Sonntag, 22. Januar 2017


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Gemeinsam gegen Telefonwerbung

Verbraucherzentrale sammelt Beschwerden

(lifePR) (Berlin, ) Millionen Menschen in Deutschland werden täglich durch unerlaubte Telefonwerbung belästigt. Die Verbraucherzentrale Berlin will es jetzt genau wissen: Um die Lücken im gesetzlichen Schutz vor Telefonwerbung zu dokumentieren, trägt sie Beweise für unerwünschte Werbeanrufe zusammen.

Seit dem 4. August 2009 müssen Firmen, die Werbeanrufe ohne ausdrückliche Einwilligung der Verbraucher tätigen, mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro rechnen. Ferner dürfen Unternehmen, die zu Werbezwecken anrufen, ihre Rufnummer nicht unterdrücken. Verstöße dagegen kosten bis zu 10.000 Euro. Aktuelle Verbraucherbeschwerden zeigen jedoch, dass unseriöse Anrufer sich durch die Androhung von Bußgeldern nicht abschrecken lassen - im Gegenteil: Der Telefonterror geht unvermindert weiter. Besonders Anbieter von Gewinnspielen fallen auf, die ihren Opfern nach den Anrufen Verträge unterschieben oder sogar unberechtigt auf deren Girokonten zugreifen.

Nach dem Willen des Gesetzgebers soll das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung nach Ablauf von drei Jahren evaluiert werden. Bis dahin will die Verbraucherzentrale Berlin jedoch nicht warten. Deshalb ruft sie Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, ihre Erfahrungen mit belästigender Telefonwerbung in einem Online-Formular unter www.vz-bln.de zu dokumentieren oder in der Verbraucherzentrale Berlin einen Erfassungsbogen auszufüllen. Die eingehenden Beschwerden werden statistisch erfasst. Ihre Auswertung soll dazu beitragen, der Forderung der Verbraucherzentralen deutlich Nachdruck zu verleihen, den Schutz der Verbraucher gegen unerlaubte Telefonwerbung erneut zu verschärfen.

Unerlaubte Telefonwerbung lässt sich nur wirksam unterbinden, wenn sie sich für Anbieter nicht mehr lohnt. Seit Jahren fordern die Verbraucherzentralen vom Gesetzgeber, dass am Telefon abgeschlossene Verträge nur gültig werden, wenn der Kunde sie schriftlich bestätigt. Von Telefonwerbung Betroffene können dieser Forderung durch Ausfüllen des Beschwerdeformulars der Verbraucherzentralen jetzt Nachdruck verleihen.

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