Samstag, 10. Dezember 2016


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Gutes Pflaster für guten Start

Gründungsnetzwerk Münster stellt Studie zu Existenzgründungen vor

(lifePR) (Münster, ) Münster bleibt ein guter Standort für Unternehmensgründungen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Gründungsnetzwerks Münster. 83 Prozent der 2008 im Netzwerk Beratenen haben das Gründungsvorhaben bereits in die Tat umgesetzt. Das übertrifft den hervorragenden Vorjahreswert um zwei Prozentpunkte. Zirka zwei Drittel der Jungunternehmen haben ihre Umsatz- und Gewinnerwartungen bereits erreicht oder überflügelt. Besonders erfreulich: Gründungen schaffen Arbeitsplätze.
Rund 1.150 Gründungsinteressierte ließen sich in den Jahren 2005 bis 2008 von Wirtschaftsförderung (WFM), Technologieförderung (TFM), Handwerkskammer (HWK) oder IHK Nord Westfalen betreuen. Das Netzwerk hat nun zum vierten Mal in Folge die Beratenen hinsichtlich ihrer Selbstständigkeit befragt. Durchgeführt wurde die Studie von dem münsterischen Analyseinstitut METIS - Kommunikation und Analyse GbR.

"Es ist ein tolles Feedback für das Gründungsnetzwerk, dass ein Großteil der Beratenen dann auch tatsächlich den Schritt in die Selbstständigkeit wagt", erklärte Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der WFM, bei der Präsentation der Ergebnisse. "Gerade in Krisenzeiten sind Mut und Innovation gefragt - die Studie zeigt, dass sich beides auszahlt."

Das Gründungsverhalten der Gründer 2008

Im vergangenen Jahr waren insbesondere Gründungen in den Branchen Gesundheit/Beauty, Medien/IT, Beratung und Bau/Wohnen beliebt. Bei Kapitalbedarf und -beschaffung greifen die Jungunternehmer häufig auf private Mittel zurück. Der Gründungszuschuss spielt ebenfalls eine große Rolle: Knapp 78,5 Prozent der Befragten nahmen diese besondere Unterstützung der Arbeitsagentur in Anspruch, lediglich acht Prozent gingen ohne finanzielle Förderung in die Selbstständigkeit. Die Beratungsleistung des Netzwerks wird insgesamt als "gut" eingeschätzt.

"Es ist vor allem erfreulich, dass die Existenzgründungen Arbeitsplätze schaffen", erklärt Christian Seega, Referent des Geschäftsbereichs Industrie und Unternehmensförderung der IHK Nord Westfalen, und belegt seine Aussage mit Zahlen: "70 Prozent der Gründer des vergangenen Jahres kommen aus der Arbeitslosigkeit, 15 Prozent von ihnen beschäftigen bereits Mitarbeiter." Beachtlich ist auch das hohe Bildungsniveau der Jungunternehmer: Zirka drei Viertel der Befragten haben (Fach-) Abitur, 43 Prozent verfügen sogar über einen (Fach-) Hochschulabschluss. Mehr als ein Viertel können auf eine kaufmännische Ausbildung zurückblicken.

Das Gründungsverhalten der Gründer 2005 bis 2007

Zirka die Hälfte der beratenen Gründer aus den Jahren 2005, 2006 und 2007 sind nach wie vor selbstständig. Von ihnen sehen über 50 Prozent ihre Gewinn- und Umsatzerwartungen bereits erfüllt. Mehr als ein Drittel der Gründer 2005 haben mittlerweile Mitarbeiter eingestellt, bei den Gründern 2006 sind es ein Viertel und bei den Gründern 2007 mehr als ein Fünftel.

Ein Drittel der Jungunternehmer hat in den ersten Jahren der Selbstständigkeit finanzielle Mittel eingesetzt, um das Unternehmen zu vergrößern. Die Finanzierung erfolgte dabei hauptsächlich aus erwirtschaftetem Gewinn.

Über das Gründungsnetzwerk Münster

Im Gründungsnetzwerk Münster haben sich Experten aus dem Bereich Existenzgründung zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, Gründern in Münster mit Beratung, Veranstaltungen und Service zur Seite zu stehen. Zu den Leistungen des Gründungsnetzwerks zählen regelmäßig stattfindende Einsteigerseminare, Gründerstammtische, eine Gründungshotline und ein informativer Webauftritt. Ganz auf Gründung programmiert ist die Existenzgründungswoche mit Vorträgen, Seminaren und Workshops, die jedes Jahr im November stattfindet. Zudem bietet das Gründungsnetzwerk individuelle Gründungsberatung - je nach Branche oder Anliegen - durch den passenden Netzwerkpartner. Hierzu zählen Wirtschaftsförderung, IHK, HWK und TFM, Experten von Kreditinstituten, Arbeitsagentur, Finanzämtern, Hochschulen sowie gründungsorientierten Organisationen.

Foto: Freuten sich über die positiven Resultate der Studie "Existenzgründer und Jungunternehmer in Münster": Dr. Katja Brickwede, METIS - Kommunikation & Analyse, sowie die Partner des Gründungsnetzwerkes Gabriele Felder, Gründungsberaterin Technologieförderung Münster GmbH, Christian Seega, Referent des Geschäftsbereichs Industrie und Unternehmensförderung IHK Nord Westfalen, Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Münster GmbH, und Thomas Harten, Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Wirtschaftsförderung Handwerkskammer Münster. (v.l.)

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