Sonntag, 04. Dezember 2016


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Schulen und Bundesstützpunkt arbeiten Hand in Hand

"Wir wollen nicht nur Spitzensportler, sonder auch gute Schüler"

(lifePR) (Klingenthal, ) Der Bundesstützpunkt Klingenthal findet nicht nur auf den Trainingsstätten in Klingenthal und Mühlleithen statt. Dies wurde am Montag (12.4.) bei einem Arbeitsgespräch am Klingenthaler Skigymnasium deutlich.

Das Lehrerkollegium des Gymnasiums, die Trainer und Verantwortlichen des Bundesstützpunktes sowie Vertreter der Seminar-Mittelschule Auerbach hatten sich zu einer wahren "Elefantenrunde" in der Mensa des Schulkomplexes auf dem Klingenthaler Amtsberg zusammen gefunden. Bereits seit mehreren Jahren arbeiten beide Schulen, die von einem Großteil der Internatssportler des Bundesstützpunktes besucht werden, intensiv mit dem Leistungszentrum zusammen. Frank-Rainer Richter, seit Schuljahresbeginn Schulleiter des Julius-Mosen-Gymnasiums Oelsnitz sowie der zugehörigen Klingenthaler Außenstelle, erklärt: "Natürlich steht für den Bundesstützpunkt der sportliche Bereich im Vordergrund. Zur ganzheitlichen Ausbildung der jungen Sportler zählt aber natürlich auch der erfolgreiche Schulabschluss. Wir wollen nicht nur erfolgreiche Sportler, sonder auch gute Schüler." Dass das nicht selbstverständlich ist weiß Trainer Bernd Zimmermann aus eigener Erfahrung: "Ich bin selbst in jungen Jahren aus meiner Heimat im Osterzgebirge an die Kinder- und Jugendsportschule in Klingenthal gewechselt. Da strömen unglaublich viele Eindrücke auf einen jungen Menschen ein. Plötzlich wird täglich trainiert, das Internatsleben ist eine große Umstellung. Die Tage sind mit Schule und Sport nahezu ausgefüllt. Da ist es ganz normal, dass ein junger Mensch Unterstützung benötigt."Diese Unterstützung wird auf unterschiedlichste Weise gegeben. Neben der täglichen "Lernzeit", bei der an jedem Nachmittag in der Woche Lehrer des Gymnasiums und der Mittelschule die Schüler bei Hausaufgaben und der Vorbereitung auf Klassenarbeiten unterstützen, gibt es auch so genannte "Schulstreckermodelle". Dabei wird die reguläre Schulzeit einzelner Sportlerinnen und Sportler um ein Jahr verlängert. Wenngleich Lehrer und Trainer eine positive Entwicklung erkennen, wurde auch Kritik laut. "Wir können nur Hilfe anbieten, aber niemanden zwingen sie auch anzunehmen", erläutert Richter. "Bei einigen Jugendlichen fehlt es noch an der notwendigen Ernsthaftigkeit, wenn es um die Schule geht. An dieser Einstellung muss gearbeitet werden. Da sind auch die Schüler selbst gefordert." Anja Krone, Leiterin des Internates des Bundesstützpunktes, fügt hinzu: "Natürlich ist das Leben an einem solchen Leistungszentrum ein völlig anderes als zu Hause. Wir stellen hohe Ansprüche, denn jeder einzelne Sportler verfolgt auch große Ziele. Ohne eine gehörige Portion Selbstdisziplin kann das nicht funktionieren."

Neben der "Elefantenrunde" am Gymnasium finden wöchentliche Beratungen aller Trainer statt, an denen auch Lehrer beider Einrichtungen teilnehmen. Für Katrin Glass, Lehrerin an der Seminar-Mittelschule Auerbach, sind diese Beratungen besonders wichtig: "Dort lassen sich Wechselwirkungen nutzen. Wir Lehrer können Trainer informieren, wenn es schulische Probleme gibt. So haben die Trainer, die oftmals ein sehr viel engeres Verhältnis zu den Sportlern haben, die Möglichkeit auch auf diesen Bereich Einfluss zu nehmen." Für Trainer Henry Glass ist das selbstverständlich: "Bis zum Abschluss hat die Schule Priorität. Wenn wir wissen, dass es irgendwo klemmt, muss ein Sportler auch schon mal auf einen Lehrgang oder einen Wettkampf verzichten, um die Zeit zum Lernen zu nutzen." Die Schlussworte gehörten schließlich wieder Frank-Rainer Richter: "Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Und werden versuchen, zukünftig auch neue Wege zu gehen, um die Bedingungen weiter zu optimieren."

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