstärkt zu schützen.

Gerade die Randbereiche des Daches, also der als Ortgang bezeichnete Dachabschluss an der Giebelseite, der First ganz oben auf dem Dach und der Traufbereich mit der Dachrinne als unterem Abschluss, sind bei Unwettern besonders betroffen. Sie tragen die Hauptlast des enormen Winddrucks durch Stürme und der gewaltigen Wassermengen. Schon bei Windstärke 10 - das entspricht Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern - muss jeder Quadratmeter Dachfläche eines Steildachs einen Druck von 500 Kilogramm aushalten. Bezogen auf die ganze Dachseite eines Einfamilienhauses, die dem Wind zugewandt ist, entspricht das dem Gewicht eines Lastzugs. Diesem gewaltigen Staudruck muss die Dachseite trotzen. Auf der gegenüberliegenden Dachfläche entsteht dabei gleichzeitig ein Sog, der mit gewaltigen Kräften an der Eindeckung - meist Dachpfannen - zerrt. Im Sogbereich entstehen auch die meisten Sturmschäden.

Besserer Halt mit Sturmklammern
Die zunehmenden Wetterkapriolen haben einige Hersteller von Dachpfannen und anderen Formen von Eindeckungen sogar veranlasst, ihre Produkte unter Extrembedingungen im Windkanal zu testen.

Die Sicherung des Daches vor allem auch gegen den oft noch zu wenig beachteten Sog auf der Windschattenseite erfordert besondere Sorgfalt. Man kann zum Beispiel die Dachpfannen mit Sturmklammern befestigen. Sie verhindern, dass einzelne Pfannen abheben und der Dachstuhl durchnässt wird. Als Orientierungshilfe für den Umfang der Sicherung mit Sturmklammern können die Windlastzonen in Deutschland dienen, die der Deutsche Wetterdienst ermittelt hat, um die regionalen Unterschiede bei den Windstärken zu zeigen: Je nach örtlicher Windlast kann es erforderlich werden, mindestens jede dritte, jede zweite oder gar alle Dachpfannen entsprechend zu befestigen.

Im sehr gefährdeten Firstbereich kann ein neuartiges Befestigungssystem mit wenig Aufwand viel Wirkung erzielen. Kernstück ist ein korrosionsbeständiger Draht, der durch eine Klammer in vorgelochte Firstziegel geführt und an der obersten Dachlatte befestigt wird. Anschließend wird der nächste Firstziegel aufgelegt, in die Klammer geschoben und auf dieselbe Art verdrahtet.

Das Dach regelmäßig inspizieren
Ein Dach besteht jedoch nicht nur aus dem Deckmaterial wie etwa den Dachpfannen, sondern auch aus Elementen wie Sicherheits- und Schneefangsystemen, Lüftersteinen sowie Dachdurchgängen, etwa bei Antennen. Lüftersteine sorgen für den Luftaustausch im Dach. Hier gilt: Je besser das Dachzubehör zueinander passt, desto höher ist die Regensicherheit der eingedeckten Dachfläche.

Neben konstruktiven Mängeln und fehlerhaften Dachpfannen ist die fehlende oder falsche Wartung die häufigste Ursache für Schäden am Dach. Haben beispielsweise Herbststürme einzelne Pfannen gelockert, müssen sie sofort wieder befestigt werden. Sonst kann schon der nächste Sturm erhebliche Schäden anrichten.

Die Regensicherheit, die das Dach bieten soll, hängt nicht nur von der Qualität des Deckmaterials ab. Auch der Zustand der Kehlen, Dachdurchbrüche und der Übergänge zu Wand, Gaube oder Kamin, der Einfassungen, Dachrinnen und Ablaufrohre, Antennenauslässe, Dachflächenfenster, Solarsysteme, Gauben, Dachluken, Entlüftungssysteme und des Schneeschutzes sind regelmäßig zu überprüfen. So können Schwachstellen rechtzeitig entdeckt und beseitigt werden.

Für den Schadensfall vorsorgen
Lösen sich bei einem Sturm Dachpfannen oder andere Teile des Daches vom Haus, können sie erheblichen Schaden anrichten und Regressansprüche an den Hausbesitzer nach sich ziehen. Eine Haftpflichtversicherung sollte daher jeder Hausbesitzer haben. Hagelschäden an Gebäuden, zum Beispiel ein demoliertes Hausdach oder beschädigte Fenster, sind in der Regel durch die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren, sollten Betroffene einen Schaden möglichst schnell ihrer Versicherung melden. Dabei ist zu beachten, dass jeder Hauseigentümer verpflichtet ist, sein Gebäude instand zu halten. Diese sogenannte Instandhaltungspflicht ist in den Versicherungsbedingungen vorgeschrieben.

Wüstenrot-Tipps für ein sicheres Hausdach
- Als Faustregel gilt: Je steiler die Dachneigung, desto höher die Regensicherheit, weil das Wasser dann schneller abfließen kann.
- Zu jeder Dachpfannengattung gibt es passende First- und Ortgangsteine. Zusammen mit Dachrinnen, der Schneesicherung sowie Vorrichtungen für die Begehung des Daches entsteht ein langlebiges und rundum sicheres Dach.
- Bei Hagel sollten im Haus neben Türen und Fenstern auch Rollläden und Fensterläden geschlossen und Markisen aufgerollt werden.
- Auf den Dächern von immer mehr Wohnhäusern sind Solarkollektoren oder Fotovoltaikanlagen installiert. Dafür gibt es einen besonderen Versicherungsschutz über eine Spezialpolice.

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