Samstag, 03. Dezember 2016


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Etikettenschwindel bei Lebensmitteln

Verbraucher fühlen sich getäuscht

(lifePR) (Hamburg, ) Auf Lebensmitteletiketten wird oft mehr versprochen als der Inhalt hergibt. Dadurch klafft zwischen den von Verbrauchern erwarteten und den tatsächlichen Inhaltsstoffen häufig eine große Lücke. Das ist das Ergebnis einer Verbraucherbefragung der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Verbraucherzentrale legte 25 Personen im Alter zwischen 15 und 71 Jahren 23 Etiketten verschiedener Lebensmittel vor. Das Meinungsbild der Konsumenten war eindeutig: Sie fühlten sich zumeist belogen und getäuscht, als sie erfuhren, dass die gezeigten Lebensmittel von den Herstellern gesünder und hochwertiger dargestellt wurden, als sie es tatsächlich sind. Die Etiketten stimmten nach Einschätzung der Verbraucherzentrale nicht mit der Realität überein.

So erwies sich ein vermeintlich gesunder Fencheltee mit Honig als 94- prozentige Zuckerbombe, ein vermeintlich fruchtiger Baby-Milchbrei "Erdbeere" als Produkt mit nur 1 Prozent Erdbeerfruchtpulver und eine Brokkolisuppe mit sparsamen 3 Prozent Brokkoli als Gemisch, das diesen Namen nicht verdient.

Die ausgelobten Zutaten sind, so die Verbraucherzentrale, oft in verschwindend geringen Anteilen enthalten. Dafür wird mit viel Fett und Zucker aufgefüllt, so dass Lebensmittel zu Kalorienbomben werden. Billige Zutaten wie Maltodextrin zum Strecken des Kaffees, Zucker zum Verlängern eines "teeähnlichen Getränks", Fruchtpulverspuren statt frischen Früchten oder Magermilchpulver statt Milch verstecken sich im Kleingedruckten der Zutatenliste. Diese ist selbst mit guter Sehkraft häufig kaum zu lesen, da die Schrift zu klein oder zu unscharf ist.

"Etiketten müssen ehrlicher werden. Verkehrsbezeichnungen wie Fruchtsaftgetränk gehören auf die Schauseite, nicht versteckt auf die Seitenkante", sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Nur was wirklich drin ist, darf auf dem Etikett abgebildet werden - in den tatsächlichen Mengen", fordert Schwartau.

Die Ergebnisse der Befragung sowie Abbildungen der Produkte sind im Internet unter www.vzhh.de veröffentlicht.

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