Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Bauernverband begrüßt Zahlen zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung

WLV-Präsident Röring: "Auf dieser Grundlage noch mehr Transparenz schaffen!"

(lifePR) (Münster, ) Die erstmalige Veröffentlichung offizieller Statistiken über den bundesweiten Antibiotikaeinsatz bei Tieren findet die ungeteilte Unterstützung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV). Nach Ansicht des Verbandes belegen die gestern vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vorgelegten Zahlen, dass die heimischen Tierärzte und Tierhalter verantwortungsvoll mit Antibiotika umgehen.

In einer ersten Bewertung der Zahlen sagte WLV-Präsident Johannes Röring heute: " Auf der Grundlage der vorliegenden Zahlen gilt es jetzt, noch mehr Transparenz zu schaffen. Wir brauchen vor allem eine genaue Aufschlüsselung des Verbrauchs nach Tierarten und müssen auch wissen, welcher Anteil am Gesamtverbrauch auf Haustiere wie Hunde, Katzen und Pferden entfällt. Erst wenn diese Zahlen vorliegen, sind eine differenzierte Bewertung des Antibiotikaeinsatzes bei Nutztieren und eine seriöse Diskussion ggf. zu ergreifender Maßnahmen des Gesetzgebers möglich."

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband weist darauf hin, dass von den 2011 eingesetzten 1.734 Tonnen Antibiotika weniger als ein Prozent zur Gruppe der sogenannten Reserveantibiotika gehörten. Gleichzeitig bemängelt der Verband, dass nach wie vor keine verlässlichen Daten über den Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin vorliegen. Diese seien jedoch zwingend erforderlich, wenn man das Problem der Zunahme multiresistenter Keime umfassend analysieren und wirksam bekämpfen wolle.

Land- und Ernährungswirtschaft haben Initiativen gestartet, um die Gesundheit von Nutztieren weiter zu verbessern und den Einsatz von Antibiotika nachweislich zu reduzieren. So zeigen erste vorliegende Ergebnisse des vom WLV angestoßenen Projekts "Gesunde Tiere - gesunde Lebensmittel", dass es gelingt, durch verbesserte Hygiene und gutes Stallmanagement den Medikamenteneinsatz deutlich zu reduzieren. Zudem erfasst seit April bzw. September dieses Jahres die von der Wirtschaft getragene QS Qualität und Sicherheit GmbH in einer eigenen Datenbank den Antibiotikaeinsatz in der deutschen Geflügel- und Schweinemast und sorgt so für eine verlässliche Datenbasis.

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