Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 159366

Die aktuelle Marktstrategie der Vermögensverwaltung

Aktien: kurzfristige Konsolidierung / Renten: deutsche Staatsanleihen mit weiterem Potential / Währungen: Euro weiter unter Druck

(lifePR) (Berlin, ) Wo stände die Weltkonjunktur aktuell ohne den positiven Einfluss der Schwellenländer? Dieses Schreckensszenario mag man sich nicht ausmalen wollen, denn die aufstrebenden Nationen sorgten und sorgen mit ihrem starken Wachstum für deutliche Konjunkturimpulse. China konnte im ersten Quartal ein Jahreswachstum der Wirtschaft von 11,9% berichten und damit selbst die Optimisten überraschen. In anderen Teilen Asiens und Lateinamerikas läuft es ähnlich gut. So konnte beispielsweise das BIP in Singapur im ersten Quartal um sensationelle 32%, auf das Jahr hochgerechnet, zulegen. Das war der stärkste Anstieg seit 35 Jahren. Um die unter Volldampf laufende Konjunkturlokomotive nicht aus dem Gleis springen zu lassen, beginnen viele prosperierende Nationen ihre Leitzinsen nun anzuheben und Währungen aufzuwerten. Das ist positiv für ausländische Investoren und Inländer, bremst aber gleichzeitig die Exporte, da sich inländische Waren für Ausländer verteuern. Von der Wachstumsstory der Schwellenländer profitierten auch die etablierten Volkswirtschaften, wie die jüngsten Exportzahlen aus Deutschland belegen. Trotz alledem werden die Industrienationen froh sein, ein positives Wachstum im ersten Quartal ausweisen zu können. Zu schwerwiegend lasten die Folgen der Finanzkrise auf den Volkswirtschaften. So liegt beispielsweise die Kapazitätsauslastung im Industriebereich in Europa und den USA, trotz erster Erholungsanzeichen, derzeit auf dem Niveau früherer Rezessionen. Dieses Niveau spornt Unternehmen nicht gerade dazu an, neue Investitionen zu tätigen. Anders sieht es in Indien aus, das mit einer Auslastung von 97% praktisch keine freien Kapazitäten mehr in der Industrie hat. Die Zweiteilung der Welt wird sich unserer Meinung nach noch eine Weile fortsetzen. Während sich die Industrienationen mit niedrigen einstelligen Wachstumsraten unterhalb des Trendwachstums anfreunden müssen, dürften die Schwellenländer weiter dynamisch wachsen.

Die Rentenmärkte fungieren derzeit wieder einmal als Risikospiegel der Kapitalmärkte. Festverzinsliche deutsche Staatspapiere konnten zuletzt zulegen. Auslöser waren zum einen Kursrückgänge am Aktienmarkt, aber auch die anhaltende Griechenlanddebatte. Für deutsche Staatsanleihen bleiben wir weiterhin positiv gestimmt. Griechische Anleihen kamen, trotz der Einigung der Euroländer und des Internationalen Währungsfonds auf ein gemeinsames Rettungspaket, zuletzt erneut unter Druck. Das Thema der griechischen Staatsfinanzen wird derzeit öffentlich sehr stark diskutiert. Wir halten die Risikoaufschläge, die derzeit vom Markt gefordert werden, jedoch für überzogen. Das Kursbild der Krise weist eine hohe

Ähnlichkeit mit anderen Währungskrisen der Vergangenheit auf. Als eines der jüngsten Beispiele ist hier Ungarn anzuführen, das zu Beginn des Jahres 2009 mit der Zahlungsunfähigkeit kämpfte. Nach dem Eingreifen des IWF schnellten auch dort die Risikoaufschläge noch einmal in die Höhe, ehe sich eine Normalisierung einstellte. Wir erwarten ein ähnliches Szenario für Griechenland.

Auf dem Euro lastet das Thema Griechenland derzeit sehr schwer. Die europäische Gemeinschaftswährung konnte die Talfahrt gegenüber dem US-Dollar nur kurzfristig stoppen. In den kommenden Wochen rechnen wir nicht mit einer Umkehr dieses Trends, sondern mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung des Euros.

Seit einigen Tagen richtet sich der Blick der Investorengemeinde wieder vermehrt auf die Unternehmenszahlen. Die Berichtsaison zum ersten Quartal 2010 hat begonnen und konnte bisher überwiegend positive Impulse setzen. Sowohl die Gewinne, als auch die Umsätze der Unternehmen konnten erfreulich zulegen. Die Finanzindustrie im Speziellen kann durch die historisch tiefen Leitzinsen sehr günstig Geld aufnehmen und höherrentierlich anlegen. Dieses "Sanierungsprogramm" beschert den US-Banken Rekordgewinne, die schon fast wieder das Niveau vor der Finanzkrise erreichen. Dass Gewinne im Finanzbereich nicht immer ganz sauber erwirtschaftet wurden, zeigt der Fall Goldman Sachs. Der US-Investmentbank wird von höchster staatlicher Stelle vorgeworfen, Interessenkonflikte bei der Kreation von Finanzprodukten nicht veröffentlicht zu haben. Im Moment machen viele Finanzhäuser genauso weiter, wie sie vor der Krise gearbeitet haben. Lehren wurden anscheint nur bedingt gezogen und staatliche Eingriffe bzw. Regulierungen existieren bisher nur auf dem Papier. Barack Obama stößt dem entsprechend mit seinen Plänen zur Reform der Finanzmärkte bisher auf wenig Gegenliebe. Aber auch hier wäre die Umsetzung seines Leitspruchs aus dem Wahlkampf "Change" wünschenswert. Den Aktienmärkten scheint kurzfristig, nach den Zuwächsen des ersten Quartals, die Luft auszugehen. Viele Aktien sind technisch reif für eine Konsolidierungsphase. Getragen durch gute Unternehmenszahlen können wir uns jedoch im weiteren Verlauf zusätzliche Kurszuwächse vorstellen, bevor uns zum Jahresende die Spätfolgen der Finanzkrise und das Auslaufen der staatlichen Konjunkturprogramme wieder einholen dürften.

Die Rohstoffpreise sind durch das starke wirtschaftliche Wachstum in den Schwellenländern gut unterstützt. Die Nachfrage speziell aus Asien ist weiter enorm.

Haftungsausschluss:

Unsere Anregungen stellen Analysen der aktuellen Marktsituation und der aufgeführten Wertpapiere dar, die wir entweder selbst angestellt oder aus von uns als zuverlässig angesehenen Quellen bezogen haben. Trotz Anwendung größter Sorgfalt können wir für die Richtigkeit unserer Einschätzungen und das Eintreffen der dargestellten Prognosen keine Haftung übernehmen.

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