Dienstag, 06. Dezember 2016


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Inkassodienst aus Eschborn droht mit Mahnbescheid

Verbraucherzentrale Sachsen rät, nicht vorschnell zu zahlen

(lifePR) (Leipzig, ) Wem ein Brief von einem Inkassodienst ins Haus flattert, der bekommt meist einen gehörigen Schreck. So erging es jüngst auch einer 85-jährigen Dame aus Dresden. Die "Deutsche Inkassostelle" aus Eschborn verlangte von ihr 93,85 ¤ für eine angebliche Internetleistung, obwohl die Verbraucherin gar keinen Internetanschluss besitzt. Um dem Nachdruck zu verleihen, war dem Schreiben das Formular für einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids beigefügt. Damit dieses Muster auch den erwünschten Schreck einjagt, sind bereits die Daten der Betroffenen eingetragen. Gleichzeitig wird suggeriert, dass der Antrag bereits gestellt wurde.

"Ein solches Formular ist allerdings im Internet und in Schreibwarenläden für jeden erhältlich", weiß Beate Scharf von der Verbraucherzentrale Sachsen, "so dass die Beifügung eines derartigen Formulars überhaupt nichts darüber aussagt, ob der Antrag auch tatsächlich bei Gericht eingereicht ist."

Immer öfter versuchen Inkassodienste durch zweifelhafte Methoden selbst unberechtigte Forderungen einzutreiben. So ist die Inkassostelle aus Eschborn den Verbraucherschützern nicht unbekannt. Bereits Anfang dieses Jahres hat die Verbraucherzentrale Sachsen vor den zweifelhaften Methoden dieses Unternehmens gewarnt. So wurde im Frühjahr versucht, durch ein Urteil des Amtsgerichts Lübeck den Eindruck zu erwecken, ihre Forderungen seien berechtigt. Tatsächlich hatte das genannte Urteil aber nichts mit den Forderungen des Inkassobüros zu tun.

"Diese Methoden dienen einzig der Einschüchterung", informiert Scharf. "Verbraucher sollten bei Inkassoforderungen stets genau prüfen, ob sie zur Zahlung verpflichtet sind", empfiehlt Scharf. Dazu sollten die Betroffenen in ihren Unterlagen nachsehen, ob sie eine Leistung in Anspruch genommen haben, deren Rechnung noch nicht beglichen wurde.

Derzeit laufen bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Ermittlungen gegen einen Unternehmensverbund rund um die Firma "Deutsche Inkassostelle". Dabei geht die Justiz gegen die Hintermänner, die Betreiber so genannter Abo-Abzock-Seiten im Internet vor.

Wer unsicher ist, ob der Forderung des Inkassounternehmens ein berechtigter Zahlungsanspruch zugrunde liegt, bekommt Rat und Hilfe bei der Verbraucherzentrale Sachsen.

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