Dienstag, 17. Januar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 65128

Datenmissbrauch wird unbeirrt fortgesetzt

(lifePR) (Berlin, ) Seit Wochen wird über Ausmaß und mögliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Datenhandel diskutiert. Aus aktuellem Anlass - heutiger so genannter Datenschutzgipfel bei Innenminister Schäuble - steht das Thema wieder im Mittelpunkt. Allein die Nutznießer versuchen völlig unberührt weiterhin zu profitieren. Die Zahl von Verbraucherbeschwerden wegen Datenmissbrauchs, angeblicher Vertragsabschlüsse, illegaler Abbuchungen ist unverändert hoch.

Betroffene Verbraucher teilen der Verbraucherzentrale Berlin immer wieder ihre Empörung über den unzureichenden Datenschutz mit. Sie fühlen sich dem Handel mit ihren persönlichen Daten schutzlos ausgeliefert. Das führt oft zu erheblicher Verunsicherung, auch im Hinblick auf die Nutzung des Internets: "Ich bestelle jetzt im Internet überhaupt nichts mehr", so lautet nicht selten die Konsequenz, die verunsicherte Verbraucher aus dem Datenskandal ziehen.

Weiterhin erhalten Verbraucher ohne Rechtsgrund Auftragsbestätigungen mit dem Hinweis, dass Rechnungsbeträge vom genannten Konto abgebucht werden - meistens nach vorheriger unerlaubter Telefonwerbung. Verbraucher sind fleißig damit beschäftigt, ihre Kontobewegungen ständig im Auge zu behalten, illegal abgebuchte Beträge zurückbuchen zu lassen und die unseriösen Anbieter davon zu überzeugen, dass kein Vertrag abgeschlossen wurde. Vermeintliche Verbraucherschützer profitieren von der Diskussion und der Verunsicherung der Verbraucher, indem sie am Telefon zurzeit verstärkt angeblichen Schutz vor Datenhandel durch Eintragung in irgendwelche Listen versprechen - gegen Zahlung eines Betrages, der gewöhnlich zwischen 40 und 60 Euro liegt. Auch sie verfügen bereits über die Kontodaten und machen nicht selten Gebrauch vom Lastschriftverfahren ohne Einzugsermächtigung der Kontoinhaber.

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