Samstag, 10. Dezember 2016


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VEKA AG bot tiefe Einblicke

(lifePR) (Sendenhorst, ) Der Sendenhorster Kunststofffenster-Systemgeber bot auf der fensterbau/frontale 2010 einen einmaligen Blick in seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit. In der VEKA Galerie erwarteten die Besucher des VEKA Messestandes hochinteressante Exponate und Präsentationen aus dem "Projekt Zukunft".

Die VEKA AG beschäftigt sich als zuverlässiger Partner der Fensterbauer längst intensiv mit der Fragestellung, wie Fenstersysteme zukünftig konzipiert sein müssen, um die wachsenden Anforderungen hinsichtlich Wärmedämmung, Stabilität und Nachhaltigkeit erfüllen zu können. Auf der Suche nach zukunftsfähigen Lösungen forscht VEKA in den eigenen Laboren, bindet wissenschaftliche Einrichtungen ein und kooperiert mit Unternehmen aus verschiedensten Branchen. Gebündelt werden sämtliche Aktivitäten im hausinternen "Projekt Zukunft". Im Zentrum dieses Engagements steht nicht der kurzfristige Erfolg, das familiengeführte Unternehmen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der neben ökonomischen und verarbeitungstechnischen Aspekten vor allem der Umweltverträglichkeit einen gewichtigen Stellenwert zuordnet. Auf der fensterbau/frontale bot der Systemgeber in der VEKA Galerie erstmals einen weit reichenden Einblick in die Vielschichtigkeit seiner Entwicklungsarbeit und dokumentierte den aktuellen Stand seiner Arbeit anhand zahlreicher Exponate und Präsentationen.

Hochdämmende Fenstersysteme

Vor dem Hintergrund notwendiger Energieeinsparmaßnahmen und weiter steigender Energiepreise sind auch im Bereich der Fenster und Türen künftig Konstruktionen mit deutlich besseren Dämmwerten erforderlich. Eine mögliche Variante zur Verbesserung der Dämmleistung von Kunststoff-Fensterprofilen ist das Einbringen von hochwärmedämmenden Neopor®-Kügelchen. Zusammen mit dem Maschinenbauer Stürtz hat VEKA im Rahmen eines Projekts eine einsetzbare Technologie entwickelt und getestet. In der Praxis erfolgt das Einblasen des leichten Dämmmaterials im laufenden Fertigungsprozess direkt nach dem Verschweißen der PVC-Profile.Einige Vorteile sprechen für das Injizieren von Neopor®: Der manuelle Einschub von Dämmkernen entfällt, der Dämmeffekt ist aufgrund der lückenlosen Einbringung des Dämmstoffs hoch, und beide Materialien lassen sich nach Ablauf der Nutzungszeit problemlos wieder trennen und vollständig recyceln. Ein Profilschnitt mit der neuen Technologie konnte in der VEKA Galerie in Augenschein genommen werden. Parallel zur Befüllung der Profile mit dem flexiblen Dämmmaterial hat VEKA auch Ausschäumungstests durchgeführt. Dabei werden die Kunststoffprofile schon im Werk mit Dämmmaterial ausgeschäumt und können so bereits verarbeitungsfertig beim Fensterbauer angeliefert werden. Auch zu dieser Technologie gab es in der der VEKA Galerie weiterführende Informationen.

Die Entwicklung hochwärmedämmender Fenster- und Fassadensysteme war auch das Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektes HWFF. VEKA zeichnete im Rahmen dieser Forschungsarbeit für die Systementwicklung verantwortlich und präsentierte nun auf der fensterbau/frontale ein Ergebnis des Gemeinschaftsprojekts. Das vollständig aus PU Schaum extrudierte Fenstersystem erreicht trotz schlanker Bauweise einen Uf-Wert, der unter 0,8 W/m2K liegt. In Kombination mit Dreifach-Isolierglas oder dem ebenfalls im Rahmen des HWFF-Projekts entwickelten Vakuumglas sind mit dem System Uw-Werte unter dem für Passivhäuser geforderten Niveau realisierbar.

Alternative Materialien

Bei der Suche nach alternativen Materialien, deren Anwendung den Einsatz klassischer Stahlarmierung im Kunststofffensterbau reduzieren oder gar ersetzen kann, forscht VEKA in alle Richtungen.Die Bandbreite reicht von Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen und Naturfasern wie Hanf, Flachs oder Bambus über glasfaserverstärkten Kunststoff bis hin zu Luran, einem Copolymer, das dem PVC zugesetzt wird. Zukunftsfähig ist nach Einschätzung des Systemgebers aber nur das Material, das den hohen Anforderungen an die Dämmleistung, Stabilität und eine ökonomische Verarbeitung genügt und zudem umweltverträglich ist. Der ganzheitliche Ansatz der VEKA AG hat nicht vorrangig die Substitution von Stahl zum Ziel sondern die Entwicklung eines Fenstermaterials, das Risiken für Gesundheit und Umwelt ausschließt und zudem vollständig recycelt werden kann. Erkenntnisse aus diesem Forschungssegment fanden die Fachbesucher der fensterbau/frontale in der VEKA Galerie ebenso wie eine Präsentation der Recycling-Aktivitäten des westfälischen Unternehmens, die einen weiteren Schwerpunkt darstellten. VEKA hat die Bedeutung der Rückgewinnung des Basismaterials für die Kunststofffensterbranche schon früh erkannt und betreibt bereits seit Mitte der neunziger Jahre im thüringischen Behringen eine Recyclinganlage mit einem weit verzweigten Rückführsystem. Der Systemgeber ist überzeugt, dass ökologische Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Zukunft mehr denn je Hand in Hand gehen müssen und setzt darum konsequent auf die vollständige Recyclingfähigkeit seiner Systeme.

