Freitag, 20. Januar 2017


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"Kanton Übrig"

Als Vorarlberg zur Schweiz gehören wollte

(lifePR) (Bregenz, ) Im Verlauf der Geschichte waren Sezessionsbestrebungen eine Folgeerscheinungen zahlreicher militärischer und politischer Auseinandersetzung. Manche, meist erfolgreiche Ansätze zur Angliederung an ein Nachbarland oder zur Selbständigkeit, sind uns aus der jüngeren Geschichte durchaus vertraut. Erfolglos gebliebene Bestrebungen jedoch geraten schnell in Vergessenheit.

Unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg und dem Untergang der Habsburger Monarchie befand sich Österreich in einem Zustand enormer Umwälzung und Ungewissheit. Die provisorische Nationalversammlung in Wien beschloss die Angliederung an Deutschland. Einzelne Bundesländer suchten andere Wege. So strebten u.a. Salzburg und Tirol eine Angliederung an das benachbarte Bayern an, während es Vorarlberg in Richtung der Eidgenossen im Westen zog. Bei einer Volksabstimmung im Jahre 1919 stimmte eine überwältigende Mehrheit von 82% der Vorarlberger für dieses Vorhaben.

Vom 25. Oktober 2008 bis zum 25. Januar 2009 widmet sich nun erstmals eine Ausstellung des Vorarlberger Landesmuseums diesen Anschlussbestrebungen. Neben Plakaten, Fotografien und historischen Objekten aus jener Zeit, präsentiert das Landesmuseum Dokumente und Urkunden sowie Zitate prominenter Zeitzeugen zum Thema. Filme und Hörstationen vermitteln eindrücklich den spannenden kultur- und zeitgeschichtlichen Inhalt der Schau. Mit Hilfe dieser historischen Dokumente und Objekte werden die Stimmungen und Bestrebungen jener Jahre eingefangen und auf ihre gegenwärtige Relevanz überprüft.

Inhaltlich startet die Ausstellung mit dem Tode Kaiser Franz Josephs sowie dem Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie und endet mit dem Friedenvertrag von Saint-Germain-en-Laye. So wird das zentrale Thema der Schau, die Ereignisse um die Vorarlberger Anschlussbestrebungen an die Schweiz, in einen internationalen historischen Kontext eingebunden. Besuchern aus dem In- und Ausland soll damit die Möglichkeit geboten werden, sich der Thematik aus unterschiedlichen Richtungen zu nähern.

Egal von welchem Standpunkt aus man dieses Thema betrachtet, die Positionen und Stellungnahmen zum »Kanton Übrig« variieren. Gerade der Umstand, dass dieses Kapitel der Vorarlberger Geschichte noch immer unterschiedlich bewertet wird, nimmt das Landesmuseum zum Anlass, Zeitgeschichte erleb- und erfahrbar zu machen. Die Besucher des Vorarlberger Landesmuseum werden ab Oktober 2008 für einige Wochen Gelegenheit haben, diese bewegte Epoche der Landesgeschichte im Museum zu erkunden.

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