Montag, 23. Januar 2017


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Weihnachtszeit - Spendenzeit

Wegfall des Sächsischen Sammlungsgesetzes birgt Risiken

(lifePR) (Leipzig, ) Die Weihnachtsmärkte sind eröffnet und der weihnachtliche Trubel in den Innenstädten nimmt seinen Lauf. In dieser Zeit sind nicht nur die Herzen der Deutschen weit geöffnet, sondern auch ihre Portmonees. Eifrige Spendensammler sowohl im Fernsehen, im Radio als auch auf der Straße oder an der Haustür werden kräftig die Werbetrommel rühren. "Die Deutschen sind spendabel, allein im vergangenen Jahr kamen 2,2 Milliarden Euro zusammen", resümiert Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen. Ganz gleich, ob für notleidende Kinder, für Kranke, für Menschen in ärmeren Ländern oder für Tiere. Das Geld sitzt recht locker in dieser Zeit.

Noch hat man in Sachsen die Möglichkeit, nach dem Sammlerausweis zu fragen oder sich die amtliche Erlaubnis zeigen zu lassen. Im Zuge der Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie wird das Sächsische Sammlungsgesetz ab dem 28. Dezember 2009 ersatzlos aufgeboben. Dann ist weder der Sammlerausweis noch die amtliche Erlaubnis nötig, um das lukrative Sammelgeschäft zu betreiben. Man kann sich nur noch bei dem Verdacht auf Betrug an die nächste Polizeidienststelle wenden.

Bei gemeinnützigen Organisationen wird die Mittelverwendung wie bisher im Rahmen der Abgabenordnung geprüft, teilt das Sächsische Staatsministerium für Soziales mit.

"Die Verbraucher können sich aber weiterhin an das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) wenden", empfiehlt Schmidt. Denn diese Organisation überprüft nach Antragstellung, ob beispielsweise für den Verwaltungsaufwand nur bis zu 20 Prozent der Spenden ausgegeben werden. Nach genauer Prüfung der Bilanzen vergibt das DZI das so genannte Spendensiegel, das jährlich neu beantragt werden muss.

"Bei Organisationen, die diesen Spenden-TÜV erhalten haben, kann der Spender relativ sicher sein, dass das Geld die Bedürftigen wirklich erreicht. Auch im Internet unter www.dzi.de oder bei der Verbraucherzentrale Sachsen kann man sich an Hand einer Übersicht über diese Organisationen kundig machen.

"Vorsicht ist nach wie vor geboten, wenn an der Haustür gleich noch ein Vertrag unterschrieben werden soll. Da hat man zusätzlich eine Fördermitgliedschaft erworben, und es gibt kein Widerrufsrecht", weiß Schmidt. Auch im Internet sollte man aufpassen und nicht in die Spendenfalle tappen. Es kann sich um gefälschte Spendenformulare handeln, wenn diese per E-Mail zugesandt werden. "Deshalb nie Geld auf Konten überweisen, deren Nummer in einer E-Mail genannt wird", rät Schmidt dringend.

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