System 2011

Zurzeit entwickelt die VEKA AG ein neues zukunftsweisendes Kunststoff-Fenstersystem, dessen Markteinführung für das Jahr 2011 geplant ist und das auch die System-Plattform für weitere Entwicklungen bildet. Dabei verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Anspruch: Das neue System soll höchsten Anforderungen hinsichtlich der Prozesssicherheit, Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit genügen und damit im Einklang mit der Firmenphilosophie des Systemgebers stehen. Auf der fensterbau/frontale waren im Rahmen einer medialen Präsentation bereits erste Lösungsansätze zu sehen.

In der VEKA Galerie wurde ein konventionelles, hochdämmendes System mit 82 mm Bautiefe aus bewährten RAL A-Profilen mit einem Uf-Wert von 1,0 W/m2K gezeigt. Das unter dem Arbeitstitel "System 2011" entwickelte Fenstersystem ermöglicht den Einsatz von Isolierverglasungen bis zu einer Dicke von 52 mm und erfüllt schon in seiner Standardausführung hohe Dämmanforderungen. Mit einer Bautiefe von 82 mm eignet es sich gleichermaßen gut für den Einsatz in der Renovation und im Neubau.

Neue Oberflächentechnologie

Einen deutlichen Schritt nach vorn macht VEKA auch bei der Folierung seiner Profile. Das Schlagwort lautet hier Solar Shield Technology (SST). Dabei handelt es sich um neu entwickelte Folien, die bei Sonneneinstrahlung deutlich weniger Wärme aufnehmen. Die SST-Technologie senkt mit speziellen IR-reflektierenden Pigmenten speziell bei dunkel folierten Profilen die Temperaturaufnahme und reduziert so die Gefahr der Verformung bei starker Sonneneinstrahlung erheblich. VEKA stellt seine farbigen Profile sukzessive auf die neue Technologie um. Zudem wurde mit dem Folienhersteller Renolit im Rahmen einer Technologie-Partnerschaft eine neue Metallic-Oberfläche entwickelt, die erstmals und exklusiv in der VEKA Galerie der Fachwelt präsentiert wurde.

Innovative Lüftungstechnik

Bei der Montage von neuen, sehr dichten Fenstern in den Gebäudebestand spielt das Thema Luftaustausch zur Vermeidung von Feuchteschäden eine gewichtige Rolle. Auch zur Lösung dieser Problematik haben die VEKA Entwicklungsingenieure eine innovative Lösung entwickelt, die verdeckt im Rahmen und Flügel montiert wird.Der neue, auf der fensterbau/frontale erstmals präsentierte Falzlüfter verbessert die Qualität der Raumluft und verhindert durch einen integrierten Schließmechanismus das Auftreten von Zugluft bei erhöhtem Außendruck. Auch nach hygienischen Gesichtspunkten setzt VEKA mit dieser Produktinnovation Maßstäbe. Mit wenigen Handgriffen kann die bereits nach DIN 13141-1 geprüfte Lüftungseinheit zur Reinigung ausgebaut werden. Die für die Montage des Falzlüfters notwendigen Ausfräsungen im Profil lassen sich problemlos in die laufende Fensterfertigung integrieren.

Full-Service-Portal

Die Präsentation eines neuen Full-Service-Portals bildete einen weiteren Schwerpunkt der VEKA Galerie. In dem derzeit im Aufbau befindlichen Online-Portal werden sämtliche IT-Dienstleistungen des Systemgebers, inklusive einem Online-Bestellwesen zusammengefasst. In einer Art Shop-System findet der Anwender alle VEKA Produkte, auf die er zu jeder Zeit unkompliziert und schnell zugreifen kann.

Darüber hinaus bietet dieses Portal ein breites Angebot an zusätzlichen Leistungen wie zum Beispiel Planungstools zur U-Wert-, Isothermen- oder Windlastberechnung, Ausschreibungstexte und technische Informationen.

Verklebung von Glas und Rahmen

Ihre Abrundung fand die VEKA Galerie mit einer Präsentation zur derzeit in der Fensterbrache kontrovers diskutierten Verklebung von Glas und Rahmen. VEKA hat sich auch mit dieser Technologie beschäftigt und war an der Ausarbeitung der Güte- und Prüfbestimmungen für die RAL-Gütesicherung von verklebten Verglasungen in PVC-Rahmenkonstruktionen beteiligt. Der Systemgeber forciert die Klebetechnologie nicht, hält seinen Verarbeitern aber alle Optionen offen. Technisch ist die Klebetechnik auch mit VEKA Systemen umsetzbar. Entsprechende Systemprüfungen sollen am Institut für Fenstertechnik in Rosenheim in Kürze durchgeführt werden.

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